Hoesch-Museum freut sich auf Stahl-Bungalow

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Dortmund – Die Erweiterung des Hoesch-Museums (Eberhardstraße 12, 44145 Dortmund)  einen von Hoesch produzierten Stahl-Bungalow ist wieder einen Schritt näher gerückt: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat jetzt zugesagt, die Versetzung des Fertighauses von seinem bisherigen Standort in Dortmund-Hombruch ans Hoesch-Museum mit 140.000 Euro zu unterstützen.

Bungalow

Der Hoesch-Bungalow an seinem aktuellen Standort in Dortmund-Hombruch. – Foto Roland Gorecki/Dortmund Agentur

Bereits im März 2021 hatte die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung eine Förderung des Projekts in Höhe von 50.000 Euro zugesagt. Im Mai dieses Jahres bewilligte darüber hinaus die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege 250.000 Euro Unterstützung. Eine weitere finanzielle Förderung ist beim Land NRW angefragt. Der Trägerverein „Freunde des Hoesch-Museums“ selbst beteiligt sich mit 135.000 Euro an den „Umzugskosten“.

Am neuen Standort an der Westfalenhütte wird das stählerne Fertighaus vom Typ „L141“, damals ein hochinnovatives Eigenheim, zu einem historisch bedeutenden Exponat der Sammlung – und mit 141 Quadratmetern Grundfläche zugleich zum größten. Es ist eines von insgesamt rund 200 in den 1960er-Jahren produzierten Stahl-Fertighäusern und gehört zur dritten und letzten Generation. In Hombruch errichtete Hoesch ab 1962 eine kleine Siedlung aus Stahlfertighäusern, in denen vor allem leitende Angestellte von Hoesch wohnten; einer der Bungalows steht aber auch auf der Insel Mallorca.

„Wir sind sehr froh über die zugesagte Unterstützung des LWL. Damit kehrt der Stahl-Bungalow an den Ort seiner Entstehung zurück. Das Hoesch-Museum erhält nicht nur ein großartiges Ausstellungsstück, sondern neue Ausstellungsfläche gleich mit dazu“, sagt Dr. Stefan Mühlhofer, Geschäftsführender Direktor der Kulturbetriebe Dortmund.

„Wir planen, die Translozierung des Gebäudes Anfang 2022 zu beauftragen. Dankenswerterweise bereitet thyssenkrupp bis dahin das Gelände entsprechend vor“, erklärt Dr. Karl Lauschke, Vorsitzender der Freunde des Hoesch-Museums.

Der Zeitplan sieht vor, das im Originalzustand erhaltene Stahlhaus am Hoesch-Museum im Herbst einzuweihen – Wunschtermin ist der 2. Oktober 2022, der 17. Jahrestag der Eröffnung des Hoesch-Museums. Der Bungalow wird auf dem Gelände der ehemaligen Westfalenhütte stehen und vorerst nur über das Hoesch-Museum zugänglich sein.

 

Comments

  1. Hermann Höllenbeck meint

    Die Versetzung von einem größeren Wohncontainer soll über 575.000 Euro kosten? Wer verdient da mit?

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