Radrevier Ruhr in Valencia ausgezeichnet

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Das Team des „radrevier.ruhr“ hat sich mit Erfolg um den European Greenways Award beworben. Mit Erfolg. Vergangene Woche wurden die Radaktivitäten des Ruhrgebiets im spanischen Valencia mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Ein dichtes Radwegenetz von über 1.200 Kilometern bildet das Grundgerüst für das radrevier.ruhr, das unlängst als erste urbane „ADFC-RadReiseRegion“ zertifiziert wurde. Die Strecken nutzen oft alte Bahntrassen und Uferwege und verlaufen meistens abseits des Straßenverkehrs. Sie sind damit oftmals grün und nachhaltig. Zudem bieten sie Radfahrenden ein völlig anderes Bild als das, was viele Gäste aus dem In- und Ausland vom ehemaligen „Kohlenpott“ noch im Kopf haben. Das alles punktete offensichtlich bei der Jury und der Bewertung des Radrevier Ruhr.

Pascal Tönnissen (RTG) und Grischa Schilgen-Begaß (RVR) nehmen in Valencia den European Greenways Award entgegen - Foto RTG / Tönnissen

Pascal Tönnissen (RTG) und Grischa Schilgen-Begaß (RVR) nehmen in Valencia den European Greenways Award entgegen – Foto RTG / Tönnissen

European Greenways Award will zum Nachahmen anregen

Der European Greenways Award wurde im Jahr 2003 ins Leben gerufen und wird seitdem alle zwei Jahre verliehen. Er zeichnet grüne Wege – eben Greenways – aus, die sich unter anderem durch ihre Qualität hervortun. Ein erklärtes Ziel der Auszeichnung ist es zudem, andere Destinationen in ganz Europa mithilfe von Best-Practice-Beispielen zur Nachahmung auf anderen grünen Wegen anzuregen und sie bei der Umsetzung zu unterstützen.

Das „radrevier.ruhr“ war in der Kategorie „Excellence awards“ nominiert, so die Mitteilung der Ruhr Tourismus GmbH (RTG). In dieser Kategorie werden die ersten drei Plätze an drei beispielhafte Greenways vergeben, die in besonderer Weise die Merkmale eines Greenways auf sich vereinen und darüber hinaus spezifische Stärken aufweisen, die sie nach Meinung der Jury zu Vorbildern machen. Insgesamt wurden für die diesjährigen Awards 31 Bewerbungen aus elf Ländern eingereicht.

Mit ehemaligen Bahntrassen besonders gepunktet

„Ein klares Alleinstellungsmerkmal im radrevier.ruhr“, so die Mitteilung der Ruhr Tourismus GmbH (RTG), ist die Nutzung ehemaliger Bahntrassen als Radwege: Mehr als 230 Kilometer sind Teil des Knotenpunktsystems; 326 Radkilometer verlaufen insgesamt auf diesen ehemaligen Versorgungswegen. Auch die Verbindung von Wasserstraßen und Radwegen sei in ihrer Ausprägung einzigartig im Ruhrgebiet: 131 Kilometer Radweg verlaufen entlang von Kanälen und 440 Kilometer entlang von Flüssen. Insgesamt verlaufen zwei Drittel der Radwege im gesamten Knotenpunktsystem auf sogenannten „Greenways“. Sie bieten Radfahrenden eine sichere Umgebung fernab des Straßenverkehrs und sind aufgrund nur geringer Steigungen auch für weniger sportliche Radfahrende eine Alternative zum Kfz.

Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin Regionalverband Ruhr (RVR): „Die Radwege auf alten Bahntrassen sind fester Bestandteil grüner Infrastruktur im Ruhrgebiet und beispielhaft für Europa. Dank der nummerierten Knotenpunkte finden sich auch ausländische Gäste schnell im radrevier.ruhr zurecht. Die Auszeichnung ist Ansporn für die gesamte Region, die Grüne Infrastruktur von Parks, Halden und Radwegen weiter auszubauen.“

Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH, freut sich über den dritten Platz: „Die Bedeutung „grüner Wege“ kann man in der heutigen Zeit gar nicht hoch genug bewerten. Der Klimawandel ist in aller Munde und viele Menschen suchen nach Möglichkeiten, ihren eigenen CO2-Ausstoß zu verringern. Aufs Fahrrad umzusteigen, ist dabei eine effektive und vergleichsweise einfache Maßnahme, besonders im Ruhrgebiet. Dass man hier auf gut ausgebauten Radwegen klimafreundlich bequem von A nach B kommt, unterstreicht die Auszeichnung des radrevier.ruhr mit dem dritten Platz beim European Greenways Award.“

Platz eins ging in diesem Jahr an „From Liège (Lüttich) to Aachen by RAVel – a cross border greenway via lines 38/39“ und Platz zwei an den Waterford Greenway (Irland).

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