Schmuck selbst gemacht

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Westfalen – Schmuck aus Silberdraht ist beliebt. Wenn das Schmuckstück auch noch selbst hergestellt wird, bekommt es eine ganz besondere Bedeutung. Im Deutschen Drahtmuseum in Altena gibt es jetzt wieder die Möglichkeit, eigene Schmuckstücke aus Silberdraht und versilbertem Draht zu fertigen.

Foto: Deutsches Drahtmuseum

An drei Tagen in den Herbstferienferien, vom 16. bis zum 18. Oktober können Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren an einem Kurs mit der Iserlohner Schmuckkünstlerin Uschi Becke teilnehmen. Uschi Becke arbeitet seit Jahren kreativ mit dem drahtigen Material und ist im Deutschen Drahtmuseum in Altena regelmäßig mit ihren Kursen zu Gast.

Altena, seit langem Zentrum der deutschen Drahtindustrie, ist auch Sitz des Deutschen Drahtmuseums. Es ist weltweit das einzige Museum, das uneingeschränkt den vielen Fassetten des universellen Werkstoffs Draht gewidmet ist. 1965 wurde es auf Initiative des Altenaer Drahtindustriellen Paul Rump vom Landkreis Altena und mit Unterstützung der deutschen Drahtverbände als eines der Museen auf der Burg Altena gegründet. Schon bald zeigte sich aber, dass die nur 110 qm große Ausstellungsfläche im Kommandantenhaus der Burg nicht ausreichte, dieses das märkische Sauerland seit dem Mittelalter so prägende Gewerbe in angemessener Form auszustellen.

Foto: Deutsches Drahtmuseum

1989 fasste der Märkische Kreis, mittlerweile Rechtsnachfolger des Landkreises Altena und somit auch Träger der Museen auf der Burg Altena, den Beschluss, das Deutsche Drahtmuseum aus der Burg auszulagern. Mit Unterstützung des neu gegründeten Fördervereins Deutsches Drahtmuseum Altena e. V., in dem sich viele Drahtunternehmen engagieren, gelang es 1994, das Deutsche Drahtmuseum in einem eigenen Gebäude unterzubringen. Der neue Standort, das ehemalige Altenaer Lyzeum, hatte gegenüber Industriebrachen zwei entscheidende Vorteile. Er liegt nur 300 Meter unterhalb der Burg Altena – direkt an der Zufahrtsstraße zu dieser touristischen Attraktion. Auf diese Weise kann das Deutsche Drahtmuseum weiterhin von den großen Besucherströmen der Burg Altena profitieren. Außerdem erlaubten die neutralen Räume des ehemaligen Schulgebäudes einen viel freieren Umgang mit dem Thema Draht, als dies in einer stillgelegten Drahtzieherei möglich gewesen wäre.

Foto: Deutsches Drahtmuseum

Allerdings blieb die Ausstellung zunächst unvollendet. Außerdem konnten viele Bereiche konzeptionell nicht überzeugen. Deshalb entschloss sich der Märkische Kreis, im Rahmen des Projektes Burg 2000, das die Burg Altena und die Museen des Märkischen Kreises für die Kultur-, Freizeit- und Erlebnisgesellschaft des 3. Jahrtausends rüsten soll, auch in das Deutsche Drahtmuseum noch einmal rund eine Million DM zu investieren. Materiell unterstützt wurde der Träger dabei vor allem vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe, von der Bundesanstalt für Arbeit, vom Förderverein Deutsches Drahtmuseum, von der Elektromark AG, Hagen, von der Hermann Gutmann Stiftung, Weißenburg in Bayern, von der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft Altena sowie von vielen anderen Firmen und Privatpersonen.

Foto: Bernadette Lange/Deutsches Drahtmuseum

Zweieinhalb Jahre dauerten die intensiven Vorbereitungen und Recherchen, inhaltlichen und gestalterischen Planungen und deren Umsetzung. Die Dauerausstellung wurde um wichtige Themen und Aspekte ergänzt, mit interaktiven Stationen aufgewertet, komplett überarbeitet und letztlich ganz neu konzipiert. Am 26. April 1999 war es dann endlich so weit: Das Deutsche Drahtmuseum eröffnete nach fünfmonatiger Schließung mit einer modernen, besucherorientierten Erlebnisausstellung neu.

Der dreitägige Kurs findet jeweils von 14.30 bis 17 Uhr statt. Geplant ist die Herstellung von Ringen, Ketten, Anhängern und Ohrringen. Jede Teilnehmerin nimmt mindestens ein selbstgestaltetes Schmuckstück mit nach Hause. Die Teilnahmegebühr beträgt einschließlich der Materialkosten 20 Euro. Anmeldungen werden möglichst bald erbeten unter Telefon 02352/966-7034 oder unter museen@maerkischer-kreis.de

Deutsches Drahtmuseum / Fritz-Thomée-Straße 12 / 58762 Altena

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