Stadtmuseum Beckum: Kunstprojekt bis 25.10.

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Bis zum 25. Oktober zeigt das Stadtmuseum Beckum das Kunstprojekt „Manuel Schroeder: Concrete Delusion – Ressourcen und Landmarken“. Die Ausstellung ist eine medial-kulturarchäologoische Recherche zu den Ursprüngen des Materials Beton, seinen architektonischen Hinterlassenschaften im öffentlichen Raum und deren künstlerischen Transformationen. In der Projektphase „Translocations and Transformations“ geht das Projekt an die Ursprünge des Materials. Dabei gilt die Region Beckum/Münsterland als Hotspot und historisches Zentrum der deutschen Zement- und Betonproduktion. Orte und Landschaften lösen sich auf, entstehen neu, verändern sich.

Stadtmuseum Beckum

Bis zum 25. Oktober zeigt das Stadtmuseum Beckum die Ausstellung“Manuel Schroeder: Concrete Delusion – Ressourcen und Landmarken“, Foto www.manuelschroeder.com

Eine außergewöhnliche Nachbarschaft von Mensch und Industrie bildet die audiovisuelle Textur der Stadt Beckum:  Mit den Mitteln von Fotografie, Soundsampling und Video erforscht Manuel Schroeder die temporären Landschaften, die Zwischenwelten der Entnahme des Materials, über die Wege des Gesteins  bis hin zur Renaturierung der Landschaften. Die künstlerische Arbeit geschieht in einem Umfeld permanenter Veränderungen und unterliegt einem Prozess zwischen Surrealismus und Abstraktion. An diesen Orten entsteht für die Region Beckum ein „audio-visueller Nachtwanderweg“ mit dem Titel „The Green Line“

In der Dauerausstellung präsentiert das Stadtmuseum die Entwicklung Beckums von der fränkischen Siedlungsgeschichte (mit dem Fürstengrab von Beckum um 600 nach Christus) über die bedeutende Rolle als Hansestadt im Mittelalter bis zur Industriegeschichte im 19. Jahrhundert, die vor allem durch den Kalkabbau und die Zementproduktion geprägt ist. Ein kurzer Abriss widmet sich der ehemaligen jüdischen Gemeinde der Stadt, deren Gemeindeschule durch eine Chronik dokumentiert ist. Volkskundliche Dokumente zur Schützentradition, zu den örtlichen Zinngießermeistern sowie sakrale Sammlungen vom 16. bis späten 19. Jahrhundert beschließen die Dauerausstellung. Als einzigartig dürfen die vorhandenen Filmdokumente im multimedialen Karnevalsraum gelten, die ab 1913 und während der gesamten NS-Zeit das närrische Treiben, aber auch die zeitgeschichtlichen Begleitumstände dokumentieren. Die Karnevalstradition geht zurück auf seit 1467 nachweisbaren Heischegängen der Beckumer Bauknechtsbruderschaft.

Der originalgetreue Tante-Emma-Laden oder die alte Wohnküche entlocken so manchem Museumsgast ein „Weißt du noch?” Mit der Einrichtung des Karnevalszimmers ist es gelungen, auf kleinstem Raum 500 Jahre närrische Tradition aufzuzeigen. Außerdem finden im Jahr mehrwöchige museumspädagogische Sonderprogramme statt.

Stadtmuseum Beckum, Markt 1, 59269 Beckum, Öffnungszeiten tägl. 9:30-12:30 u. 15:00-17:00 Uhr, Mo u. Sa vormittags geschlossen, Telefon 02521 29-264, www.beckum.de

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