“Frauenstraße 24” ist jetzt Teil des Stadtmuseums

“Frauenstraße 24” ist jetzt Teil des Stadtmuseums in Münster. Die Erinnerung an die Besetzung des Hauses um den Erhalt zu sichern hat jetzt einen festen Platz in der Schausammmlung.

"Frauenstraße 24" ist jetzt Teil des Stadtmuseums

Bernd Uppena, Rita Weißenberg, Christian Geißler und Axel Schollmeier unter dem „Spekulantenhai“ in der Schausammlung des Stadtmuseums Münster – Foto Stadtmuseum Münster

„Jetzt sind wir museal“, scherzte Rita Weißenberg, als sie mit langjährigen Mitstreitern, mit denen sie sich für den Erhalt des Hauses in der Frauenstraße 24 eingesetzt hatte, die neue Installation im Stadtmuseum Münster besuchte.

Der stellvertretende Museumsdirektor Dr. Axel Schollmeier führte die Gruppe – darunter auch Bernd Uppena und Christian Geißler – durch das neu gestaltete Kabinett 32. Dort wird die bewegte Geschichte des Hauses nun dauerhaft dokumentiert.

Von September 2023 bis Februar 2024 zeigte das Stadtmuseum eine viel beachtete Sonderausstellung zur Geschichte der Frauenstraße 24, die gemeinsam mit Rita Weißenberg und Bernd Uppena konzipiert wurde. Die Präsentation zeichnete den jahrzehntelangen Kampf um den Erhalt des Hauses nach. Aufgrund des großen Interesses wurde das Thema nun fest in die Dauerausstellung integriert, wie  Dr. Schollmeier erklärte.

Besonderer Blickfang der Installation in der zweiten Etage ist ein unter der Decke schwebender „Spekulantenhai“. Er wurde von Christian Geißler und Ernst Kassenbrock entworfen und neu gebaut – als Erinnerung an das Original, das sie 1980 für eine Protestaktion geschaffen hatten.

Unter dem Hai befindet sich eine Präsentation mit aussagekräftigen Fotografien und prägnanten Erläuterungstexten. Bernd Uppena zeigte sich sehr zufrieden mit der Sicherung historischer Bilddokumente aus der Sonderausstellung.

Auf einem interaktiven Monitor werden diese mit den von Rita Weißenberg durchgeführten Interviews von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ergänzt. Auch Theo Sträßer, der kürzlich verstarb, ist darin mehrfach zu sehen. „Damit bleibt Theo auch nach seinem Tod in der münsteraner Öffentlichkeit präsent“, so Bernd Uppena. Die Gestaltung im Ausstellungsraum lädt dazu ein, die Geschichte der Frauenstraße individuell erkunden.

Parallel zur Ausstellung 2022 ist ein Buch zur Geschichte der Frauenstr. 24 erschienen, das auch im Museumsshop erhältlich ist.

Weitere Informationen zur Geschichte der Frauenstraße 24 finden sich auf der Website des Stadtmuseums: www.stadt-muenster.de/museum/ausstellungen/f24-besetzt-geschichte-der-frauenstrasse-24

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