Taschenlampenführung in die Steinzeit

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Dortmund – Licht aus, Taschenlampen an: Bei der beliebten Taschenlampenführung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK), Hansastraße 3  gehen Familien am Sonntag, 18. August auf Spurensuche im Dunkeln durch die Steinzeit.

Taschenlampenführung

Für Kinder ist das ein großer Spaß: Mit der Taschenlampe im Museum unterwegs – Foto: Katrin Pinetzki / Stadt Dortmund

Wie haben die Menschen damals gelebt, was haben sie gegessen? Gemeinsam erforschen Groß und Klein das Museum bei der Taschenlampenführung auf der Suche nach erhellenden Antworten. Zur Erinnerung können die Steinzeitforscher am Ende noch eine Mammut-Schneekugel basteln. Eine Taschenlampe bitte mitbringen! Die Führung beginnt um 14 Uhr und dauert 1,5 Stunden. Der Eintritt ist frei, die Materialkosten betragen 2,50 Euro.

Das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte in Dortmund vereint gleich fünf Museen unter einem Dach. Sie sind rund um eine stilvolle Rotunde – der einstigen Schalterhalle der Sparkasse Dortmund – angeordnet. Das älteste Museum seiner Art im Ruhrgebiet präsentiert sich als gelungene Kombination aus Kunst- und Geschichtsmuseum. Denn die Sammlungen sind so geschickt miteinander verzahnt und verwoben, dass man bei einem Rundgang über die vier Etagen in eine Art atemloser Zeitreise von der Ur- und Frühgeschichte bis ins 20. Jahrhundert durchlaufen kann. Die Reise im Zeitraffer beginnt im Erdgeschoss in der Steinzeit: Archäologische Funde geben einen kulturgeschichtlichen Überblick über unseren Lebensraum und seine Bewohner in ur- und frühgeschichtlicher Zeit. Die Objekte stammen aus Ausgrabungen. Es sind Feuersteingeräte, Grab- und Gebrauchskeramik oder seltene Metallobjekte aus der Altsteinzeit bis zum Frühmittelalter. Der spätrömische Goldschatz – vor Ort in Dortmund gehoben –  wird in einer Schatzkammer präsentiert. Die spektakulären Funde aus dem griechischen und dem etruskischen Altertum stammen aus einer Privatsammlung.

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte hat eine bewegte Historie: Auf Anregung des Historikers und Gymnasiallehrers Eduard Roese beschloss die Stadtverordnetenversammlung am 25. Juni 1883, eine „Sammelstelle“ für historische und künstlerische Gegenstände anzulegen. Erster Leiter wurde der Zeichenlehrer Albert Baum, der eine umfangreiche Sammlung anlegte. Zwischen 1899 und 1905 war sie im damals frisch restaurierten Alten Rathaus beheimatet. 1911 wurde sie im gerade freigewordenen Oberbergamt untergebracht, das 1872–75 nach einem Entwurf des Berliner Architekten Gustav Knoblauch errichtet worden war und für die neue Nutzung nach den Plänen des Stadtbaurats Friedrich Kullrich umgebaut worden war. In der Kriegszeit wurde die Sammlung ausgelagert und dadurch vor der Zerstörung gerettet. In dieser Zeit erhielt die Sammlung auch den heutigen Namen.

www.dortmund.de/de/freizeit_und_kultur/museen/mkk/start_mkk

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