Wiesmann kommt unter den Hammer

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Foto: Stahlkocher/Wikimedia Commons

Vor rund einem halben Jahr ging die Botschaft durch die Presse: Wiesmann, der Hersteller für exklusive Roadster aus Dülmen, meldete am 14. August beim Amtsgericht Münster den Bankrott an. Jetzt kommt unter den Hammer, was übrig ist von der Firma mit dem Gecko-Logo.

Obgleich schon 2012 Millionenverluste gemacht worden sind, hielt das Team rund um Geschäftsführer Dr. Rolf Haferkamp an einem ehrgeizigen Plan fest, der eine weitere Expansion vorsah. In einem Gespräch mit dem zuständigen Insolvenzverwalter Dr. Norbert Küpper und dem Westfalium vor der zweiten Mitgliederversammlung Ende September beschrieb Küpper die Lage als noch „ergebnisoffen“ und den Entwicklung der Firma als besonders „abhängig von Interessenten“. Zwar wären wohl seit mehreren Wochen erste Wagen produziert worden, das Ende des Sanierungsprozesses sei aber nicht absehbar, hieß es damals. Dem Sanierungsprozess wurde schließlich im Januar dieses Jahres ein abruptes Ende gesetzt: Die Gläubigerversammlung beschloss die Betriebsstilllegung und ein Bietverfahren, unter Leitung der Hamburger Industrierat GmbH, wurde eingeleitet. Noch bis zum 5. Mai können Interessierte noch auf Warenvorräte, Kfz-Komponenten, die Werkstatteinrichtung sowie auf die Wort- und Bildmarke „Wiesmann“ bieten.

Mit seiner Insolvenz gliedert sich Wiesmann in die Reihe der gescheiterten Kleinserienhersteller ein, in der sich auch die Firmen Gumpert, Artega und auch Melkus befinden. Tragisch ist nicht nur das Verschwinden von besonderer Qualitätsarbeit in Zeiten von Massenfabrikationen, gerade für Dülmen bedeutet das Aus für Wiesmann den Verlust eines wichtigen Arbeitgebers.

 


 

 


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