Galerie Hovestadt zeigt Hermann-Josef Kuhna

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Nottuln – Seine Gemälde zeichnen sich durch eine wahre Farbenflut aus: Das Erste, was einem vor den meist großformatigen Leinwänden in den Sinn kommt: Bunt und verwirrend. Hermann-Josef Kuhna setzt in filigraner und akribischer Arbeit tausende einzelner Farbpunkte, Quadrate, Striche und Kreise auf einen farbigen Untergrund und erzeugt damit in abstrakten Mustern eine überraschende Tiefe und interessante Strukturen.

Hermann-Josef Kuhna: Guilio Cesare, 2011

Was sich auf den ersten Blick als willkürlich oder gar impulsive Arbeitsweise darstellt, zeigt sich bei genauer Beobachtung als eine detailreiche und wohlüberlegte Komposition, die mit einer geradezu mathematischen Präzision entwickelt worden ist. Aber es ist keine Maschine, die diese Muster erzeugt, sondern ein Maler, der die Farbflecke in einer Art Flow setzt und dabei das Handwerkliche eher betont, denn verbirgt. Kuhna benutzt daher auch bewusst keine Schablone, sondern er malt aus der Hand.

Hermann-Josef Kuhna: Heure Bleu, 2014

Als Betrachter sollte man sich mit den Gemälden Zeit lassen und sich dabei auf Überraschungen einstellen. Die Quadrate, Striche und Punkte treten in Beziehung zueinander und werden vom Augen mitunter auch als flackernde, wabernde oder tanzende Bewegung wahrgenommen. Kuhna nennt seine spezielle Arbeitsweise “strukturelle Malerei” – auch um sich damit klar und deutlich vom Pointilismus abzugrenzen. Vom 4. Februar bis zum 7. März präsentiert die Galerie Hovestadt in Nottuln Arbeiten von Hermann-Josef Kuhna. Die Vernissage findet am 4. Februar um 11.00 Uhr statt.

Hermann-Josef Kuhna: Korallenrasen, 2015

1944 geboren, studierte Hermann-Josef Kuhna von 1964 bis 1969 an der Kunstakademie Düsseldorf und gehört so zu einer bedeutenden Generation der Akademie, deren Künstler in den 1960er Jahren für Furore und internationale Aufmerksamkeit sorgten.

Im Anschluss lehrte der Künstler selbst an der Akademie und wurde Ende der 1970er Jahre als Professor an die Kunstakademie Münster berufen, die damals noch eine Zweigstelle der Düsseldorfer Akademie war. Bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2009 bildete Kuhna zahlreiche Generationen von Künstlern aus, darunter auch Gan-Erdene Tsend, Min Clara Kim, Hugo Boguslawski und Marion Große-Wöstmann.

Seit 1980 arbeitet Kuhna von seinem Atelier in Düsseldorf aus. 1997 wurde Kuhnas 320 Quadratmeter große Wandmalerei „Rivertime“ an der unteren Rheinwerft am Burgplatz eingeweiht – und spätestens seitdem ist der Künstler regional und überregional ein Begriff und sein Schaffen auf das Engste mit Düsseldorf verknüpft.

Auch 74-jährig ist Hermann-Josef Kuhna so engagiert künstlerisch aktiv wie eh und je. Und dies mit hoher Reputation, die dazu geführt hat, dass seine Arbeiten national und international in musealen und privaten Sammlungen vertreten sind.

Hermann-Josef Kuhna wird am Tag der Vernissage anwesend sein.

Zur Ausstellung spricht Prof. Dr. Irene Daum, Düsseldorf.

Galerie Hovestadt / Dr. Gabriele Hovestadt / Stockum 7 / 48301 Nottuln
Telefon 02502 – 9018970
Mobil 0178 – 2931422


 

 


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