Poetisch, magisch, akrobatisch: Kunst-Dünger 2014

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Westfalen – Vom 23. Juli bis 20. August dürfen sich die Besucher jeden Mittwochabend in magische Welten entführen lassen. Es wird anrührend und nachdenklich, witzig und zauberhaft, turbulent und akrobatisch, unterhaltsam und „schauerlich“: dafür sorgen die international gastierenden Theaterkünstler, jungen Akrobaten und großen Magier. Dazu gibt’s Weltmusik vom Feinsten, die selbst die Hartgesottensten zum Tanzen bringen dürfte.

NEU_Mirador_OkoLO_2_Foto Johan Vanhie

Nur eins der vielen Highlights des Hammer „Kunst-Dünger“ 2014: „OkoLO“ (Compagnie du Mirador), eine poetische und musikalische Reise auf einer Drehscheibe – Foto: Johan Vanhie

Das Programm im Überblick:

23. Juli, 20 Uhr, Marktplatz Pauluskirche:
„Sómente“ (Teatro Só)
Eine Geschichte ohne Sprache, getragen von der Poesie ihrer Bilder: Ein alter Mann läuft ohne Ziel durch die Straßen der Stadt – vergessen und ausgeschlossen vom Leben. Allein auf einer Parkbank wartet er auf eine Veränderung, darauf, dass etwas passiert, dass die Zeit vergeht. Doch er verzweifelt nicht, sondern wagt sich mutig über seine kleine Welt auf der Bank hinaus, findet so zu neuer Freude und schließt neue Freundschaften.

23. Juli, gegen 20.45 Uhr, Marktplatz Pauluskirche:
„OkoLO“ (Compagnie du Mirador)
Eine poetische und musikalische Reise auf einer Drehscheibe: Zwei Menschen treffen sich, nähern sich an, verlieren sich aus den Augen und kommen wieder zusammen. Ein Kontrabass und ein riesiges „Spinnrad“ (als akrobatisches Gerät) bestimmen den Rhythmus dieser reizvollen Annäherung. An ihnen scheinen Menschen und Situationen zu hängen, während sich die Geschicke durch die Drehscheibe in unerwartete Richtungen projizieren.

30. Juli, 20 Uhr, Marktplatz Pauluskirche:
“Sens dessus Dessous” (Collectif Malunés)
Ein explosiver und charmanter Cocktail auf Trapez, Wippe und Cyr Rad (ein Sportgerät ähnlich dem Rhönrad, allerdings nur mit einem Reifen): „Umgekrempelt“ (oder auch „auf dem Kopf stehend“) entführt die Zuschauer in eine Welt, die im wahrsten Sinne des Wortes Kopf steht. Vier unterschiedliche Charaktere – ein junges Mädchen mit südländischem Temperament und drei energiegeladene junge Männer – betreten die Bühne. Sie spielen mit- und gegeneinander, lieben Verrücktheiten und das Chaos.

6. August, 20 Uhr, Musikpavillon im Kurhausgarten:
Kubanische Rhythmen treffen melancholischen Blues der Kapverden (Cabo Cuba Jazz)
Weltmusik und Jazz sind reich an Fusionen – aber kapverdische und kubanische Musik zu verschmelzen, ist ein Novum. Die Kapverden sind melancholisch, verträumt und leben den Blues, den man dort „Morna“ nennt. Kuba, das ist pulsierendes Leben, das sich in Rumba, Salsa und jazzigen Improvisationen entlädt. Bringt man beide kreolisch geprägten Kulturen zusammen, dann entsteht Musik mit großen Höhen und Tiefen. Vergleichbar mit heißer Lava, die ins kühle Meer fließt: Da zischt es gewaltig!

13. August, 20 Uhr, Musikpavillon im Kurhausgarten:
„The Magnificent Miss Muriel (and her magician…)” (Scott & Muriel)
Eine Show ohne Worte aber wahrhaft magisch: Als Meister der Zauberkunst und großen Illusionen fasziniert das zauberhafte Duo sein Publikum und zeigt, dass Magie kein „ernstes“ Handwerk sein muss. Ein Abend mit Scott und Muriel ist ein großes Vergnügen und beste Unterhaltung für Klein und Groß mit einer geballten Ladung verblüffender Tricks, perfekten Illusionen, skurrilen Ideen und vor allem viel schrägem Humor: „slapstick magic“!

20. August 2014, 21 Uhr, Musikpavillon im Kurhausgarten:
„Nosferatu“ (N.N. Theater Neue Volksbühne Köln)
Seit seiner Erscheinung hat Bram Stokers „Dracula“ Filmemacher und Theaterleute zu immer neuen Bearbeitungen herausgefordert, so auch Friedrich Wilhelm Murnau, der 1922 mit „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ seine Interpretation auf die Leinwand brachte. Die fantastisch-unheimliche Theaterfassung des N.N. Theaters lehnt sich stark an diesen Stummfilm an: Der Zuschauer wird in ein lebendiges Kino der 1920er Jahre versetzt und erlebt hautnah (und meist in schwarz/weiß!) eine eigenwillige und in ihrer Ästhetik außergewöhnliche Aufführung. Einen besonderen Stellenwert nimmt in dieser »sprachlosen« Inszenierung die Live-Musik ein.

Weitere Informationen auf dem Internetauftritt der Stadt Hamm.  

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