„Lichtweisen“ zeigt Glaskunst und Fotografien

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Münster – Unter dem Titel „Lichtweisen“ präsentieren vom 18. August bis zum 2. September 2018 Christine Kucinski Glaskunst und Steffi Herrmann sowie Chris Tettke Fotografien  in der Orangerie des Botanischen Gartens. Christine Kucinski ist Künstlerin der Schanze e.V.

Christine Kucinski zeigt in den Räumen der Orangerie einen Querschnitt ihrer Glaskunst.

Die Freie Künstlergemeinschaft Schanze e.V. findet seit letztem Jahr wieder verstärkt Zuwachs. Neben den neuen Mitgliedern Natascha Fix im Bereich Illustration und Rupert König als freischaffendem Konzeptkünstler ist auch die Glaskünstlerin Christine Kucinski zur Schanze hinzugekommen. Am Samstag, den 18. August um 11 Uhr wird ihre Ausstellung zusammen mit Fotografien von Steffi Herrmann und Chris Tettke in der Orangerie Münster eröffnet.

Arbeit von Christine Kucinski mit dem Titel „Zerrissen“

Christine Kucinski zeigt in den Räumen der Orangerie einen Querschnitt ihrer Glaskunst. Das Spektrum der ausgestellten Werke reicht von mundgeblasenen Arbeiten über Leuchtobjekte, Fensterbilder und Reliefs  bis hin zu abstrakten Skulpturen. Sie kombiniert Glas mit anderen Materialien wie Metall, Stein, Keramik und organischen Stoffen, um die besonderen Eigenschaften des fragilen Werkstoffes Glas hervorzuheben.

Mit Glas als Träger von Licht, Farbe und Form zu arbeiten, ist für die Künstlerin seit 20 Jahren Passion. In Schlesien, wo sie geboren ist, hat Glas eine lange und glanzvolle Tradition, mit der sie aufgewachsen ist. Das hat auch ihren künstlerischen Lebensweg geprägt. Mit ihrem Lieblingswerkstoff Glas arbeitet sie bereits seit den 1990er Jahren. Nach ihrer Pensionierung 2010 hat sie ihre Leidenschaft intensiviert durch Teilnahme an Lehrgängen in den Glashütten und an der Kunstakademie.

„Im Dialog“ – Mit Glas als Träger von Licht, Farbe und Form zu arbeiten, ist für die Künstlerin seit 20 Jahren Passion.

Die in den 1980er Jahren in den USA weiterentwickelte außergewöhnlich kreative Schmelztechnik -(Fusing)- hat  sie schon vor vielen Jahren angesprochen.  Die Veränderungen oder nur Spuren des verschmolzenen  Materials und die sanften Übergänge machen ihre Glasobjekte zu einem meditativen und lebenden Medium. In dieser Technik der Glasgestaltung hat sie zu einer unverwechselbaren Handschrift gefunden, die auf kunstvolle Weise Funktion und Ästhetik verbindet

Sie arbeitet in allen Facetten des Fusings: Relief (tack fuse) Vollverschmelzung (full fuse) Senkung (Slumping) und Glasfluss (pâte de verre) sowie Studioglas und Sandguss. Sie experimentiert gerne und ist ständig auf der Suche nach neuen Wegen.

Kunstvolles Spiel mit Material und Farbe: Glasarbeit von Christine Kucinski

Witz und Nachdenklichkeit, Ironie und elementare Fragen des Menschseins sind in den Arbeiten von der Künstlerin deutlich zu spüren. Sie decken ein breites Spektrum von Themen ab, die den Betrachter fordern, zum Nachdenken zwingen, ihn aber auch „einfach nur“ erfreuen können.

In der Schnelllebigkeit und Oberflächlichkeit unserer Zeit nimmt sie sich bewusst Zeit, um in der sehr schwierigen und zeitaufwändigen Technik des Glasgusses und Sandgusses zu arbeiten, wie im Zyklus „Demaskierung: die Maske fehlt – die Maske fällt“ um hinter den menschlichen Masken oder fehlenden Masken zu schauen.

Die Fotografien von Steffi Herrmann und Chris Tettke ergänzen diese Werke mit ihren fragilen Arbeiten von Tanz, Vergänglichkeit und Ästhetik, in ihrer realen Welt fotografiert und nach Bearbeitungen in großformatigen Leinen und Aludibond – Abzügen präsentiert.

Die Ausstellung läuft bis zum 2. September zu folgenden Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr und Mittwoch bis Freitag von 13 bis 18 Uhr.

 

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