Gaskamine von Hetkamp: Feuer ohne Schmutz

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Westfalen – Flackernde Flammen, schnelle Wärme, gemütliche Glut, und das alles ohne Schlepperei, Qualm und Ruß: Gaskamine erleben zurzeit einen Boom. Sie sind nicht nur einfach zu installieren, sondern eröffnen auch ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten.

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Mit Holzscheiten aus Keramik produzieren Gaskamine ein täuschend echtes Flammenspiel – aber keinen Ärger mit Ruß und Asche – Foto: Selzam/Hetkamp

Wenn Innenarchitekt Sven Roth von den gestalterischen Möglichkeiten gasbefeuerter Kamine spricht, dann gerät er ins Schwärmen: „Damit sind Sachen möglich, die mit herkömmlichen Kaminen undenkbar wären“, erzählt Roth, der beim Raesfelder Einrichtungsspezialisten Hetkamp für Kunden aus ganz Europa Interieurs plant. „So können wir zum Beispiel schwebende Kamine realisieren, die nicht mit dem Fußboden verbunden sind.“ Auch im Bad oder im Wellnessbereich können Gaskamine eingebaut werden – herkömmliche Feuerstellen mit ihrer Schmutzbelastung durch Brennholz, Qualm, Ruß und Asche sind hier nur schwer vorstellbar. So kann die angenehme Strahlungswärme eines sichtbaren Feuers auch in Wohnsituationen gebracht werden, in denen sie bisher nicht möglich war. Roth: „Gerade in Verbindung mit großen Flachbildfernsehern sind die Gasfeuer sehr reizvoll und bei den Kunden sehr beliebt.“

Dabei kann das Feuer ganz puristisch mit einem Steinbett oder wie ein klassisches Kaminfeuer gestaltet werden. In der klassischen Variante liegen Holzscheit-Nachbildungen aus Keramik oder Lavasteine in den Flammen, die von der Hitze zum Glühen gebracht werden. Die anfänglich blauen Gasflammen nehmen durch eine fein abgestimmte Sauerstoffzufuhr die gelbe Farbe eines Holzfeuers an. In den Kaminen der Firma KALFIRE fliegen sogar ab und zu Funken aus der Glut. Selbst bei genauerem Hinsehen ist der Unterschied zu einem klassischen Holzfeuer nur schwer erkennbar. Auf das für brennendes Holz charakteristische Knistern muss man bei einem Gasfeuer allerdings verzichten.

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Hetkamp-Innenarchitekt Sven Roth: Die gestalterischen Freiheiten bei einem Gasfeuer sind ungleich größer als bei Holzkaminen – Foto: Westfalium

Die meisten Gasfeuer werden heute als geschlossene Systeme mit Glasscheiben an einer oder mehreren Seiten realisiert. Aber auch offene Feuer können mit Gas betrieben werden. Roth: „Den Gestaltungsmöglichkeiten sind wirklich kaum Grenzen gesetzt.“ Komfortabler als ein klassischer Kamin sind die Gasfeuer sowieso: Das Schleppen und Lagern von Holzscheiten entfällt, angezündet wird per Knopfdruck, außerdem sind sie stufenlos regelbar. Bei vielen Herstellern kann das Feuer ganz bequem per Fernbedienung gesteuert werden, auch eine zeitabhängige Steuerung ist möglich. Sogar die Steuerung per Smartphone-App ist machbar.

Auch bei niedriger Leistung fangen die Gasfeuer nicht an zu rußen oder zu qualmen. „Das ist gerade bei sehr gut gedämmten Häusern oder Wohnungen ein Vorteil, da dort oft nur wenig Heizleistung gebraucht wird“, weiß der Hetkamp-Planer. Und da kaum Feinstaub entsteht, können die Besitzer einer Gasfeuerstelle auch künftigen Emissionsschutzgesetzen gelassen entgegensehen.

Die meisten Gaskamine und Gaskaminöfen produzieren eine Heizleistung von drei bis acht Kilowatt pro Stunde, so dass sie in den kalten Jahreszeiten als Zusatzheizung verwendet werden können. Mit 70 Prozent ist der Wirkungsgrad der geschlossenen Gas-Feuerstätten sehr effektiv und vergleichbar mit der Brennleistung von Holzfeuerungsanlagen. Offene Gaskamine bieten in puncto Wärmeerzeugung lediglich einen Wirkungsgrad von 15 Prozent.

Bei den Betriebskosten liegt ein Gaskamin etwas über dem klassischen Holzfeuer. Dafür muss kein gemauerter Schornstein vorhanden sein, ein Abgasrohr genügt. Dieses kann als „Rohr im Rohr“ ausgeführt werden; das Innenrohr transportiert die Abgase nach draußen und über den äußeren Rohrteil wird von außen die Zuluft der Feuerstelle zugeführt. Das spart Kosten und vergrößert die gestalterischen Möglichkeiten. In vielen Bundesländern dürfen Abgasrohrsysteme auch nachträglich installiert werden. Ob ein Außenwandauslass über die Fassade möglich ist und welche Bedingungen daran geknüpft sind, steht in der Feuerungsverordnung der Länder.

Wenn ein Anschluss ans öffentliche Gasnetz vorhanden ist, kann das saubere Kaminfeuer besonders einfach realisiert werden, aber auch mit Flüssiggas ist der Betrieb möglich. In Wohnräumen darf laut „Technische Regeln Flüssiggas“ (TRF) eine Flasche mit einem Fassungsvermögen von elf Kilogramm aufgestellt werden. Damit lassen sich Kamin oder Kaminofen bis zu 25 Stunden befeuern.

Hetkamp Einrichtung und Mode, Weseler Str. 8, 46348 Raesfeld, Öffnungszeiten (Hauptgeschäft) Mo-Fr 9:30-18:30 Uhr, Sa 10:00-16:00 Uhr, Tel. 02865/60940, www.hetkamp.de


 

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