Der Bürgerpreis Münster geht an die „Krisenhilfe“

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Die Stiftung Bürger für Münster hat gestern unter dem Motto „Bürger machen Zukunft“ ihren alljährlichen Bürgerpreis verliehen. Der Hauptpreisträger war die „Krisenhilfe Münster“. Der Verein für Krisenbegleitung und Suizidprophylaxe erhielt die Auszeichnung in Gold.

Die “Krisenhilfe Münster” war der Gold-Preisträger – Foto: Joachim Busch

Ein launiger Abend mit Moderation von Caroline von Lengerke und Johanna Buschkühl sowie viel Musik bildete den würdigen Rahmen für dieses besondere Fest, das zugleich den Höhepunkt des Stiftungsjahres darstellt. Zum 15. Mal wurden am Donnerstagabend ehrenamtliche Gruppen und Initiativen in der Stadt Münster ausgezeichnet und bekamen die öffentliche Aufmerksamkeit, die sie durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit mehr als verdienen. Diesmal stand die Auszeichnung unter dem Titel „Bürgerengagement für Gesundheit“.

Mit ihrer kurzweiligen und launigen Moderation führten Johanna Buschkühl (li) und Caroline von Lengerke durch den Abend – Foto: Joachim Busch

Der Bürgerpreis der „Stiftung Bürger für Münster“ wird regelmäßig verliehen, um damit das Ehrenamt in der Stadt zu würdigen und Werbung für weitere Ehrenamtliche zu machen. In ihrem Grußwort hob die Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für die Stadt und ihre Bürger hervor. Ohne den selbstlosen Einsatz von Menschen für Menschen könne man sich das Leben in dieser Stadt kaum mehr vorstellen.

Der Rathausfestsaal war zur Preisverleihung gut besucht – Foto: Joachim Busch

An der Ausschreibung zum Bürgerpreis hatten sich 27 Gruppen, Initiativen und Projekte beteiligt, sieben kamen in die engere Auswahl. Eine hochkarätig besetzte Jury hatte die Aufgabe, die Preisträger auszuwählen. Vier Initiativen wurden gestern Abend mit dem begehrten Bürgerpreis ausgezeichnet.

Den zweiten Preis bekamen die jungen Leute vom „eve&rave“ – Foto: Joachim Busch

Die Jury, der unter anderem die ehemalige NRW-Gesundheitsministerin und heutige Leiterin der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse, Barbara Steffens, angehörte, hatte genau jene Bewerbungen ausgewählt, die das breite Spektrum von Bürgerengagement für Gesundheit und Krankheit besonders gut repräsentieren. „Sie alle hätten den Preis verdient“, rief der Bürgerpreis-Projekt-Leiter Dieter Kemmerling von der Organisation „no panic for organic“ den vielen anwesenden Gruppen und Initiativen zu.

Die Bronze-Medaille bekam die Münsteraner Hospizbewegung – Foto: Joachim Busch

Gewinner des 15. Bürgerpreises „Bürger machen Zukunft“ der Stiftung Bürger für Münster ist die „Krisenhilfe“. Der Verein erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Bürgerpreis in Gold. „Die Krisenhilfe ist ein Verein zur Suizidprophylaxe und Krisenbegleitung und wurde von Menschen gegründet, die in der Telefonseelsorge aktiv waren, aber erkannt haben, dass für manche Menschen in extremen Krisen eine telefonische Beratung nicht ausreicht und diese statt dessen eine schnelle, niedrigschwellige, unbürokratische Hilfe von Mensch zu Mensch brauchen“, heißt es in der Begründung der Jury.

Der Jungend-Preis ging an das Projekt „FUNino – Straßenfußball ohne Beton und Asphalt“ – Foto: Joachim Busch

Der mit 2.000 Euro dotierte Silberpreis geht an das Projekt „eve&rave“. Diesem in der Partyszene gut vernetzten Projekt gelinge es junge Menschen anzusprechen und zu beraten, die bereits Drogen konsumieren oder dafür anfällig sind, so die Begründung der Jury. Die ehrenamtlichen Berater seien meist selbst an elektronischer Musik interessiert und hätten dadurch einen guten Zugang zur „Szene“. Die jungen Leute freuten sich ganz offensichtlich über ihre Auszeichnung sehr.

Den Bürgerpreis in Bronze bekam die Münsteraner Hospizbewegung. Seit über seit fast 30 Jahren engagiert sich diese Gruppe für die Begleitung sterbender und trauernder Menschen.

Viel Spaß brachte der Auftritt der JEKISS-Kinder – Foto: Joachim Busch

Den Bürgerstiftung-Jugendpreis erhielt der Sportverein DJK Borussia 07 für sein Projekt „FUNino – Straßenfußball ohne Beton und Asphalt“. Die Jury lobte vor allem das Engagement junger Sportlerinnen und Sportler, die Kinder und Jugendliche in beispielhafter Weise von ihren Spielkonsolen auf den Sportplatz zu Sport und Spiel bringen würden.

Eingeleitet wurde der Abend durch einen fulminanten Gesangs-Auftritt der sog „Jekiss“-Kinder („Jedem Kind eine Stimme“), der das Publikum begeisterte. Nachdem die Gruppe die „Dandys“ den angekündigten Auftritt wegen einer Erkrankung absagen mussten, sprang Moderatorin Caroline von Lengerke ein und spielte einige mitreißende Jazz-Stücke auf dem Flügel.

Hinter der Bürgerpreis-Verleihung stehen engagierte Sponsoren wie die Firma Dermasence, Fiducia & GAD, Jentschura sowie die Stadtwerke Münster, die dem Fest einen würdigen Rahmen boten.

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