Nottuln: „Eva 2490“ zeigt Frauen in unserer Zeit

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Nottuln – Die Galerie Hovestadt in Nottuln zeigt ab dem 11. Sepember die Ausstellung „Eva 2490“ der Fotokünstlerin Eva Horstick-Schmitt. Die international tätige Fotokünstlerin widmet sich in ihrem Schaffen seit 2002 dem Bild der Frau. Der Titel der Ausstellung vereint Eva, die Urmutter und der Ursprung allen Lebens mit der Berechnung der Vereinten Nationen, der zufolge Frauen erst im Jahr 2490 weltweit gleichberechtigt sein werden – in Politik, Kultur, Wirtschaft, Beruf und Familie.

Fotoarbeit von

Die moderne „Eva“ als Thema – Fotoarbeit von Eva Horstick-Schmitt

Ihre Motive findet Eva Horstick-Schmitt während ihrer unzähligen Reisen durch Europa, Afrika, die USA sowie Krisen- und Kriegsgebiete; und selbstverständlich auch immer wieder vor Ort im Ruhrgebiet, wo sie aus Überzeugung lebt.

Die Ausstellung verschafft dem Betrachter einen facettenreichen Blick auf das Thema „Eva“: neben Menschenhandel und Prostitution, Macht und Krieg, nimmt sie auch Modenschauen und die Welt des Glamour in den Blick. Die Bilder zeigen Zerstörung und Hoffnung, aber auch Sehnsüchte und Wünsche einer Generation von Frauen und Mädchen – dabei stets den Blick unter die Oberfläche gerichtet. Eva ist somit nicht nur ein Name oder eine biblische Figur: Eva besitzt Universalcharakter.

Eine Arbeit aus der Manga-Serie von Eva

Eine Arbeit aus der Manga-Serie von Eva Horstick-Schmitt

Die Dortmunder Künstlerin Eva Horstick-Schmitt schloss 2002 ihre Studien an der Fachhochschule Dortmund im Bereich Kommunikationsdesign / Fotodesign mit einer Diplomarbeit über den Kosovo „Station Prizren“ ab. Einige ihrer Kosovo-Fotos wurden bei der Wanderausstellung von Terre des Femmes in 85 Städten gezeigt. Ihre Arbeiten fanden Aufnahme  in renommierten Magazinen wie FOCUS, die ZEIT, Clique Kanada, NY Welltone Music, Extract London, Unicum.

Bereits vor ihrem Studium bestimmten Kamera, Choreographie und Inszenierung ihre Tätigkeit: Sie organisierte Modenschauen als Showtheater . Die Fotografie war begleitendes Medium ihrer Projekte . Auch aus dieser Zeit gelangten ihre Fotos in renommierte Magazine wie FOCUS, die ZEIT, Clique Kanada, NY Welltone Music, Extract London, Unicum und einige mehr.

Eine Arbeit aus der Werkserie "Alone" der Fotokünstlerin Eva Horstick-Schmitt - Fotos: Eva Horstick-Schmitt

Eine Arbeit aus der Werkserie „Alone“ der Fotokünstlerin Eva Horstick-Schmitt – Fotos: Eva Horstick-Schmitt

Ihre Themen findet sie buchstäblich auf der Straße oder in der direkten Nachbarschaft. Immer wieder geht es dabei um Frauen und ihren Alltag, aber auch um gesellschaftspolitische Probleme. Menschenhandel, Gewalt, Prostitution, Ohnmacht und Macht versucht sie mit den ihr eigenen künstlerischen Möglichkeiten in Bildern zu erfassen und damit zu einem Gegenstand öffentlicher Wahrnehmung zu machen. Auch der Blick hinter die Kulissen von Mode, Design und anderen Glitter- und Glamour-Welten reizen sie nach wie vor.

Dabei ist ihr wichtig, nicht einfach Situationen festzuhalten und Bilder zu konstruieren. Sie möchte vor allem mit Respekt in Seelen eintauchen, mit Tiefe und Nachhaltigkeit den von ihr gewählten Sujets nachspüren. Menschen im Krieg oder in Gewaltsituationen erleiden körperliche wie seelische Schäden. Dies zu zeigen, ohne sie ihrer Würde zu berauben, ist ihre Intention.

Anregungen für ihre Arbeiten erhielt sie durch Aufenthalte in Südafrika, Moskau, dem Kosovo, Paris, Prag, Berlin, New York und immer wieder vor Ort im Ruhrgebiet. Entstanden sind daraus Fotoserien, die in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zu sehen waren. Zu ihren Projekten gehörten u.a. die Installationen mit Schaufensterpuppen 2006 aus Anlass der Fußball-Weltmeisterschaft unter dem Motto „Die Welt zu Gast bei Freundinnen“ sowie Fotoserien zu Themen  wie „Das Revier ist weiblich“, „Schräge Blicke“, „Urban“, „Porträts für den Frieden“  und das Projekt 7. Himmel komm, eine Arbeit zum Thema behinderte Frauen und deren Wünsche.

Thema wie z.B. das Projekt „Photo meets Manga“ 2005-2012 fanden ebenso grossen Anklang im Deutschen Haus von NYC 2009, wie ihr Projekt „2490“ im jüdischen Center von Manhatten (2008) mit Dr. Brooke Bryant aus NYC, wo das Thema Menschenhandel und Zwangsprostitution mit Vorträgen und einer Ausstellung begleitet wurde. Eva präsentierte dort 40 SW Fotografien aus dem Kosovo.

Auch und besonders der Blick hinter die Kulissen von Mode, Design und anderen Glitzerwelten gefällt Eva Horstick-Schmitt. Backstage sozusagen, nicht im Rampenlicht, sondern entgegen den Dingen, die auf den ersten Blick offensichtlich scheinen, aber ohne Inhalt sind.

Eva symbolisiert den Ursprung allen Lebens. Eva als Urmutter.

Eva Horstick-Schmitt ist immer auf der Suche nach dem Unsichtbaren, nach einer Stimmung, einer Vision. Nach dem, was sich hinter der Fassade verbirgt. Was in Eva ist, was unter ihrer Haut steckt.

Sie bricht die Oberfläche der Menschen auf und stösst auf den Kern der Dinge. Das Ausschalten von Raum und Zeit erzeugen eine oftmals surreale Sphäre zwischen Realität und Raum.

Dabei immer wieder im Blick der Künstlerin: die Frau in unserer Gesellschaft, doch weit über die Grenzen Deutschlands hinaus: Eva als Universalcharakter.  So stellt sie die Aussenwelt immer wieder in Kontext zu ihrem Blick in die Seele von Menschen. „Eva 2490“ als Innenarbeit, die sie ihrem Publikum präsentiert.

Geduld? Nein, Geduld ist nicht Eva Horstick-Schmitts Stärke. Und das ist gut so. Denn wenn es nach einer Studie der Vereinten Nationen geht, sind Frauen erst 2490 weltweit gleichberechtigt. In Politik, Kultur, Wirtschaft und vor allem Beruf und Familie.

„Ich weigere mich aber zu akzeptieren, dass wir bis dahin Teil unserer schmerzvollen Geschichte bleiben sollen“, sagt die internationale Fotokünstlerin über ihre neue Ausstellung „Eva 2490.“

Galerie Hovestadt / Dr. Gabriele Hovestadt Stockum 7 / 48301 Nottuln

Telefon 2502 – 9018970

www.galerie-hovestadt.de

 


 

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