Ausstellung: Papier und Stein im Dialog

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Westfalen – Nicht unbedingt eine Schnapsidee – ein plötzlicher kreativer Einfall aber allemal: Die Idee zur Ausstellung „Cross Over – Papier und Stein“ kam dem Galeristen Eberhard Schnake als er beim Maler Erwin-Josef Speckmann eine seiner Steinskulpturen aufstellte. Zwischen der afrikanischen Steinskulptur und der Papierarbeit von Speckmann entstand ein kreatives Spannungsfeld. „Die beiden Arbeiten schienen füreinander geschaffen, obwohl sie vielleicht zwar zur gleichen Zeit, aber auf verschiedenen Kontinenten geschaffen worden waren“, berichtet Schnake.

Künstler Erwin-Josef Speckmann und Galerist Eberhard Schnake haben den gleichen Gedanken - Foto: Speckmann

Künstler Erwin-Josef Speckmann und Galerist Eberhard Schnake haben den gleichen Gedanken – Foto: Bettina Speckmann

Mit „Cross Over“ setzen Eberhard Schnake und Erwin-Josef Speckmann auf einen Dialog, der sich zwischen den ganz unterschiedlichen künstlerischen Positionen und Arbeitsweisen ergibt. Formale Ähnlichkeiten bieten verblüffende Perspektiven, so als wenn die Hand von der gleichen kreativen Kraft geführt worden sei. Die Ausstellung läuft vom 8. September bis 31. Oktober 2014.

Knowing my way: Abstrakte Arbeit der Künstlerin Mutyavaviri Perlagia - Foto: Thorsten Marquardt

Knowing my way: Abstrakte Arbeit der Künstlerin Mutyavaviri Perlagia – Foto: Thorsten Marquardt

Für seine Kunsthalle Schnake in Hiltrup, fliegt der Galerist mindestens einmal im Jahr nach Zimbabwe. Im Umkreis der Hauptstadt Harare besucht er dann Bildhauer und kauft spektakuläre Arbeiten ein. Es sind dies moderne und zeitgenössische Skulpturen, die den Vergleich mit den Arbeiten europäischer Bildhauer nicht zu scheuen brauchen.

Erwin-Josef Speckmann arbeitet mit Tusche auf Packpapier - Foto: Speckmann

Exstrakte Kunst: Erwin-Josef Speckmann arbeitet mit Tusche auf Packpapier – Foto: Bettina Speckmann

Speckmann freut sich auf die Herausforderung, die ihm die Gegenüberstellung bietet. Er ist jahrzehntelang als Professor in Münster im Fachbereich Medizin als Gehirnforscher engagiert gewesen. Bis heute gilt er als einer der führenden Fachleute. Gleichwohl er sieht sich selber am allerliebsten als Künstler.

Der Künstler Speckmann arbeitet als Maler und als Bildhauer. In Hiltrup werden neuere Papierarbeiten ausgestellt. Seit er und seine Frau vor Jahren in Japan waren, hat sich seine künstlerische Sprache radikal verändert. Sie ist reduzierter, noch abstrakter oder wie Speckmann es nennt, „extrakter“ geworden. Die Formen auf den Bildern erinnern an kryptische Schriftzeichen. Wer freilich eine Bedeutung darin sucht, muss zwangsläufig scheitern.

Die wie eine moderne Form japanischer Haikus anmutenden Bilder werden mit einem klassischen Tuschepinsel, dem sogenannten Fude, auf das Papier aufgebracht. In einem Moment höchster Konzentration, vielleicht vergleichbar einer Meditation.

Speckmann hat viele Jahre in zwei Parallelwelten gelebt: Als Mediziner in der einen und viel länger noch als Künstler in der anderen. „Ich bin zehn Jahre länger Künstler als Wissenschaftler“, erklärt Speckmann. Seit 2003 hat er einen Lehrauftrag an der Kunstakademie Münster. Seit 2004 beteiligt er sich an Gemeinschaftsausstellungen und verfolgt eigene Ausstellungsprojekte und Einzelausstellungen. Im Jahr 2008 wurde er Mitglied der freien Künstlergemeinschaft Schanze e.V. in Münster.

Öffnungszeiten: Mi + Do 14.00 – 18.00 Uhr, jeden ersten Samstag im Monat von 14.00 – 18.00 Uhr und nach Vereinbarung.

Vernissage am 7. September zwischen 14.00 und 18.00 Uhr.

KUNSTHALLE SCHNAKE /Max-Winkelmann-Str. 84 / 48165 Münster-Hiltrup
Telefon 0172-5338328
www.kunsthalle-schnake.de

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