Kunsthaus Kannen: Geschnitten, geklebt, gerissen

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Westfalen – Das Kunsthaus Kannen zeigt vom 31. Mai an eine neue Ausstellung: “Geschnitten, geklebt, gerissen… Papier als Werkstoff”. An der Ausstellung nehmen teil: Künstler: Carien Engelhard/Amsterdam, Doerthe Fuchs und Frauke Sohn/München, Barbara Hattrup/Salzkotten, Nora Hüsemeyer/Osnabrück, Bernhard Pfitzner/Münster, Lisa Urban/Hamburg, Tanja Weirauch/Berlin.

Papierarbeit von Bernie Pfitzner

Papierarbeit von Bernie Pfitzner – Fotos: Kunsthaus Kannen

Papier ist wohl eines der am häufigsten verwendeten Materialien in unserem alltäglichen Gebrauch. Mittlerweile ist es billig und wird in gewaltigen Mengen produziert sowie verbraucht. Papier dient vielfältigen Verwendungszwecken, es wird unter anderem bedruckt, beschrieben und auch als Verpackungsmaterial gebraucht. Für den flächigen Werkstoff spricht also zum einen seine unmittelbare Zugänglichkeit, zum anderen außerdem seine unmittelbare Bearbeitbarkeit, denn seine Leichtigkeit und Flexibilität bietet eine extreme Einfachheit der Handhabung. Es ist also nicht verwunderlich, dass Papierkunst durch ihre Vielseitigkeit beeindruckt, schließlich bietet sie den Künstlern fast grenzenlose Gestaltungsmöglichkeiten, die jeder in seine eigene individuelle Richtung hin verfolgen kann.

Papierarbeit von Barbara Hattrup

Papierarbeit von Barbara Hattrup

Solche Möglichkeiten sind zum Beispiel Schneiden, Reißen, Kleben, Biegen, Knüllen, Falten, Pressen, Ritzen, Einfärben oder Ansengen, durch den Einsatz dieser verschiedenen Arbeitsschritte entsteht dann ein entweder flächiges oder dreidimensionales Werk.

Papierarbeit von Carien Engelhardt

Papierarbeit von Carien Engelhardt

Auch die Eigenschaften der jeweilig gewählten Papiersorten können sich zum Beispiel extrem durch die Oberflächenstruktur, die Härte oder die Transparenz unterscheiden, weswegen oft auch Lichtwirkungen und Schattenreflexe eine bedeutende Rolle im Aufbau des Werkes spielen. Eben diese Spannbreite und Komplexität, die die Papierkunst beinhaltet, ist Grund für ihren hohen Stellenwert in der zeitgenössischen Kunst.

Papierarbeit von Nora Hüsemeyer

Papierarbeit von Nora Hüsemeyer

Dennoch hat sie erst eine kurze Geschichte, denn erst im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde das Papier nicht mehr nur als Zeichen- oder Malgrund wahrgenommen, sondern auch seine anderweitige Bearbeitbarkeit und flexible Beschaffenheit rückte immer mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Das Papier wurde zum eigenständigen, unabhängigen künstlerischen Sprachmittel.

Die Ausstellung teilen sich sechs verschiedene Künstler, die mit ihren sehr unterschiedlichen Werken in der Gesamtwirkung gleichermaßen deutlich die möglichen differenzierten Positionen, sich künstlerisch mit Papier auseinanderzusetzen, aufzeigen. Des Weiteren, bietet der Ausstellungsraum Platz für zwei integrierte Workshops, in denen auch interessierte Besucher gemeinsam den kreativen Umgang mit dem Werkstoff Papier ausprobieren können.

Öffnungszeiten: Di bis So und Feiertage 13 bis 17 Uhr,

Führungen n.V. Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr

Ausstellung vom 31. Mai – 20. September 2015

Eröffnung: Sonntag, 31. Mai 2015, 15 Uhr
Begrüßung: Stephan Dransfeld, GF Alexianer Münster GmbH
Einführung: Dr. Wolfgang Vomm, Museumsleiter i.R. Kunstmuseum Villa Zanders, Bergisch Gladbach
Workshops: Doris Kastner, Billerbeck und Jana Brüggenolte, Münster
Film: Dokumentarfilm der Papiermühle Bergisch Gladbach

Kunsthaus Kannen / Museum für Outsider Art und Art Brut

Alexianer Münster GmbH / Alexianerweg 9 / 48163 Münster / Westf.

Telefon 02501 – 966 20560

www.kunsthaus-kannen.de

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