Gan-Erdene Tsend: Rätselhafte Welt

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Westfalen – Seine Gemälde wissen den Betrachter zu irritieren und zu verblüffen: Der mongolische Maler Gan-Erdene Tsend hat sich mit magischen Ansichten von Spiegelungen und mit Bildern von Pferden einen Namen gemacht. Seine Gemälde sind inzwischen weit über das Münsterland und Westfalen hinaus bekannt. Vom 22. März bis zum 2. Mai zeigt die Galerie Hovestadt in Nottuln unter dem Titel „Existent oder nicht existent“ eine Retrospektive – mit teilweise ganz neuen, bislang noch nie öffentlich gezeigten Gemälden.

Gan-Erdene Tsend: Lebewohl, 2014

Gan-Erdene Tsend: Lebewohl, 2014

Die Kunst des Malers Gan-Erdene Tsend strahlt Größe und Monumentalität aus. In seinen an der Gegenständlichkeit orientierten Bildwelten steht die Begegnung der Menschen, oftmals in Begleitung von Pferden und eingebettet in die Weiten der Natur im Mittelpunkt. Stille und Harmonie bilden den Grundton seiner Bilder. Doch trotz dieser klar zu identifizierenden Motive haftet den Bildern stets etwas Rätselhaftes, ja geradezu Magisches an. Es sind die tieferliegenden, universalen Sinnschichten wie Liebe und Trennung, Krieg und Frieden oder Geburt und Tod, die sich hinter der sichtbaren Wirklichkeit verbergen. Sie erheben seine Bilder zum Spiegelbild einer verinnerlichten Erfahrungswelt.

Gan-Erdene Tsend: Insel, 2013

Gan-Erdene Tsend: Insel, 2013

Vor 12 Jahren verließ der Künstler sein Land, um in Münster eine neue Heimat zu finden. Aus diesem Anlass zeigt die Ausstellung die erste Retrospektive seiner Werke 2005 bis 2015. Neben neuen, noch nicht ausgestellten Arbeiten, werden auch seine beeindruckenden Installationen „Auf dem Rücken“ und „Kingdom of Heaven“ im Außenraum der Galerie zu sehen sein.

Gan-Erdene Tsend: Frau vor Münsters Hafen, 2015

Gan-Erdene Tsend: Frau vor Münsters Hafen, 2015

Tsend (1979 Murun/Mongolei) absolvierte zunächst ein Studium der Malerei in Ulaanbaatar, bevor er 2003 an die Kunstakademie Münster zur Professor Hermann-Josef Kuhna wechselte, der ihn 2007 zu seinem Meisterschüler ernannte. In Deutschland ist sein Werk seitdem in zahlreichen Einzelausstellungen gewürdigt und auf namhaften Messen (KIAF, Seoul, Art Copenhagen, Art.Fair Köln, Art Karlsruhe, Art Gallery & Museum Mongolei) präsentiert worden. 2006 erhielt er den Kunstpreis Junge Kunst in Herne, 2012 wurde er mit dem Kunstpreis Wesseling ausgezeichnet. 2014 verlieh ihm das Kultusministeriums der Mongolei die Auszeichnung „Bestes mongolisches Volkstalent“. Der Künstler lebt und arbeitet in Münster.

Eröffnung: 22. März 2015, 11 Uhr

Eröffnungsrede: Prof. Hermann-Josef Kuhna (Düsseldorf), ehemals Kunstakademie Münster

Galerie Hovestadt / Stockum 7 / 48301 Nottuln
Telefon 02502 – 901 89 70
www.galerie-hovestadt.de

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