„Präzise Gefühle“ am Hellweg

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Arnsberg – Vergangenen Samstag, am 13. Februar, feierte im Arnsberger Kloster Wedinghausen die Ausstellung „Präzise Gefühle – Werke aus der Sammlung Schroth“ Eröffnung. Die Ausstellung, die bis zum 10. April läuft, zeigt als fünfte und letzte Station des Ausstellungsprojektes „Hellweg Konkret“ konkret-konstruktive Arbeiten von regional wirkenden Künstlern in Gegenüberstellung mit Arbeiten aus der internationalen Gegenwartskunst.

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Kunstsammler Carl-Jürgen Schroth bei der Eröffnung der Ausstellung „Präzise Gefühle“ im Kloster Wedinghausen in Arnsberg – Foto: Westfalium

In Arnsberg zu sehen sind neben Werken der Hellweg-Konkret-Künstler K.G. Schmidt, Carlernst Kürsten, Gerhard Weber, Erich Lütkenhaus und Gordon F. Turner Arbeiten von Douglas Allsop, Daniel Buren, Hartmut Böhm, Spencer Finch, Frank Gerritz, Imi Knoebel, Vera Molnár, François Morellet, Aurélie Nemours, Yves Popet, Anton Quiring, Ulrich Rückriem, Klaus Staudt und Joan Witek. Dass die letzte Ausstellung der Reihe „Hellweg Konkret“ ausgerechnet in Arnsberg stattfinde, sei kein Zufall, erklärt Carl-Jürgen Schroth. Nicht nur ist Arnsberg seine Geburtsstadt, in der der passionierte Kunstsammler jahrzehntelang als Unternehmer tätig war, auch „fand hier im Kloster Wedinghausen schließlich unsere erste Ausstellung zur konkreten Kunst im Jahr 2012 statt.“

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Spiel mit Licht und Schatten: Die Installation „Cadre Décadré“ des französischen Künstlers Daniel Buren – Foto: Westfalium

Die doch recht beengten räumlichen Verhältnisse im Arnsberger Kloster Wedinghausen stellten die Ausstellungsmacher zwar vor so manche Herausforderung, dennoch seien die alten Gemäuer genau der richtige Ort, um solch moderne Kunst zu zeigen: „Für den Schwerpunkt dieser Ausstellung ist dieser intime Rahmen genau richtig“, findet Carl-Jürgen Schroth. Ob sich die strengen geometrischen Formen nicht widersprechen mit dem Ausdruck von Gefühlen? „Keinesfalls“, so Schroth eindeutig. „Die Formen und Farben der Arbeiten lösen in jedem Betrachter eine individuelle emotionale Reaktion aus. Im Gegensatz zur figurativen Kunst lässt die konkrete Kunst sehr viel mehr Raum für Interpretation.“

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Arbeitet mit Materialien aus der Industrie: „Randstand“ von Hartmut Böhm – Foto: Westfalium

Bereits bei der Ausstellungseröffnung deutete Schroth an, dass das Projekt „Hellweg Konkret“ nach Stationen in Soest, Unna, Hamm und Ahlen in Arnsberg nun lediglich ihr vorläufiges Ende gefunden habe. Auch in Zukunft werde es am Hellweg konkrete Kunst zu sehen geben. Der Sammler verrät, dass bereits Planungen für eine dauerhafte Ausstellung im Soester Wilhelm-Morgner-Haus laufen.

Zur Ausstellung „Präzise Gefühle“ erscheint ein Katalog im Kettler-Verlag mit Abbildungen aus der Sammlung Schroth und Textbeiträgen von Dr. Erich Franz, ehemals stellvertretender Direktor des Westfälischen Landesmuseums Münster, der die Ausstellung in Ahlen kuratierte, von Prof. Dr. Matthias Bleyl, Weißensee-Kunsthochschule Berlin und von Burkhard Leismann, künstlerischer Direktor Kunstmuseum Ahlen. Außerdem gibt es ein Rahmenprogramm mit Führungen, die die Kunst zum Beispiel in Dialog zur Musik oder Literatur stellen, und mit einem Kreativworkshop für Kinder.

„Präzise Gefühle. Werke aus der Sammlung Schroth – Hellweg Konkret und die internationale Gegenwartskunst, Teil 2“, 14.2.–10.4.2016, Kloster Wedinghausen, Klosterstr. 1-11, 59821 Armsberg, Öffnungszeiten Mi, Sa, So. 14:00-18:00 Uhr,
Tel. 02931/4055, www.hellweg-konkret.de/arnsberg

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