Pilz gefährdet Feuersalamander

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Ennepe-Ruhr-Kreis – Ein Hautpilz hat sich zu einem großen Problem für den Feuersalamander-Bestand im Ennepe-Ruhr-Kreis entwickelt. In einer Mitteilung der Unteren Naturschutzbehörde vom 24. Februar 2021 heißt es: „Er ist mikroskopisch klein, breitet sich in der gesamten Region aus und tötet über 95 Prozent aller Tiere, die er befällt.“ Batrachochytrium salamandrivorans, kurz „Bsal“, ist der Name des Pilzes.

Ein Feuersalamander – Foto Kathy Büscher auf Pixabay

Gegen seine weitere Verbreitung kann etwas unternommen werden. Menschen und Hunde sollten sich möglichst nicht in den Lebensräumen der Amphibien aufhalten, denn sie tragen die Sporen weiter, durch die die Feuersalamander erkranken.

„Es ist dramatisch“

„Es ist dramatisch“, sagt Ralf Löchel von der Unteren Naturschutzbehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises. „Vor allem im Raum Hattingen ist der Feuersalamander nahezu verschwunden. Ehemalige Verbreitungsgebiete mit großen Populationen am Isenberg oder im Felderbachtal sind bereits traurige Geschichte.“
Im Ruhrgebiet wurde die sogenannte „Salamanderpest“ erstmals 2017 festgestellt, seitdem richtet Bsal in der gesamten Region großen Schaden an. Neben den Feuersalamandern können auch verschiedene Molcharten erkranken. Der Pilz frisst Löcher in die Haut der Amphibien und stört damit wichtige Hautfunktionen wie die Hautatmung und den Schutz vor Austrocknung. In den Wunden können sich außerdem Bakterien ansiedeln, die Sekundärinfektionen auslösen. Die allermeisten infizierten Tiere sterben deshalb innerhalb von 14 Tagen.

Bitte um Hilfe und Rücksicht

„Die gute Nachricht ist: Wir können alle helfen“, erklärt Löchel und hofft auf rücksichtsvolles Verhalten. Bach- oder Teichufer sollten nicht betreten werden, um die weitere Verbreitung der Salamanderpest zu vermeiden. Wer sich doch in den Wasser- oder Landlebensräumen der Amphibien aufgehalten hat, sollte alles, was mit Wasser oder feuchtem Boden in Berührung gekommen ist, gründlich reinigen und auf der Heizung vollständig trocknen. Hände, Geräte und Schuhe sollten desinfiziert werden.

Außerdem gilt: Kranke oder tote Tiere sollte man liegen lassen und nicht berühren. Ein Foto machen kann jedoch hilfreich sein, wenn es „mit Angabe des genauen Fundortes per E-Mail an unb@en-kreis.de geschickt wird“, bittet Löchel um Mithilfe. Der Kreis werde an den betroffenen Stellen mit Hinweisschildern auf Verhaltensregeln zur Rettung der Salamander-Bestände hinweisen.

Wer Fragen zum Thema Salamanderpest hat, kann sie unter anderem per Mail an Ralf Löchel oder Sascha Clausdeinken von der Unteren Naturschutzbehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises richten.

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