Duo zu Gast in Coesfeld

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Coesfeld – Der französische Cellist Jean-Guihen Queras bildet mit dem Frankokanadier Alexandre Tharaud ein eingespieltes Duo, und das seit fast 20 Jahren. Sie kennen und verstehen sich perfekt, wie die Serie ihrer wegweisenden Aufnahmen zeigt. Das Duo nimmt sein Publikum am 24. März mit auf eine Reise vom 18. bis ins 20. Jahrhundert: Von Bach bis Schostakowitsch über die romantische Bewegung und die zweite Wiener Schule. Zu Beginn erklingt eine für Gambe überlieferte Sonate von Johann Sebastian Bach, die für das Cello umgeschrieben wurde.

Alexandre Tharaud und Jean-Guihen Queyras – Foto: Marco Borggreve

Es folgt ein Sprung ins 20. Jahrhundert zu Dmitri Schostakowitschs Cello-Sonate d-Moll. Dieses Frühwerk des 28-Jährigen ist fest verankert in der „cantabilen“ Tradition der romantischen Cellosonate. Die miniaturhaften „Vier Stücke“ von Alban Berg aus dem Jahr 1913 gehören eigentlich ins Repertoire der Klarinette und sind ein avantgardistischer Gegenentwurf zu den monumentalen Sinfonien der Epoche. Zum Kernrepertoire der Cellisten gehört dagegen das letzte Stück des Abends: Johannes Brahms‘ zweite Cellosonate stammt aus einer Zeit, in der sich der Komponist intensiv mit Kammermusik beschäftigt hat.

Pianist Alexandre Tharaud und Cellist Jean-Guihen Queyras – Foto: Marco Borggreve

International spielte Alexandre Tharaud bereits mit zahlreichen Orchestern in den Konzerthäusern dieser Welt und ist in den USA und Asien, ebenso wie in seiner Heimat Frankreich, sehr gefragt. Aktuell verbringt er viel Zeit damit, sein Programm dem deutschen Publikum näher zu bringen. Der aus Paris stammende Pianist ist nicht nur für seine herausragende Interpretation französischer Klaviermusik bekannt, sondern auch unglaublich vielseitig in seinem Repertoire. Seine mehrfach ausgezeichneten CD-Einspielungen reichen von Bach bis Rachmaninow. Er ist bereits mit zahllosen Preisen (u.a. dem ECHO Klassik) ausgezeichnet worden ist.

Dem in Montreal geborenen Cellisten Jean-Guihen Queyras ist Abwechslung wichtig. So ist er auch als Professor an der Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau tätig, an der er selbst studierte. Neugier und Vielfalt prägen sein künstlerisches Wirken, der oft als ein „Wanderer zwischen den Welten“ beschrieben wird. Auf der Bühne und bei Aufnahmen erlebt man einen Künstler, der sich mit ganzer Leidenschaft der Musik widmet, sich dabei aber vollkommen unprätentiös und demütig den Werken gegenüber verhält, um das Wesen der Musik unverfälscht und klar wiederzugeben.

Karten gibt es zum Preis von 22,-  Euro und 25,- Euro an der Kasse des Theaters, unter der kostenfreien Hotline (Tel. 0800/539 6000), an der Theaterkasse im WBK (Osterwicker Str. 29)

www.konzerttheatercoesfeld.de

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