Dortmund: Urban Art im Brückviertel

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Dortmund – Das Dortmunder Brückviertel ist ein lebendiges, urbanes Quartier in der City – und seit dem Sommer auch Schauplatz für „Urban Art“, also Kunst im öffentlichen Raum: Während des NRW-weiten Festivals „TransUrban“ im Sommer entstanden zwei neue große Fassadengestaltungen. Realisiert wurde das Projekt von der 44309Street//Art Gallery in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Brückstraßenquartier der Stadt Dortmund und mit freundlicher Unterstützung der Terrania AG.

Wandgestaltung als Teil des Festivals TransUrban in Dortmund von Lea Carla Diestelhorst – Foto: StreetArtGallery

Dass Wandgestaltungen nicht immer bunt sein müssen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, stellten die Künstlerin Lea Carla Diestelhorst und der Graffiti Art-Künstler MOST mit ihrer künstlerischen Umsetzung eindrucksvoll unter Beweis. Im reduzierten Farbspektrum Schwarz, Grau und Weiß überzeugen die Arbeiten in ihrer grafisch abstrakten Ästhetik. Zu sehen ist die Arbeit von MOST an der Brückstraße 33 (gegenüber dem Konzerthaus), während Lea Carla Diestelhorst, die aktuell auch im Dortmunder U ausstellt, die Fassade an der Ludwigstraße 8-10 bearbeitet hat. Weitere Arbeiten werden folgen.

Arbei von MOST in Dortmund – Foto: StreetArtGallery

Die Künstler

Lea Carla Diestelhorst hat in Essen und Hamburg Malerei studiert. Sie nutzt gerne großformatige Leinwände und gestaltet in immer neuen Variationen ihr bevorzugtes Thema: die Vertikale – mal naturnah in Form von Grashalmen oder Baumstämmen, aber durchaus auch puristisch als Pinselstrich. Die Künstlerin arbeitet nicht nur im Atelier, sondern ist auch in der Urban Art Szene verwurzelt. Lea Carla Diestelhorst ist derzeit mit ihren Arbeiten in der Ausstellung „DEW21 Kunstpreis 2017“ im Dortmunder U (6. Etage) vertreten.

MOST ist Mitbegründer der Hamburger Jukebox Cowboys (JBCB). Die Gruppe hat die klassischen Tags durch neue Elemente belebt. Man findet comicartige Figuren und originelle Muster, in denen die 1970er Jahre nachschwingen. 2015 tauschte MOST für seine erste Ausstellung die Spraydose gegen den Stift und präsentierte nahezu meditative geometrische Muster in Schwarz und Weiß.

Zum Hintergrund

TransUrban ist ein Kooperationsprojekt der sechs Partnerstädte Dortmund, Essen, Düsseldorf, Köln, Hagen und Bochum und möchte aktuelle Entwicklungen von Urban Art in NRW aufgreifen, Potenziale der regionalen Akteure bündeln, Künstler fördern und den Diskurs über Stadt stimulieren. Darüber hinaus bietet TransUrban ein vielseitiges Kunst- und Kulturprogramm an (bis 29.10.2017).

www.trans-urban.de


 

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