Münster: Jane Goodall spricht über ihre Arbeit

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Westfalen – Sie gehört zu den beeindruckendsten Menschen, die es auf unserem Planeten gibt. Dr. Jane Goodall: Die Primatenforscherin, Umweltaktivistin, UN‐Friedensbotschafterin ist die wohl bekannteste Wissenschaftlerin unserer Zeit.

Jane Goodall spricht am 10. Juni  in Münster über ihre Arbeit

Jane Goodall berichtet am 10. Juni in Münster über ihre Arbeit

Am 10. Juni kommt Jane Godall einmal wieder nach Münster, um mit den Menschen über ihre beeindruckende Arbeit zu sprechen. Sie wird auf zwei Veranstaltungen auftreten: Nachmittags – vornehmlich vor Jugendlichen – in der Jovel Music Hall und Abends bei den Stadtwerken Münster. Veranstalter ist das Münstersche Unternehmen Villageboom GmbH.

Porträt von Jane Goodall: Das hyperrealistische Gemälde des deutschen Malerr Gerd Bannuscher wird eigens für die Veranstaltung ausgeliehen. Es ist zur Zeit in der Ausstellungt "Neue Meister" in der RUDIFREDLINKEGALERIE in Wolbeck zu sehen. - Foto: RUDIFREDLINKEGALERIE

Porträt von Jane Goodall: Das hyperrealistische Gemälde des deutschen Malers Gerd Bannuscher wird eigens für die Veranstaltung ausgeliehen. Es ist zur Zeit in der Ausstellung “Neue Meister” in der RUDIFREDLINKEGALERIE in Wolbeck zu sehen. – Foto: RUDIFREDLINKEGALERIE

Die Erkenntnise von Jane Goodall revolutionierten das Bild des Menschen von sich selbst. Die Ergebnisse ihrer Doktorarbeit über das Familien‐ und Sozialverhalten der Schimpansen widerlegten sowohl die vorherrschende Meinung in der Wissenschaft, dass nur Menschen Werkzeuge benutzen und herstellen können, als auch die Annahme, dass Schimpansen Vegetarier seien. Jane Goodall konnte nachweisen, dass Schimpansen wie wir Menschen auch, von Gefühlen und Emotionen gesteuert werden und, dass sie sogar in der Lage sind, Kriege zu führen.

In den USA gründete die Forscherin 1977 das “Jane Goodall Institute for Wildlife Research, Education and Conservation”, um den Schutz der Schimpansen in Tansania, sowie ihre Forschungstätigkeiten finanziell und organisatorisch auf ein solides Fundament zu stellen.

Gerd Bannuscher ist von der Wissenschaftlerin Jane Goodall begeistert: Auch dieses Porträt wird derzeit in der RUDIFREDLINKEGALERIE in Wolbeck gezeigt. Foto: RUDIFREDLINKEGALERIE

Gerd Bannuscher ist von der Wissenschaftlerin Jane Goodall und ihrem Engagement begeistert: Sein Gemälde wird derzeit in der RUDIFREDLINKEGALERIE in Wolbeck gezeigt. Foto: RUDIFREDLINKEGALERIE

Mittlerweile ist das Institut in 27 Ländern weltweit vertreten, seit Herbst 2010 auch wieder in Deutschland, (München). 1986 zog sich Goodall aus der Feldforschung zurück und begann, für die Rettung der mittlerweile vom Aussterben bedrohten Schimpansen und ihrer Lebensräume zu kämpfen.

Die Feldforschungen des Jane Goodall Instituts im Gombe Nationalpark gehen indes weiter. Seit Beginn der 90er Jahre setzt sie sich in zunehmendem Maße für nachhaltige Entwicklung und für die Verbesserung der Lebensbedingungen für die Menschen vor Ort (community based conservation) ein und hält weltweit Vorträge in ihrer Rolle als Umweltaktivistin und UN-Friedensbotschafterin.

Des Weiteren engagiert sich Jane Goodall für Umwelt- und Sozialprojekte mit Kindern und Jugendlichen, wofür sie 1991 in Tansania die Organisation “Roots & Shoots” ins Leben rief. „Roots & Shoots“ (Wurzeln und Sprossen) ist mittlerweile in über 130 Ländern mit Gruppen aktiv, die sich für Menschen, Tiere und die Umwelt engagieren.

„Roots & Shoots“ verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche zu motivieren, mehr über Probleme und Herausforderungen in ihrer Umgebung in Erfahrung zu bringen und nach ihren Möglichkeiten zu deren Lösung beizutragen. Das Institut unterstützt die jungen Menschen dabei, ihre eigenen Projekte zu initiieren und durchzuführen.

