Bergkamen: Quartier mit schwimmenden Häusern

Bergkamen – Bergkamen baut eine neue Wasserstadt. Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Haus Aden am Datteln-Hamm-Kanal soll der sieben Hektar große Adensee mit Wohn- und Freizeitquartieren entstehen. Das Projekt wurde jetzt von der Bezirksregierung Arnsberg genehmigt, so dass im Mai 2016 der erste Spatenstich in Bergkamen gefeiert werden soll.

Planungen für die Wasserstadt Bergkamen-Aden

Planungen für die Wasserstadt Bergkamen-Aden

Der Adensee soll “das Rückgrat für eines der anspruchsvollsten städtebaulichen Projekte in Bergkamen und der Region” sein, kündigt die Stadt Bergkamen an. Das Gewässer soll vom Datteln-Hamm-Kanal aus mit Booten von Freizeitkapitänen und Anwohnern befahrbar sein. Highlight der Siedlungen am Seeufer sollen schwimmende Wohnhäuser werden.

Mit dem Adensee folgt Bergkamen dem Vorbild einiger westfälischer Städte, die mit neuen Gewässern den Strukturwandel beleben wollen. Zu den bekanntesten Beispielen zählt der Phoenixsee in Dortmund.

Direkt am Kanal: Das ist attraktiv auch für Freizeitkapitäne

Direkt am Kanal: Das ist attraktiv auch für Freizeitkapitäne

Der See bildet das Rückgrat für eines der anspruchsvollsten städtebaulichen Projekte in Bergkamen und der Region. Er wird gemeinsam mit der sich an den See anschließenden Gracht für alle Grundstücke in der Wasserstadt einen qualitativ hochwertigen Wasserbezug garantieren. So werden viele Grundstücke eine Erschließung sowohl vom Land aus als auch vom Wasser haben. Viele Terrassen oder Gärten haben direkten Seeblick.

Ein See entsteht

Ein See entsteht: Eine gute Lokation für exklusives Wohnen

Als besondere Innovation hat die Bezirksregierung Arnsberg auch die Bauflächen im Adensee genehmigt. Hier können besondere Wohnhäuser realisiert werden, die über die Wasserfläche hinausragen. „Die wasserrechtliche Genehmigung ist ein Service für die späteren Bauherren. Sie benötigen – wie bei einem Bauvorhaben an Land auch – dann nur eine Baugenehmigung. Eine Einbeziehung der oberen Wasserbehörde ist nicht mehr erforderlich,“ so Christiane Reumke.

Selbst die Gewerbe- und Dienstleistungsgrundstücke parallel zur Hamm-Osterfelder-Bahn werden bei mehrgeschossiger Bauweise Seeblick haben. Auch die Öffentlichkeit wird an verschiedenen Stellen rund um den See Uferbereiche erleben können, die als öffentliche Grünflächen zugänglich sind, weil diese nicht als Privatgrundstücke veräußert werden.

„Ich bin total davon überzeugt, dass das Element Wasser eine ganz besondere Wohn- und Lebensqualität in der Wasserstadt Aden erzeugen wird; wir werden in der nächsten öffentlichen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 08. März 2016 den Inhalt der Seegenehmigung und die weiteren Verfahrensschritte ausführlich vorstellen,“ so der Beigeordnete. Die Verfahrensschritte sind im Wesentlichen:

– Ankauf der künftigen Wohnbauflächen durch die Stadt von der RAG MI
– Kooperationsvertrag Stadt / RAG MI
– Start des Bodenmanagements
– Rechtskraft der Bebauungsplansatzung
– Herrichtung des Sees
– Erschließung
– Beseitigung Bahnübergang Jahnstraße.

Stadt und RAG MI werden sich am 21. Mai 2016 am vom Land NRW ausgelobten Tag der Städtebauförderung beteiligen. „Angesichts einer Landesförderung in Höhe von 10,5 Mio. Euro kann ich mir keinen besseren Tag vorstellen, um auf dem 54 Hektar großen Gelände den ersten Spatenstich für die Wasserstadt vorzunehmen; wir werden dazu auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger einladen“, so Dr.-Ing. Peters.

http://wasserstadt-aden.de/

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