Jugend fördern, Zukunft mitgestalten

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Die Jugend ist unsere Zukunft. Doch wie gelingt es, die jungen Menschen besser in die politischen Prozesse der Regionen einzubinden, sie zu motivieren, vor Ort zu bleiben und die Regionen mitzugestalten? Antworten auf diese Fragen haben nun die drei westfälischen Regionen Münsterland, OstWestfalenLippe und Südwestfalen bekommen: Dank einer gemeinsam durchgeführten Jugend-Studie, in der fast 800 junge Menschen zu Wort kommen. Jetzt liegen die Ergebnisse vor – ausgewertet, aufbereitet und eingeordnet in einer ausführlichen Broschüre.

Jugend

Bildunterschrift: Für eine gemeinsame Jugendstudie sind in Südwestfalen, OstWestfalenLippe und im Münsterland 800 junge Menschen befragt worden, Foto: Münsterland e.V.

„Die Regionen in Westfalen ähneln sich in vielerlei Hinsicht. Da liegt es nahe, Wissen und Ressourcen zu bündeln, um für vergleichbare Herausforderungen neue Erkenntnisse und Lösungsansätze zu suchen und zu finden. Nicht zuletzt gewinnt unser gemeinsames Wort so auch an Gewicht gegenüber Dritten“, erklärt Hubertus Winterberg, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur GmbH.

Gemeinsam gaben die drei westfälischen Regionen deshalb im Sommer 2019 – und somit vor der Corona-Pandemie – die Jugend-Studie in Auftrag. Zunächst ließen sie 779 Menschen aus OstWestfalenLippe, Südwestfalen und dem Münsterland online befragen. Darauf aufbauend kamen Anfang 2020 zusätzlich 18 Jungen und Mädchen noch einmal persönlich zu Wort. „So wollten wir gemeinsam die jungen Menschen gezielt ansprechen und den Weg dafür ebnen, dass ihre Bedürfnisse noch stärker in die Entwicklungen der Regionen eingebunden werden. Unsere Regionen bleiben nur dann zukunftsfähig, wenn alle Entscheidungsträger diese Bedürfnisse kennen und berücksichtigen, die jungen Menschen aktiv einbinden und sie ernst nehmen. Daran arbeiten wir in Südwestfalen bereits intensiv“, ergänzt Winterberg.

Starke Heimatverbundenheit vorhanden – klimaschonende Wege gesucht

Auf der einen Seite macht die Jugendstudie viele positive Aspekte deutlich. Demnach fühlen sich die jungen Menschen in ihrer Heimatregion wohl und sind durch Familie, Freunde und Vereine stark mit ihr verbunden. Wenn irgendwie möglich, wollen sie bleiben und hier ihr Leben als Erwachsene führen – am liebsten in einem Einfamilienhaus mit einem großen Garten und in einer Stadt mittlerer Größe. Auf der anderen Seite empfinden die jungen Menschen unter anderem die Versorgung mit Bus und Bahn als verbesserungsbedürftig. Hier wünschen sie sich verlässlichere und preiswertere Angebote. Zudem schätzen sie kurze und klimaschonende Wege, insbesondere auf dem Weg zur Arbeit.

Mit Blick auf ihre berufliche Zukunft sind die jungen Menschen optimistisch. Sie vertrauen darauf, in der Region die Auswahl zwischen verschiedenen Arbeitsstellen zu haben. Wichtiger als Karriere und ein hohes Einkommen ist ihnen dabei aber, dass sie neben der Arbeit noch Zeit für Familie und Hobbies haben. Die Region für eine Zeit wegen einer Ausbildung oder dem Studium zu verlassen, sehen die meisten jungen Menschen gelassen entgegen. Viele von ihnen betrachten es als Chance, um neue Eindrücke zu sammeln und danach umso zufriedener in ihre Region zurückzukehren. Denn der soziale Kontakt ist ihnen wichtig. Auch als Erwachsene wollen sie gerne in der Nähe ihrer Eltern, Geschwister und Freunde sein. Sie würden die Region nur dann verlassen, wenn ihr Partner oder ihre Partnerin woanders zu Hause wäre. Die Ergebnisse wollen die drei Regionalmanagements Münsterland e.V., OstWestfalenLippe GmbH und Südwestfalen Agentur GmbH als Ausgangspunkt nehmen, um den Dialog und Austausch mit der Jugend zu verstetigen. Sie wollen sie dabei unterstützen, ihren Stimmen mehr Gehör und Gewicht zu verleihen und dafür themen- und projektbezogene Kooperationen aufbauen.

Dr. Karl Schneider, Landrat des Hochsauerlandkreises und aktuell Aufsichtsratsvorsitzender der Südwestfalen Agentur betont: „Wir sehen in der Jugendstudie, dass die jungen Menschen gerne in unserer Region leben, sie gleichzeitig aber konkrete Lösungen für ihre Probleme im Alltag einfordern. Mit der Jugendkonferenz UTOPiA und unserem Ansatz, dass alle Projekte der REGIONALE 2025 auf die Bedürfnisse der jungen Menschen zugeschnitten sein sollen, sind wir in Südwestfalen auf einem guten Weg. Dabei müssen wir eine neue Selbstverständlichkeit etablieren, junge Menschen einzuladen, die Region aktiv mitzugestalten, damit sie auch in Zukunft weiterhin gerne hier leben.“

Weitere Informationen zur Jugendstudie sowie die Broschüre mit den Ergebnissen zum Download gibt es ab sofort unter
www.suedwestfalen-agentur.com/jugendstudie.

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