„Die Versöhnung von Mensch und Natur“ auf Haus Opherdicke

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Holzwickede – Der Lockdown geht weiter, aber auch die Kunst im und am Museum Haus Opherdicke steht nicht still: Die neue Ausstellung „Die Versöhnung von Mensch und Natur“ mit Werken von Herbert Rolf Schlegel aus der Sammlung Murken eröffnet vorerst in rein digitaler Form am Sonntag, 28. Februar. Dazu gibt es den Audio-Walk „Natur ist unsichtbar“ von Johanna Steindorf, ein individuelles Kunsterlebnis, das Interessierte vor Ort begeistern möchte. Die Ausstellung ist zunächst bis zum 15. August 2021 terminiert (http://(www.kreis-unna.de/kulturcast).

Herbert Rolf Schlegel, Jugendgruppe am Ammersee (Jeunesse doré), 1953, Öl auf Leinwand, 90 x 100 cm, Sammlung Murken, Foto: Thomas Kersten

Der Maler Herbert Rolf Schlegel (1889 in Breslau geboren, 1972 in Landsberg am Lech gestorben) greift in seinen romantisch-neusachlichen Werken Sujets des Jugendstils und Symbolismus auf, die von der Lebensreform und der beginnenden feministischen Bewegung beeinflusst sind. Arkadische Landschaften und Figuren, bei denen sich die Geschlechterzuschreibungen vermischen, sind seine Hauptmotive.

Schlegel gehört zur vergessenen Generation deutscher Künstler des 20. Jahrhunderts. Ein Grund mehr, sich sein breit gefächertes malerisches Werk in die Gegenwart zu holen. Denn wie kaum ein anderer Maler seiner Generation befasst er sich intellektuell, emotional und ästhetisch mit der existentiellen Bedeutung der Natur für den Menschen. Er verbindet die Beständigkeit der Natur und ihre heilsame Anziehungskraft auf den Menschen vor allem in seinen figurativen Szenen an den Ufern des Ammersees in Bayern, wo er von 1924 bis zu seinem Tod 1972 zurückgezogen lebte.

Die sonst so feierliche Ausstellungseröffnung gibt es diesmal in garantiert infektionsfreier Form für daheim. Per Videobotschaft begrüßen u.a. Kreisdirektor Mike-Sebastian Janke und Stefanie Kettler, Leiterin des Kultur-Teams des Kreises Unna, die Besucherinnen und Besucher an den Bildschirmen und blicken ein wenig zurück auf das vergangene Ausstellungsjahr, aber vor allem nach vorn. Podcast und weitere Formate per Mausklick sollen den digitalen Museumsbesuch bis zur Wiedereröffnung abrunden.

 

 

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