Galerie zeigt abstrakte Positionen

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Westfalen – In der Ausstellung „ABSTRAKT“ widmet sich die Münsteraner Galerie Michael Nolte erstmals dem nonfigurativen Zweig der zeitgenössischen Kunst. Als Antwort auf die Schrecken des Zweiten Weltkriegs bildete sie sich in den 50er Jahren zur vorherrschenden internationalen Kunstströmung heraus. Nun feiert sie wieder ein erstaunliches Comeback und zeigt damit allen, dass sie noch genau so überraschend innovativ und vielseitig ist, wie sie es von Anbeginn ihrer Entstehung war. Dieses kreative und vielfältige Potential wird in der Ausstellung anhand unterschiedlicher Positionen der ungegenständlichen Kunst exemplarisch vorgeführt.

Die Münsteraner Galerie Michael Nolte zeigt verschiedene abstrakte Positionen. - Foto: Galerie Nolte

Die Münsteraner Galerie Michael Nolte zeigt verschiedene abstrakte Positionen. – Foto: Galerie Nolte

So zeigt die Ausstellung mit Hermann-Josef Kuhna und Bernd Schwarzer zwei renommierte Künstler des Strukturalismus: ersterer arbeitet dabei in präzise gesetzten, genau aufeinander abgestimmten Farbpunkten und –tupfern, letzterer in eruptiven und reliefartig modellierten Farblandschaften.

Kuhna

Hermann-Josef Kuhna

Diese strukturelle Herangehensweise greifen die jungen Maler Hugo Boguslawski und Keoun Lee auf, um so die Strukturen in der Natur aufzuspüren und abstrahierend zu visualisieren. Während Hugo Boguslawski wie in einer Art Neucodierung des Gegenstands die spezifische Struktur von Blättern, Gräsern, geologischen Erdformationen etc. in seinen All-Over-Bildern herausfiltert, abstrahiert und interpretiert die Südkoreanerin und Studentin der Düsseldorfer Kunstakademie die stofflichen Eigenschaften der verschiedenen Oberflächentexturen in der Natur.

Bogo

Hugo Boguslawski

Auch Rhea Standke dient die Natur als Inspirationsquelle. In sanften Pastelltönen schildert und verfremdet sie die Unterwasserwelt, die sie in ineinanderfließenden Farbübergängen auflöst und in duftig-transparente „Phantasielandschaften“ (Rhea Standke) verwandelt.

In ähnlich duftig-zarter Malart zelebriert Mechtild van Ahlers ihre Farben auf der Leinwand. So erzeugt sie traumhafte Farbräume, der durch eine in feinen Schichten lasierend aufgetragene, intensive Farbigkeit die betörende Sinnlichkeit der Pflanzenwelt heraufbeschwört.

Dagegen scheint die Kunst Wolfgang Gramms vom Abstrakten Expressionismus beeinflusst zu sein. In großen, kräftigen Schwüngen schwingt der Künstler den Pinsel über die Fläche und verbildlicht in großen Gesten seine Farbstrukturen, die wie Spuren aus einer anderen Welt vor den Augen des Betrachters auftauchen.

Die Vernissage findet am 5. April ab 19.00 Uhr statt.

Galerie Michael Nolte / Spiekerhof 31 / 48143 Münster
www.galerie-nolte.de

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