Klostermarkt Dalheim – einfach gut

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Lichtenau – Wenn Schwester Andrea ihren Weinkeller öffnet, Pater Werner am Grill steht und Pater Gerhard sein Kräuterwissen teilt, dann ist im Kloster Dalheim, heute Stiftung Kloster Dalheim, LWL-Landesmuseum für Klosterkultur, wieder Zeit für Europas größten Klostermarkt.

Klostermarkt Dalheim

Markttreiben auf dem Gelände von Kloster Dalheim – Foto: LWL/Johanna Pietsch

Dalheim ist ein ehemaliges Augustiner-Chorherrenstift bei Lichtenau im Kreis Paderborn. Im 15. Jahrhundert gegründet und im Barock prachtvoll erweitert, wurde die fast vollständig erhaltene Klosteranlage nach der Säkularisation (1803) als Gutshof genutzt. Seit 2007 beherbergt das ehemalige Kloster die Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur, eines der 18 Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). In seinen neu gestalteten Ausstellungsräumen präsentiert das Museum Dauer- und Sonderausstellungen zur klösterlichen Kulturgeschichte. Zum Museum gehören neben der spätgotischen Klosterkirche und der Klausur das 7,5 Hektar große Außengelände mit barockem Wirtschaftshof, Mühle, Schmiede und Stellmacherei sowie die wiederhergestellten Klostergärten und eine eigene Brauerei innerhalb des heutigen Klosterwirtshauses.

Kloster Dalheim

Süße Sachen und göttliche Genüsse – Foto: LWL/Alexandra Buterus

Anhand archäologischer Ausgrabungen und der sogenannten Schonlau-Vedute (nach 1737), eines detaillierten und sehr realitätsnahen Gemäldes der barocken Klosteranlage, konnte das Erscheinungsbild der historischen Gärten auf einer Fläche von 2 Hektar rekonstruiert werden. Nach einer behutsamen Neuinterpretation der ehemals barocken Klostergärten sind sie nun wieder eine der Hauptattraktionen der Museumsanlage und vermitteln einen nachhaltigen Eindruck von der Gartengeschichte des Klosters Dalheim und der Bedeutung von Klostergärten im Allgemeinen.

Herzstücke der repräsentativen Anlage sind die Gärten des Konvents (eröffnet im Jahr 2006, erweitert 2010) und des Priors (eröffnet 2010) mit dem Großen Gartenhaus (Orangerie) und dem Kleinen Gartenhaus, seit 1846 Standort der Schlaguhr der Domäne. Zahlreiche Beete zeigen, welche Pflanzen von jeher in Klostergärten kultiviert wurden und informieren über ihre Bedeutung als Heil-, Nutz- oder Symbolpflanzen. Zu den weiteren Gärten des Klosters Dalheim gehörte ein Kräutergarten in der Nähe des früheren Klosterhospitals. Der im Jahr 2002 angelegte Heilkräutergarten neben dem Geflügelhaus spiegelt den Kenntnisstand der Klostermedizin im Barock wider. Mit dem sogenannten Meiereigarten besaß die Anlage zudem eine weitere wichtige Anbaufläche.

Am 25. und 26. August, kommen Ordensschwestern und -brüder aus 40 Abteien, Stiften und Klöstern in Österreich, Tschechien, Weißrussland und dem gesamten Bundesgebiet nach Dalheim, um auf dem weitläufigen Klostergelände ihre Waren anzubieten. Das Angebot ist ebenso vielfältig wie die vertretenen Ordensgemeinschaften. Ganz in der Tradition der Klöster stehen ihre Erzeugnisse für achtsame Herstellung, außergewöhnliche Qualität, Reinheit und Naturnähe.

Gute handgemachte Sachen auf dem Klostermarkt in Dalheim – Foto: LWL/Alexandra Buterus

 

Stiftung Kloster Dalheim, LWL-Landesmuseum für Klosterkultur, Am Kloster 9, 33165 Lichtenau-Dalheim, Telefon 05292 – 93190, www.lwl.org/LWL/Kultur/kloster-dalheim

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