INWIEFERNO – Friederike Klotz stellt in Bochum aus

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Bochum – „Friederike Klotz – INWIEFERNO“ ist der Name der Ausstellung, die das Kunstmuseum Bochum vom 12. Juni bis 29. August zeigt. Zu sehen und zu hören sind Raum- und Soundinstallationen, Fotografie, kinetische Objekte. Eindrücke und Infos von den Ausstellungsvorbereiten gibt es auf der Facebookseite des Kunstmuseums.

„Eine Art von Experimentierlabor“

Raum- und Soundinstallationen, Fotografie, kinetische Objekte sind in der Ausstellung INWIEFERNO von Friederike Klotz zu sehen und zu hören - Foto Markus Schneider

Raum- und Soundinstallationen, Fotografie, kinetische Objekte sind in der Ausstellung INWIEFERNO von Friederike Klotz zu sehen und zu hören – Foto Markus Schneider

Die in Berlin lebende Künstlerin, so die Mitteilung der Museumsverantwortlichen, „entwirft in ihrer Ausstellung eine Art von Experimentierlabor, in dem menschliches Verhalten, die Steuerung von Gruppendynamiken, und Formen von zukünftiger Entwicklung von Stadt, Natur und Gesellschaft untersucht werden. Dreidimensionale Raum- und Wandobjekte lassen komplexe Welten entstehen, die sich durch verschiedene optische Phänomene, Verfremdungseffekte, Vergrößerungen, Miniaturisierung, Spiegelungen und Bewegung, immer wieder einer präzisen Erfassung durch die Betrachten- den entziehen. Ihre Arbeiten führen uns ein durchaus beklemmendes Universum im Miniaturformat vor Augen, in dem anonyme, ihrer Individualität entledigte Figuren von unsichtbarer Hand gesteuert erscheinen. Aus einfachsten Materialien, häufig alltägliche Plastikverpackungen und Fundstücke, entwickelt Friederike Klotz vielschichtige Anschauungsmodelle, die durchaus das Potenzial besitzen, aktuelle Fragen nach dem Zustand einer total kontrollierten und durch elektronische Systeme überwachten Gesellschaft zu provozieren.“

Sandra Dichtl aus dem Museum Brandhorst, schreibt über die Künstlerin: „In den Werken von Friederike Klotz spielen gesellschaftlichen Zukunftsvisionen eine große Rolle. Sie fängt diese Ideen in den unterschiedlichsten Medien ein: In geschichteten Zeich- nungen, Klangbasierten oder kybernetischen Skulpturen. Frühere transparente Objekte sind zugleich Innen- und Außenräume und stellten damit Fragen nach der gegenseitigen Durch- dringung des Privaten und des Öffentlichen. Ihre Objekte beschäftigen sich darüber hinaus mit dem System der Disziplinierung durch ständige gegenseitige Beobachtung. In ihren Arbeiten wird der Betrachter zum Mitwisser und Mitspieler. Friederike Klotz regt dadurch zum Nachdenken über Identität und die Verortung des eigenen Selbst im Kollektiven an.“

Online anmelden zum Museumsbesuch – Eintritt frei

Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 10 bis17 Uhr geöffnet, Mittwochs bis 20 Uhr. Zurzeit ist es noch erforderlich, ein Zeitfenster zu buchen. Das ist online auf der Webseite des Kunstmuseums möglich. Es wird ein halbstündiges Einlassfenster gebucht, die Aufenthaltsdauer im Museum ist nicht beschränkt. Ein Corona-Schnelltest, so die Information aus dem Kunstmuseum, wird aktuell nicht benötigt. Zur Kontaktverfolgung können entweder auf der ausgedruckten Bestätigungsmail die Daten eingetragen oder aber ein Formular an der Museumspforte ausgefüllt werden. Ebenso ist das Einchecken über die Recover-App möglich. Dazu erläutert das Kunstmuseum auf seiner Facebookseite: „Keine App auf’s Handy laden – einfach nur den Barcode am Eingang scannen und die erforderlichen Angaben machen, die datenschutzkonform abgelegt werden.“ Zu den aktuellen Eintrittspreisen heißt es: „Der Eintritt ist zurzeit noch frei“  – wegen des letztjährigen Jubiläumsjahres, in dem das Kunstmuseum oft geschlossen hatte.

Bei der Ausstellung, so die Mitteilung aus dem Kunstmuseum Bochum, werden Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt: „Für die Unterstützung des Projektes, das sich auch mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinandersetzt, konnten wir den Umweltservice Bochum gewinnen.“

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