Lesung in der Henrichshütte

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Lesung in Hattingen – Die Autorinnen Andrea Behnke und Shida Bazyar sind am Samstag (7.8.2021) im Industriemuseum Henrichshütte Hattingen zu Gast. Die Lesungen beginnen um 15 Uhr und um 18.30 Uhr. Die Veranstaltungen, so die Ankündigung, sind Teil des Festivals „Literatour 100“ von „literaturgebiet.ruhr“.

Das Programm eröffnet am Nachmittag Andrea Behnke, die aus ihrem Kinder- und Jugendroman „Die Verknöpften“ liest, der sich mit Freundschaft und einer jüdischen Schule in Bochum zur Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt. Den Abend gestaltet Shida Bazyar mit ihrem neuen Roman „Drei Kameradinnen“. Darin geht es ebenfalls um das Thema Freundschaft, aber auch um Herkunft, rechten Hass und die Probleme der Gegenwart.

Die Autorinnen

Andrea Behnke liest aus ihrem Jugendbuch "Die Verknöpften" - Foto Andrea Behnke

Andrea Behnke liest aus ihrem Jugendbuch „Die Verknöpften“ – Foto Andrea Behnke

Andrea Behnke lebt und arbeitet im Ruhrgebiet. Nach dem Studium der Publizistik, Anglistik und Politikwissenschaft arbeitete sie als Redakteurin und in der Öffentlichkeitsarbeit. Seit 20 Jahren widmet sich die selbständige Journalistin und Autorin ihrer Vorliebe für das Erzählen von Geschichten. Diese erscheinen als Romane, Bilderbücher, in Online-Medien oder auch vertont. Eine dieser Geschichten, die in Bochum spielt, trägt sie nun in Hattingen vor.

Shida Bazyar liest aus ihrem Buch "Drei Kameradinnen" - Foto Tabea Treichel

Shida Bazyar liest aus ihrem Buch „Drei Kameradinnen“ –
Foto Tabea Treichel

Mit Shida Bazyar kommt eine preisgekrönte Autorin nach Hattingen. Ihr Debütroman „Nachts ist es leise in Teheran“ von 2016 wurde unter anderem mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis und dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Nach ihrem Studium an der Universität Hildesheim widmete sich Shida Bazyar neben dem Schreiben auch der Jugendbildungsarbeit. Ihr neuer Roman setzt sich mit Ignoranz und Hetze auseinander, aber auch damit was Solidarität bedeuten kann.

Die Werke

„Die Verknöpften“ von Andrea Behnke erzählt die Geschichte von Liselotte, Leon, Minna und Hildegard und spielt im Jahr 1938 in Bochum. Die Vorkriegszeit verändert das Leben und die Freundschaft der vier schlagartig. Durch ein Freundschaftsarmband verbunden, müssen die Kinder vor dem Hintergrund der Herrschaft der Nationalsozialisten eine schwere Probe bestehen. Hält die Freundschaft zwischen der Schließung der jüdischen Schule, möglicher Flucht und dem Verbot sich zu treffen? Und kann die beliebte Lehrerin Fräulein Hirschberg ein Anker in dieser Zeit sein?

In „Drei Kameradinnen“ von Shida Bazyar geht es um die jungen Frauen Hani, Kasih und Saya, die seit ihrer Kindheit eine enge Freundschaft verbindet. Als sie sich für einige Tage treffen, erkennen sie, dass wiederkehrende Probleme auftauchen. Egal ob über den Dächern der Stadt, am „Späti“ oder auf einer Party: Blicke, Sprüche und rechter Hass schlagen ihnen an vielen Orten entgegen. Ihre Freundschaft schützt sie und gibt ihnen Halt, doch dann bringt eine Nacht alles ins Wanken.

Literatour 100

Beim ruhrgebietsweiten Festival des Netzwerks „literaturgebiet.ruhr“ geht es um das Lesen, das Ruhrgebiet und die Vielfalt. An einem Tag können Interessierte an 26 Orten, 29 verschiedene Künstler:innen bei 42 Veranstaltungen erleben. Neben Lesungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, stehen auch Poetry-Slams auf dem Programm. Infos im Internet unter http://www.literaturgebiet.ruhr/literatour100.
Gefördert vom NRW-Kulturministerium, dem Regionalverband Ruhr und der Kunststiftung NRW. Für die Lesungen gelten die Regeln der aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes NRW: Vor dem Einlass müssen Besucherinnen und Besucher einen negativen Coronatest oder einen Nachweis über Genesung oder Impfung vorlegen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Eintritt ist frei.

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