„Guckst Du!“ in der Art Galerie Siegen

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Die Art Galerie Siegen präsentiert ab dem 27. Juni 2021 „Guckst Du! – Zeitgenössische Fotografie zwischen Inszenierung und Performance“. Beginn der Vernissage ist um 11 Uhr. Zur Eröffnung spricht Chiara Bohn. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 28. August. Präsentiert werden Werke von Lutz Matschke (DE), Alexej Mendelevich (IL), Lili Almog (USA), Patty Caroll (USA), Kent Krugh (USA), Dan Nelken (USA) und Michelle Sank (ZA/UK).

International besetzt ist die Ausstellung "Guckst Du!" in der Art Galerie Siegen - unter anderem mit Arbeiten von Patty Carrol, hier "Caroll staired down"

International besetzt ist die Ausstellung „Guckst Du!“ in der Art Galerie Siegen – unter anderem mit Arbeiten von Patty Caroll, hier „Caroll staired down“ – Foto Patty Carroll Staired Down, www.pattycarroll.com

Wo liegt der Unterschied zwischen Inszenierung und Wirklichkeit?

Zum Thema schreibt die Art Galerie in ihrer Ausstellungsankündigung: Mit Fotografie ist heutzutage wirklich schon jeder einmal in Berührung gekommen. Ob als ausgestellte Kunst, im privaten Fotoalbum oder im Internet oder auf Social Media Plattformen. Dabei gleichen Fotografien tendenziell weniger spontanen Momentaufnahmen als geplanten, arrangierten und bearbeiteten Bildern. Während um die nächste Ecke eine Person vor der Handykamera posiert und das Bild danach auf Social Media postet, steht auch der Fotokünstler vor der Aufgabe sein Motiv für die geplante Wirkung in Szene zu setzen.
In der Ausstellung Schau! Fotokunst zwischen Inszenierung und Performance veranschaulichen sieben Künstlerinnen und Künstler, wie der Begriff Performance von der Performance Art in die Bildenden Kunst und Fotokunst übertragen werden kann oder vielleicht sogar muss. Denn für die Produktion von Kunst spielt die Inszenierung als Performance hinsichtlich des Motivs eine wesentliche Rolle. Wo liegt der Unterschied zwischen Inszenierung und Wirklichkeit, Performance und Authentizität? Wie bewegt sich der Mensch in einer Welt mit schwindender visueller Verlässlichkeit, aber gleichzeitig zunehmender Bedeutung von Bildlichkeit? In diesem Spannungsverhältnis steht die Gegenwart heute, und mit ihr auch die Kunst.
So vereint die von Thomas Kellner kuratierte Ausstellung unterschiedliche künstlerische Perspektiven von Lutz Matschke, Alexej Mendelevich, Lili Almog, Patty Caroll, Kent Krugh, Dan Nelken und Michelle Sank, die das Phänomen der Realitätsinszenierung in ihren Werken zum Schwerpunkt gemacht haben. Die Bilder öffnen in ihrer Zusammenstellung somit nicht nur den Blick für unterschiedliche Kulturen, Identitäten und das Verhältnis vom Inneren der Seele zur Außendarstellung des Menschen, sondern werfen auch die Frage nach der Verwendung von Inszenierung und Performance in der Fotokunst allgemein als auch nach ihrer Intensität, Anwendungsart und Wirkung auf.

Zur Ausstellungseröffnung und zu den Öffnungszeiten gelten die dann gültigen Pandemie-Regelungen. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag 10 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis 16 Uhr.

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