Durch das aktive internationale Netzwerk des „Roots & Shoots“-Programms besteht die Möglichkeit, Verständnis und Verständigung zwischen unterschiedlichen Kulturen, Ländern und sozialen Gruppen zu fördern. Seit der Neu‐Gründung des Jane Goodall Instituts Deutschland im August 2010 entstehen auch im Bundesgebiet immer mehr „Roots & Shoots“‐Gruppen.

Jane Goodall regt zum Nachdenken und Handeln an. Sie ruft zu individuellem Engagement auf und ermutigt zu eigenem Handeln. Dr. Goodall ist über 300 Tage im Jahr auf Reisen, die übrige Zeit lebt sie in Bournemouth, Südengland.

Jane Goodall und ihrem Team in Münster liegt es am Herzen, auch die Menschen zu erreichen, für die das Ticket am Abend nicht ohne Weiteres erschwinglich ist. Darum wird es am Mittag ein kurzes, etwa 30 minütiges  Impuls-Meeting in der Jovel Music Hall geben. Jane Goodall fühlt sich den jungen Menschen besonders verbunden;  denn sie sind es, die die Welt von Morgen gestalten.

Nach entsprechendem Warm – Up mit Shary Reeves, wird Shary das Meeting begleiten und moderieren. Jane Goodall wird ihre Arbeit, ihre laufenden Projekte und ihr Herzensprojekt „Roots & Shoots“, ein globales, humanitäres und ökologisches Jugendprogramm, nahe bringen. Eine kurze, impulsive und sehr emotionale Begegnung. Jane Goodall spricht ein ausgesprochen gut verständliches Englisch. Die Moderation erfolgt in deutscher Sprache.

Seit 2012 setzt Villageboom gemeinsam mit den Jane Goodall Instituten Deutschland und Tansania das Projekt „Solarleuchten für Tansania“ um.

Veranstalter: VILLAGEBOOM GMBH / Technologiehof  / Mendelstrasse 11 / 48149 Münster

Telefon 0251 – 9802620

www.villageboom.com


 

 


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Kommentare

  1. Ich war gestern abend dort. Absolut enttäuschend und wurde der großen Frau nicht gerecht. 3/4 der Zeit gab es eintönige Musik, dazwischen fragte eine wenig motivierte Frau Standardfragen wie man sie im Fernsehen schon x-mal gestellt hat. Folglich konnte Goodall auch nur die immer gleichen uralten Geschichten erzählen, die man aus Filmen und ihrer Biografie langsam auswendig kennt. Absolut nichts Neues, keinerlei persönliche Note, und das alles für geradezu unverschämte 60 Euro. Hoffentlich kommt wenigstens ein kleiner Teil davon bei ihren Projekten an – Infos über den Anteil erhält man nicht! Eine peinliche Veranstaltung.

    • Als Veranstalter tut es mir sehr leid, dass Sie den Abend nicht genossen haben. Ich hatte zwar ebenfalls schon vieles von Jane Goodall gehört und gelesen, dennoch war es für mich ein besonderes Erlebnis, sie life zu erleben und ihre Ausstrahlung und Präsenz zu spüren. Die Musiker, die weltweit gefragt sind, sowie alle anderen haben auf ihre Gage weitgehend/ganz verzichtet, so dass der grösste Teil der Einnahmen als Spende für die Roots und Shoots Projekte zur Verfügung steht. Bereits im letzten Jahr waren die Einnahmen aus den Jane Goodall Veranstaltungen in Deutschland die Haupteinnahme-Quellen zur Finanzierung der wichtigen Roots und Shoots Projekte in Tanzania, die sonst hätten gestoppt werden müssen, denn die Finanzspritzen aus den USA sind aufgrund der Wirtschaftskrise dramatisch reduziert worden. Auch dieses Jahr können nun durch die beiden Jane Goodall Veranstaltungen in Münster und Berlin die Projekte in Tanzania weitergehen.

  2. Als Veranstalter tut es mir sehr leid, dass Sie den Abend nicht genossen haben. Ich hatte zwar ebenfalls schon vieles von Jane Goodall gehört und gelesen, dennoch war es für mich ein besonderes Erlebnis, sie life zu erleben und ihre Ausstrahlung und Präsenz zu spüren. Die Musiker, die weltweit gefragt sind, sowie alle anderen haben auf ihre Gage weitgehend/ganz verzichtet, so dass der grösste Teil der Einnahmen als Spende für die Roots und Shoots Projekte zur Verfügung steht. Bereits im letzten Jahr waren die Einnahmen aus den Jane Goodall Veranstaltungen in Deutschland die Haupteinnahme-Quellen zur Finanzierung der wichtigen Roots und Shoots Projekte in Tanzania, die sonst hätten gestoppt werden müssen, denn die Finanzspritzen aus den USA sind aufgrund der Wirtschaftskrise dramatisch reduziert worden. Auch dieses Jahr können nun durch die beiden Jane Goodall Veranstaltungen in Münster und Berlin die Projekte in Tanzania weitergehen.

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