Deutsches Fußballmuseum feiert Richtfest

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Westfalen – Elf Monate nach der Grundsteinlegung hat das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund heute, am 4. April, Richtfest gefeiert. An der Zeremonie nahmen neben DFB-Präsident Wolfgang Niersbach unter anderen Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau, NRW-Sportministerin Ute Schäfer und Bundestrainer Joachim Löw teil.

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Das Fußballmuseum soll auf über 7.000 Quadratmetern Fußballfans aus aller Welt begrüßen und ihnen die deutsche Fußballgeschichte in einer erlebnisorientierten und multimedialen Dauerausstellung vermitteln. Konkret heißt das, dass es nicht nur viele Exponate und Schautafeln geben wird, sondern zum Beispiel eine Sprecherkabine oder eine virtuelle Fahrt mit einem Mannschaftsbus. Dennoch lassen auch die Exponate Liebhaberherzen höher schlagen: So werden die Museumsbesucher von einem signierten Ball des Wunders von Bern begrüßt werden. Und auch Jogi Löw versprach, aus Brasilien hoffentlich nicht nur die Siegertrophäe, sondern auch noch ein weiteres Erinnerungsstück mitzubringen. Seinen blauen Glückpulli der vergangenen Weltmeisterschaft wird es nämlich auch im Fußballmuseum zu sehen geben.

NRW-Sportministerin Ute Schäfer sagte in ihrem Grußwort, dass Dortmund der perfekte Standort für ein solches Museum sei: „Hier in NRW wird Fußball geliebt und gelebt. Auch wenn der aktuelle Deutsche Meister eher aus einem südlichen Bundesland kommt, so gibt es hier in NRW viele erfolgreiche Mannschaften. Und selbst bei denen, die nicht mehr mit in der Ersten Bundesliga spielen, wie Rot-Weiß Essen, gibt es eine unglaubliche Fangemeinschaft.“ Schließlich will das Deutsche Fußballmuseum nicht nur die Geschichte des Sports erzählen, sondern auch seine Rolle in Politik, Kultur und Identitätsbildung in Fangemeinschaften beleuchten.

In ersten Halbjahr 2015 soll das Deutsche Fußballmuseum am Dortmunder Königwall eröffnet werden. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun, wie auch Oberbürgermeister Ullrich Sierau weiß: „Auf der Baustelle wurden etliche Arbeitsstunden unter Flutlicht absolviert. Das passt ja gut zum Thema Fußball und dokumentiert eindrucksvoll den großartigen Einsatz der Beteiligten.“ Der Rohbau entstand mit dem Einsatz von insgesamt 4.000 Kubikmetern Beton und 800 Tonnen Stahl. Bis zum Jahresende sollen die Dach- und Fassadenarbeiten abgeschlossen werden, parallel beginnen der Innenausbau und die technische Gebäudeausrüstung. „Das Gebäude des Deutschen Fußballmuseums fügt sich aber schon jetzt wunderbar in die Kunst- und Kulturmeile ein“, so Sierau weiter. Bislang befinden sich die Bauarbeiten im Zeit- und Kostenplan von insgesamt 36 Millionen Euro, davon 18,5 Millionen Euro Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen.

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