AUFTAKT! – Klangbilder Gravenhorst

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Hörstel – Kern der Arbeit ist das Erkunden der Klänge von Gegenständen aus der Region. Dazu laden sculpturetones die Bewohner des Landkreises ein, Gegenstände zu sammeln, deren Klang sie interessiert, berührt, begeistert oder abstößt, den sieinteressant finden, zu dem sie eine besondere Beziehung haben, mit dem sie eine
Geschichte verbinden, der typisch ist für die Region. Gleichzeitig machen sich die Künstler selbst auf die Suche nach ungewöhnlichen, besonderen, charakteristischen
Klängen. Unter www.da-kunsthaus.de finden Sie eine „Anleitung zum Klänge sammeln“, die Zeiten zum Klänge abgeben, von Workshops, Konzerten, Aktionen, sowie weitere Informationen zum Projekt.

Kloster Gravenhost: AUFTAKT – Lost in Work

Anschließend geben die sculpturetones diesen Klängen einen Rahmen: Die Klänge dieser Gegenstände werden verfügbar gemacht, indem sie in Holzrahmen so befestigt werden, dass sie frei schwingen können, damit sich die in ihnen verborgenen Töne gut entfalten. Mehrere dieser Gegenstände ordnen sich in diesen Rahmen zu einzelnen akustischen und visuellen Klangbildern. Ein subjektives, situatives, analog-physisches Klangarchiv entsteht. Diese Klangbilder, also die Rahmen, in denen die Klangobjekte angeordnet sind, laden zur Interaktion mit den Besucher*innen ein. Nur durch deren Eingreifen werden die Klänge hörbar.

Das partizipative Projekt „Klangbilder Gravenhorst“ ist eine „Anstiftung zum Zuhören“. Es rückt den Fokus von der sichtbaren Ebene auf den Klang der Dinge, und
lädt dabei zu Interaktion und vertiefender Wahrnehmung ein. Die Aufforderung, Klänge für die Installationen zu sammeln, bewirkt bei denjenigen, die sich darauf
einlassen, ein Erkunden der klanglichen Qualitäten des eigenen Lebensraumes. Durch das Integrieren der gefundenen Klänge in die entstehenden Skulpturen fügen diese sich in einen neuen Kontext ein, der zu spielerischen Annäherungen auffordert.

Vielfältige kommunikative Interaktionen zwischen den Besucher*innen werden dabei entstehen. Die Verwendung von Klängen, die nicht bereits im musikalischen Kontext verwendet werden, geben ihnen dabei die Möglichkeit, sich ohne selbst verhindernde Vorurteile („das kann ich nicht“, „ich bin doch unmusikalisch“), „barrierefrei“ ins Spiel zu vertiefen.

Die dadurch stattfindende Intensivierung der bewussten Wahrnehmung der klanglichen Umgebung impliziert dabei zugleich gesellschaftlich relevante Aspekte
der Gestaltung unserer Lebensumgebung. Es möge ein Beitrag dazu sein, von der akustischen „LoFi-Umgebung“, die wir akzeptieren, da wir sie nicht wirklich
wahrnehmen, und somit zu wenig in städtebauliche und architektonische Planungen einbeziehen, zu einer erfreulicheren „HiFi-Umgebung“ zu gelangen, zu einer offeneren und angenehmeren soundscape unseres Lebensraumes.

sculpturetones | Klangbilder Gravenhorst

Projektstipendium KunstKommunikation 18

Projekttermine: 22. Februar – AUFTAKT!  Künstlergespräch und Eröffnung der Projekträume

www.da-kunsthaus.de


 

 


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