Sauerland-Museum: 43000 Jahre altes Mammut

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Arnsberg/Hochsauerlandkreis – Das Sauerland-Museum öffnet zum langen Pfingstwochenende. Die aktuelle Sonderausstellung „Eiszeit – Leben im Extrem“ – mit dem „Ahlener Mammut“ – wird mindestens bis zum 4. Juli verlängert, so die Mitteilung aus Arnsberg.

Wollhaarmammut mit Kalb – Foto Kaleidoskop Design

Die Sonderausstellung richtet sich besonders an Familien mit Kindern. Eine Reise in die kalte Vergangenheit wird geboten – in die Zeit vor über 20.000 Jahren. Highlight der Ausstellung ist das 43.000 Jahre alte, nahezu komplette Skelett des sogenannten „Ahlener Mammut“. Es hat eine stattliche Größe von 5,50 Metern Länge und 3,25 Metern Höhe. 2020 unternahm es einen etwas längeren Ausflug. Vom Geomuseum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster machte es sich auf den Weg nach Arnsberg. Dort wollte es, quasi Aug‘ in Aug‘, mit den Gästen ein wenig über vergangenen Klimawandel sinnieren. Doch dann kamen die Lockdowns. Das Sauerlandmuseum musste seine Pforten schließen. Einfach nur rumstehen stand beim „Ahlener Mammut“ seitdem für viele Wochen auf der To-Do-Liste. Ab Pfingsten soll sich das ändern.

Mit Voranmeldung und Zeitticket

Zurzeit sind Museumsbesuche nur mit Voranmeldung (Zeitticket) möglich. Die Zeittickets können online auf der Homepage des Museums reserviert werden: www.sauerland-museum.de
Das Sauerland-Museum hat zu folgenden Zeiten geöffnet: Pfingstmontag 10 bis 18 Uhr, Dienstag 9 bis 18 Uhr, Mittwoch bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Samstag 14 bis 18 Uhr, Sonn- und Feiertag 10 bis 18 Uhr. Das Museumsteam ist telefonisch unter 02931 94-4444 sowie per E-Mail unter sauerlandmuseum@hochsauerlandkreis.de zu erreichen.

Hintergrund zum Ahlener Mammut

Das „Ahlener Mammutskelett“ ist über 43.000 Jahre alt – Foto: Kaleidoskop Design

Die 18.000 Jahre alten Skelettteile des Mammuts wurden im Juni 1910 bei Grabungen in einer Tongrube der Stanz- und Emailierwerke der Gebrüder Seiler in Ahlen (Westfalen) gefunden, so die Information im Münster-Wiki. Im Wiki heißt es weiter: „Prof. Dr. Theodor Wegner (*1880, †1935), damaliger Privatdozent am Geologisch-Paläontologischen Institut (GPI) der Universität Münster, leitete die Ausgrabung, stellte den Fund sicher und überführte ihn in das GPI, wo es montiert und aufgestellt wurde. Das aus etwa 220 Knochen bestehende Knochengerüst wiegt um die 500 kg und besitzt eine Länge von 5,50 m und eine Höhe von 3,20 m. Letzteres entspricht mit einer durchschnittlichen Widerristhöhe von 2,80 m bis 3,75 m durchaus der Norm….Was den Fund des Münster-Mammuts so einmalig macht, ist die annähernde Vollständigkeit des Skeletts. Das gesamte Knochengerüst stammt nachweislich von ein- und demselben Tier, wohingegen andere Exponate üblicherweise aus den Skeletten mehrerer Tiere zusammengesetzt werden. Nahezu zeitgleich wurden um 1910 noch zwei weitere vollständige Mammutskelette gefunden. Beide Skelette wurden jedoch während des Zweiten Weltkrieges entweder gänzlich zerstört (Borna in Sachsen; Fund: 1908/1909) oder haben soweit gelitten, dass sie nicht wieder aufgeteilt wurden (Steinheim an der Murr in Baden-Württemberg; Fund: 1910). Somit ist das Münster-Mammut das deutschlandweit letzte, vollständig erhaltene Mammutskelett.“

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