Gehölze auch für kleine Gärten

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Gerade während der heißen Tage des Sommers wissen wir Bäume und Sträucher sehr zu schätzen. In ihrer Nähe herrscht ein angenehmes Klima und in ihrem Schatten lässt es sich gut aushalten. Darüber hinaus dient das dichte Laub als Sichtschutz zu den Nachbarn oder der Straße. Doch auch während der anderen Jahreszeiten haben Gehölze einiges zu bieten: Im Frühling verblüffen viele mit einer blütenreichen Krone, Obstgehölze laden im Sommer zum Naschen ein, im Herbst verfärben die meisten ihr Laub eindrucksvoll und im Winter geben die schneebedeckten Äste dem Garten Struktur.

Der Traum vom Baum auch auf engem Raum lässt sich realisieren

Ein Baum auf kleinem Raum

Viele Gartenbesitzer träumen von einem eigenen Baum, meinen jedoch, dass dieser Wunsch nicht realisierbar sei – sie halten ihr Grundstück schlicht für zu klein. Dabei gibt es eine ganze Reihe kleinkroniger Gehölze, die langsam wachsen, geringe Höhen erreichen und sich sogar besonders gut für (Vor-)Gärten mit wenig Platz eignen. Kurzstämmige Kugelbäume erreichen beispielsweise nur eine Stammhöhe von etwa 180 Zentimetern, wie der Kugelahorn oder die Kugelakazie. Lässt man diesen Gehölzen einen regelmäßigen, professionellen Schnitt zukommen, behalten sie ihre kleine, kompakte Form über viele Jahre. Auch Bäume mit einer schmalen Säulenform sind für Gärten mit wenig Platz empfehlenswert. Sie erreichen teilweise zwar große Höhen, je nach Art haben sie aber lediglich einen Durchmesser von 1,5 Metern. Um ein Gehölz zu finden, das für die Größe des eigenen Grundstücks geeignet ist, empfiehlt sich das Gespräch mit einem Landschaftsgärtner. Der Experte kennt sich mit den verschiedenen Wuchseigenschaften aus und berät auch hinsichtlich des Zierwerts der Bäume. So zieht die filigrane Scheinbuche mit ihrer gestreiften Rinde und ihren winzigen Blättern in den Bann, wogegen eine Catalpa mit opulentem Laub und zart duftenden Blüten gefällt.

Es empfiehlt sich, vor dem Kauf gut zu überlegen, an welcher Stelle das Gehölz wachsen soll.

Große Sträucher für kleine Gärten

Neben Bäumen gibt es auch die Möglichkeit, dem eigenen Garten mit großen Sträuchern Charakter zu verleihen. Sie entwickeln ein dichtes Geäst sowie farbenkräftige Blüten und Früchte und punkten oft auch mit mehreren Stämmen. Die Auswahl an dichtwachsenden Sträuchern ist groß und viele Arten haben aufgrund ihrer eindrucksvollen Farben und Formen bereits einen festen Platz in Parks und Gärten eingenommen, wie der Blumen-Hartriegel oder die Blumen-Magnolie. Doch es gibt auch eine Reihe unbekannter Sträucher, die noch auf ihren großen Durchbruch warten. Wer sich beispielsweise eine außergewöhnliche Farbe im Garten wünscht, wird im Liebesperlenstrauch fündig: im Sommer blüht er in einem sanften Lila, anschließend bildet er kleine, kugelrunde, rot-violette Früchte aus. Ein elegantes Weiß bringt dagegen der Pfeifenstrauch in den Garten. Seinem zarten Duft verdankt er auch den Namen Falscher Jasmin.

Gehölze machen solitär viel her

Es empfiehlt sich, vor dem Kauf gut zu überlegen, an welcher Stelle das Gehölz wachsen soll. Nur dann kann man einen Baum oder Strauch wählen, der sich im Garten wohlfühlt und gut wächst. Auch hierbei helfen die Experten für Garten und Landschaft fachkundig weiter. Sie kennen sich mit den verschiedenen Standortansprüchen von Gehölzen aus und wissen, worauf zu achten ist. So sollte immer ein ausreichender Abstand zur Hauswand und dem Nachbargrundstück eingehalten werden. Landschaftsgärtner platzieren Gehölze mit einer imposanten Blütenpracht häufig solitär. Das bedeutet, sie bekommen eine Einzelstellung im Garten und werden von Pflanzen umschmeichelt, die nicht mit ihren Farben konkurrieren. Gute Begleiter für sogenannte Solitärs sind zum Beispiel schattenverträgliche Bodendecker, zierliche Gräser und Farne oder niedrige Stauden. Übrigens: Auch wenn man einen großen Baum regelmäßig kräftig zurückschneidet, erhält man keinen kleinwüchsigen oder schmalkronigen Baum. Vielmehr stört man den natürlichen Wuchs der Gehölze und erhält eine wenig ansprechende Krone. Deswegen sollte man von Anfang an Arten auswählen, die am Standort ihren natürlichen Wuchs ausleben können.

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