Schüler forschen mit der Öko-Station Sorpesee

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Sundern – Nachwuchs forscht am Sorpesee, in Menden und in Arnsberg. Mit sieben Forschungsarbeiten startet das „Forschungsnetzwerk Sauerländer Schulen“ ins Frühjahr 2021. Schülerinnen und Schüler aus dem Märkischen Sauerland und aus dem Hochsauerlandkreis nutzen die Unterstützung der Ökostation Sorpe in der Jugendherberge am Sorpesee.

Jens Schelte, Leiter der Ökologischen Station in der Jugendherberge Sorpesee, und eine online zugeschaltete Schülerin bei Untersuchungen im Labor der Ökologischen Station – Foto Schelte

Das Angebot mit hochwertiger Ausrüstung zu ökologischen Fragestellungen zu forschen, nahmen die Schülerinnen und Schüler vom Mariengymnasium (Arnsberg), vom Gymnasium an der Hönne (Menden) und vom Walburgisgymnasium (Menden) gern an. Für ihre Facharbeit der Jahrgangsstufe Q1 konnten sie die Hilfsmittel der Ökostation gut gebrauchen. Geforscht wurde zur Fotosynthese der Algen, also jenem Prozess, bei dem Algen mit Hilfe ihrer Farbstoffe die Energie des Lichtes einfangen und für die Bildung von Kohlenhydraten nutzen.

Jens Schelte, der die Ökostation Sorpe leitet, erläutert: „Schülerinnen und Schüler unserer Region sollen die Möglichkeit haben, solche Untersuchungen in Freiland und Labor durchzuführen. Ökologie soll so praktisch erfahr- und begreifbar werden.“ Möglich gemacht wird dies durch finanzielle Unterstützung aus verschiedenen Quellen. Die EU ist am Projekt durch die Lokale Gruppe der regionalen LEADER-Förderungen – Bürgerregion am Sorpesee – vertreten, zudem gehören Fonds der chemischen Industrie und das Jugendherbergswerk des Landesverbandes Westfalen-Lippe zu den Förderern.

Algen überraschen bei Leuchtstoffröhren-Licht

Das macht verschiedene Forschungsarbeiten möglich. Zum Beispiel im Vorbecken des Sorpesees. Hier wird mit einem Handmessgerät zur Bestimmung des Chlorophyll-Gehaltes im Wasser das Wachstum der Kieselalgen beobachtet.
Algen und ihre Reaktion auf unterschiedliche Einflüsse sind Teil der Forschungsarbeiten von Schülerinnen und Schülern. Dazu gehört die Forschung zum Wachstum von Grünalgen bei Beleuchtung mit verschiedenen Lichtquellen oder der Vergleich der Fotosyntheseraten von Grün- und Kieselalgen bei Licht unterschiedlicher Farben. Hier gab es überraschende Ergebnisse. Es zeigte sich, dass mit einer herkömmlichen Leuchtstoffröhre das Wachstum von Grünalgen stärker gefördert werden konnte als mit einer Glühlampe oder einer Vollspektrum-LED.

Zurzeit wird online geforscht

„Leider mussten die Untersuchungen in diesem Frühjahr coronabedingt auf Distanz durchgeführt werden. Aber auch das hat funktioniert. Die Schülerinnen und Schüler wurden online ins Labor geholt, um dort zu experimentieren“, so die Information aus der Öko-Station in Sundern-Langscheid. Natürlich hoffen die Beteiligten, dass möglichst bald wieder vor Ort gearbeitet werden kann.
Die bisherigen Planungen sehen vor, die Forschungsergebnisse im Spätsommer bei einem Symposium zu präsentieren. Die Beteiligten sollen dann die Ergebnisse ihrer Arbeit Mitschülerinnen und Mitschülern, aber auch Lehrerinnen und Lehrern vorstellen. Außerdem ist die Arbeit der Schülerinnen und Schüler dann auch auf der bereitgestellten Internetplattform Forschungsnetzwerk Sauerland zu sehen.

Weitere Schulen im Forschungsnetzwerk willkommen

Jens Schelte wünscht sich, dass weitere Schulen vom Angebot des Forschungsnetzwerkes profitieren: „Wir würden uns freuen, wenn weitere Schulen Kooperationspartner im Forschungsnetzwerk würden. Hier können neben Facharbeiten z.B. auch Jugend-forscht-Beiträge entstehen oder besondere Projekte durchgeführt werden.“ (Kontakt in der Infobox)

Ökologie Station in der Jugendherberge Sorpesee

Die Ökologische Station in der Jugendherberge Sorpesee wurde im Jahr 2001 gegründet. Sie ist eine Kooperation der Bezirksregierung Arnsberg und des Deutschen Jugendherbergswerks (Landesverband Westfalen-Lippe). Die angebotenen Kurse zur Ökologie stehender und fließender Gewässer und zur Fotosynthese werden von ca. 600 bis 700 Schülerinnen und Schülern pro Jahr besucht. Das „Forschungsnetzwerk Sauerländer Schulen“ erweitert das Angebot der Ökologischen Station um die Möglichkeit, ökologische Forschungsarbeiten im heimischen Raum durchzuführen.

Kontakt für interessierte Schulen: Jens Schelte, Leiter der Ökostation Sorpe – j.schelte@oeko-sorpe.de – 0176/47552978

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