„openArt“ zeigt spektakuläre Kunstinstallation

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Hörstel – Der Kohleausstieg ist in Ibbenbüren und Umgebung das Thema des Jahres. Im Rahmen der Ausstellung „openArt“ präsentiert das DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst in Hörstel eine spektakuläre Rauminstallation der Schweizer Künstlerin Simone Zaugg. „So weit mein Auge reicht“ heißt diese imposante und auch poetische Inszenierung, die im Westflügel des DA ein riesiges Kohlemeer von über sieben Meter Breite und mehr als 20 Meter Länge zeigt.

openArt

Simone Zaugg: Minenspiel im Kunsthaus Kloster Gravenhorst – Foto: Michael Jezierny

Die Besucher stehen vor dem „schwarzen Gold“, das viele Jahre den wirtschaftlichen Erfolg der Region mitgetragen hat. Unglaubliche Soundtracks und Klänge, die bei dem Kohleabbau in der Zeche aufgezeichnet wurden, erinnern an die Arbeit der Bergleute. Die Besucherinnen und Besucher können von einem Steg aus in die schwarze Tiefe und über das Kohlemeer hinweg in die Zukunft schauen.

Das Kloster Gravenhorst ist eine ehemalige Zisterzienserinnenabtei in der Hörsteler Bauerschaft Gravenhorst in der westfälischen Region Tecklenburger Land (Kreis Steinfurt). Neben Leeden und Schale war es eines von drei Klöstern der Zisterzienserinnen, die im 13. Jahrhundert im Tecklenburger Land entstanden. Die Klosteranlage wurde im Laufe ihres Bestehens mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, so dass ihr Äußeres häufig nachhaltig verändert wurde. Die Gestalt der heutigen Gebäude datiert in das 18. Jahrhundert. Trotzdem ist das Kloster Gravenhorst in seiner Gesamtheit fast vollständig erhalten und stellt somit eine der wenigen noch komplett existierenden Klosteranlagen im Norden Deutschlands dar.

Ende der 1990er Jahre übernahm der Kreis Steinfurt das Kloster Gravenhorst als erbbauberechtigter Projektträger und bemühte sich in den Folgejahren um eine neue Nutzung des sanierungsbedürftigen Gebäudeensembles. Ein kulturelles Nutzungskonzept wurde im Rahmen des Strukturförderprogramms „Regionale 2004 links und rechts der Ems“ des Landes NRW erstellt, das die notwendigen Gelder für die Instandsetzung in Aussicht stellte, sodass dort im Mai 2004 das DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst seine Pforten öffnen konnte. Das Kunsthaus hat sich der kulturellen Bildung verschrieben und veranstaltet dort die openArt und andere Ausstellungen, Workshops, Konzerte sowie Weiterbildungsprogramme zu Kunst und Geschichte.

„So weit mein Auge reicht“ wird gefördert durch RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH und NaturaGart.

DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst / Klosterstraße 10 / 48477 Hörstel
www.da-kunsthaus.de

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