Dorsten Lembeck: „FineArts“ auf dem Wasserschloss

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Dorsten-Lembeck – Zahlreiche Besucher strömten schon in den letzten sieben Jahren zu diesem außergewöhnlichen Event ins Schloss Lembeck nach Dorsten: Immer am letzten Augustwochenende – dieses Jahr also am 26. und 27. August – kommen 160 Künstler, Kunsthandwerker und Designer, die in dieser Qualitätsdichte und -breite nur an ganz wenigen Orten in Europa zu sehen sind, zum Kunstmarkt „FineArts“.

Dorsten Lembeck

Der Park von Schloss Lembeck bietet das perfekte Ambiente für den Kunstmarkt „FineArts“: dieses Jahr am 26. und 27. August – Foto: OMMS

Hier trägt jedes Stück seine persönliche Handschrift: Bezaubernde Skulpturen aus Keramik, Eisen, Holz und Stahl, von höchster Stelle ausgezeichnetes Schmuck-Design sowie einzigartige Werke der bildenden Künste erwarten die Besucher. Diese können sich von diesem ungeheuren Puls der Kreativität verzaubern lassen und auf Entdeckungsreise zu neuen Lieblingsstücken gehen. Die handverlesen Aussteller führen teilweise sogar die Entstehung ihrer Arbeiten vor – ein Blick über die Schulter lohnt sich!

Harmonisch eingebettet in die faszinierende Parklandschaft eines der schönsten barocken Wasserschlösser Deutschlands gibt es bei FineArts Kunst in Fülle. Der Lembecker Wiesenbach wird auf dem Schlossareal zu einem rechteckigen, 190 × 160 Meter messenden und die Anlage umgebenden Teich gestaut. Die einzelnen Teile des Schlosses liegen so auf Inseln, die durch Brücken miteinander verbunden sind. Die barocke Schlossanlage wird durch eine 500 Meter lange geradlinige Ost-West-Achse symmetrisch gegliedert. Sie beginnt mit einer 200 Meter langen Allee, die von Osten her auf die ehemals dreiflügelige Vorburg zuläuft. Im Juni öffnen sich die Tore von Schloss und Park zur Lembecker Landpartie, die ebenfalls sehr beliebt ist.

FineArts an historischem Ort

Ein wehrhaftes Gut, der sogenannte „Oberhof in der Le(h)mbecke“, wird bereits in Urkunden aus dem 12. Jahrhundert genannt. Er lag etwas abseits der damaligen Dörfer Lembeck und Wulfen und wurde durch die Herren von Lembeck im Auftrag des Bischofs von Münster verwaltet und bewohnt. Diese bauten eine Turmhügelburg als neuen Familiensitz am Ort des heutigen Schlosses, die im 14. Jahrhundert das erste Mal urkundliche Erwähnung fand. Sie stand inmitten von Sumpf und Wasser und wurde in dieser Zeit nach Norden hin durch einen Anbau mit zwei Räumen (einem sogenannten Zweikammerhaus) erweitert. Im 15. Jahrhundert kamen eine Erweiterung sowie ein Eckturm (der sogenannte Kapellenturm) im Westen hinzu. Um 1490 erfolgte eine Zusammenlegung des Grundbesitzes beider zu jener Zeit bestehenden Häuser. Die alte Burg wurde im Anschluss daran abgerissen. Seine grundlegende, heutige Gestalt erhielt Schloss Lembeck unter Dietrich Conrad Adolf von Westerholt-Lembeck, der es in der Zeit von 1674 bis 1692 im Stil des Barocks aus- und umbauen ließ.

Mit einem besonderen kulinarischen Angebot wie den leckeren Elsässer Flammkuchen, Kaffee- und Kuchenspezialitäten, frisch gebackenem Brot aus einer historischen Bäckerei wie auch Bergischer Käse und herrliche Lembecker Leckereien bleiben auch lukullisch keinerlei Wünsche offen.

Dorsten Lembeck

160 Künstler, Kunsthandwerker und Designer zeigen ihre Arbeiten

Dazu gibt es ein fantastisches Programm, zu dessen Höhepunkten Begegnungen mit modernen Hofnarren und sprechenden Elefanten ebenso gehören wie Drachenbaukurse. Schlossführungen werden in regelmäßigen Abständen angeboten.

Die „FineArts“ auf Schloss Lembeck hat an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 8 Euro (im Vorverkauf auf www.omms.net vergünstigt 7 Euro), Kinder zwischen 6 und 14 Jahren zahlen nur 2 Euro.

www.schloss-lembeck.net

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