Kultur-Hackathon kommt nach Westfalen

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Dortmund (lwl). Der Kultur-Hackathon “Coding da Vinci” kommt im Herbst zum ersten Mal nach Nordrhein-Westfalen. Hackathon ist eine Wortschöpfung aus Hacken und Marathon und meint eine Veranstaltung, bei der Programmierer, Designerinnen, Spieleentwickler und Grafikerinnen mit Kulturinstitutionen aus der Region zusammenkommen, um gemeinsam Ideen für Softwareprodukte für die digitale Kulturvermittlung zu entwickeln. Der Auftaktworkshop findet am 12. und 13. Oktober im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund statt. Veranstalter sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), die Kulturbüros Ostwestfalen-Lippe (OWL) und Münsterland sowie der HMKV (Hartware MedienKunstVerein) Dortmund.

Hackathon ist eine Wortschöpfung aus Hacken und Marathon und meint eine Veranstaltung, bei der Programmierer, Designerinnen, Spieleentwickler und Grafikerinnen mit Kulturinstitutionen aus der Region zusammenkommen – Foto: Kultur-Hackthon Westfalen

“Kulturinstitutionen müssen sich den digitalen Welten öffnen und innovative Methoden nutzen, um gerade jüngere Menschen künftig zu erreichen. Oft liegen aber noch Welten zwischen Kultur und Technik. Coding da Vinci vernetzt diese Welten miteinander und zeigt, welches kreative Potential in offenen Kulturdaten steckt. Deshalb sind wir sehr froh, dass der LWL gemeinsam mit Partnern aus Westfalen dieses innovative Format nach Westfalen holen konnte”, erklärte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.

Der “Kick-Off” am 12. und 13. im Oktober auf der Zeche Zollern findet parallel zur Finissage der aktuellen Ausstellung “Alles nur geklaut? Die abenteuerlichen Wege des Wissens” statt. Zum Auftakt präsentieren Museen, Archive oder Bibliotheken in Kurzvorträgen ihre digitalisierten Schätze. Das können historische Fotografien, Urkunden oder Landkarten sein, aber auch Speisekarten, Wörterbücher, Sound- oder Filmdateien. “Hacker” entwickeln daraus mit weiteren kreativen Köpfen Ideen für Online-Spiele, Apps, Websites, Virtual-Reality-Anwendungen und andere Visualisierungen. Anschließend setzen sie die Ideen in einer achtwöchigen Arbeitsphase praktisch um. Die Prototypen werden am 6. Dezember im Dortmunder U einer fachkundigen Jury vorgestellt. Sie zeichnet die besten Projekte aus.

Das Format wird gefördert im Programm “Kultur Digital” der Kulturstiftung des Bundes als gemeinsames Projekt der Deutschen Digitalen Bibliothek, des Forschungs- und Kompetenzzentrums Digitalisierung Berlin (digiS), der Open Knowledge Foundation Deutschland und Wikimedia Deutschland. Seit 2014 haben sich 150 Institutionen an Hackathons in verschiedenen Regionen Deutschlands beteiligt und ihre Daten zur Verfügung gestellt. Daraus entstanden insgesamt 90 Projekte. Alle einzusehen unter https://codingdavinci.de

“Call for Data”
Vertreterinnen verschiedener Museen, Archive, Bibliotheken und anderer Kulturinstitutionen haben im Juni an drei Informationsveranstaltungen in Dortmund, Bielefeld und Münster teilgenommen, um sich über Ziele und Ablauf von “Coding da Vinci” zu informieren. Erste Anmeldungen sind bereits eingegangen. Der “Call for Data” läuft aber noch bis 18. August. Bis zu diesem Datum können sich Institutionen melden, die Kulturdaten in den kreativen Hackathon einbringen möchten. “Wir freuen uns über alle interessierten Kulturinstitutionen, die mit offenen Daten und freien Inhalten bei Coding da Vinci mitmachen möchten”, erklärt Projektleiter Konrad Gutkowski vom LWL-Industriemuseum.

https://codingdavinci.de/events/westfalen-ruhrgebiet/

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