Neu oder gebraucht? Qual der Wahl beim Autokauf

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Der Lack ist kratzerfrei und auf Hochglanz poliert, der Motor schnurrt wie ein Kätzchen und der Wagen liegt gut in den Kurven – wohl fast jeder Autokäufer träumt von einem Neuwagen. Jedoch hat auch ein Gebrauchtwagen seine Vorzüge. Ob ein Neu-, ein Gebrauchtwagen oder eine Inzahlungnahme beim Händler mehr Einsparpotenzial bietet, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

Vorteile eines Neuwagens

Alleine der Geruch und die Optik eines Neuwagens wirken oft verführerisch – wenn der Kaufinteressent nicht gerade ein Liebhaber von Oldtimern ist. Und spätestens seit dem Abgas-Skandal um Diesel-Fahrzeuge gehen Verbraucher öfter auf Nummer sicher. Denn im Regelfall produziert jedes neuere Auto weniger gesundheitsschädliche Stickoxide und Kohlenwasserstoffe als ein älteres. Gerade wer einen Kleinwagen kaufen will, sollte sich für ein neues Fahrzeug entscheiden: Mit einem großen Gebrauchten fährt es sich zwar deutlich billiger als mit einem großen Neuwagen, aber immer teurer als mit einem kleinen Wagen, den der Fahrer für das gleiche Geld bekommen hätte. Um beim Händler vor Ort den bestmöglichen Preis zu erzielen, ist Geduld, eine gute Vorbereitung und eine clevere Strategie gefragt. Wer online einen Pkw kauft, kann bei Vermittlungsportalen nicht nur Leasing oder eine Finanzierung über Raten vereinbaren, sondern bis zu 20 Prozent sparen. Ausländische und Auslaufmodelle finden sich hier sogar bis zu 40 Prozent günstiger.

Vorzüge eines Gebrauchtwagens

Der größte Vorteil eines Gebrauchtwagens liegt klar auf der Hand: der Preis. Interessenten sollten sich jedoch nicht von allzu günstigen Angeboten blenden lassen. Sowohl beim persönlichen Kontakt mit dem Verkäufer als auch bei der Suche im Internet gilt es zwingend, einen zweiten Blick zu riskieren. Denn der äußere Eindruck täuscht selbst Experten, wenn der Verkäufer Fahrzeugmängel geschickt vertuscht. Der ADAC hat für Verbraucher, die einen Gebrauchten erwerben wollen, daher online eine Checkliste als PDF zur Verfügung gestellt, mit der sich der tatsächliche Zustand des Fahrzeugs besser einschätzen lässt. Wer online auf Schnäppchenjagd geht, sollte darüber hinaus gegen die Tricks der Betrüger gewappnet sein.

Inzahlungnahme: Ein lukrativer Deal?

Viele Händler bieten ihren Kunden an, beim Erwerb eines neuen Autos das gebrauchte in Zahlung zu nehmen und den Verkaufswert mit dem Wert des Neuwagens zu verrechnen. Die Vorteile: Der Händler übernimmt oft sämtliche Formalitäten, sodass der Käufer im Handumdrehen und ohne jeglichen Aufwand seinen alten Wagen los ist. Allerdings lohnt sich die Inzahlungnahme eines Autos nicht in jedem Fall. Denn um beim Weiterverkauf noch einen guten Preis für das Gebrauchtfahrzeug zu erhalten, holt der Händler sich die Kosten für diesen Aufwand an anderer Stelle wieder herein. Den vermeintlichen Gewinn, den der Käufer beim Gebrauchtwagen macht, schluckt der Neuwagenkauf so oft gleich wieder. Eine Inzahlungnahme rentiert sich für den Besitzer nur, wenn sein altes Fahrzeug nur noch wenig wert ist, er es schnell loswerden will und sich die Suche nach einem Käufer als schwierig gestaltet. Wer überlegt, seinen Gebrauchten beim Händler in Zahlung zu geben, der sollte es daher am besten vorher professionell bewerten lassen.

Ob neu oder gebraucht, online oder persönlich – vier Augen sehen mehr als zwei. Eine weitere Person zur Entscheidung hinzuzuziehen, ist daher in jedem Fall ratsam.

Bildrechte: Flickr buy a balloon, get a car frankieleon CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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