Die Dülmener Wildpferde im Merfelder Bruch

Die Dülmener Wildpferde – Hufe donnern, Mähnen flattern, Staub wirbelt: An jedem letzten Samstag im Mai werden die jungen Hengste von Europas letzter Wildpferdepopulation eingefangen – ohne Hilfsmittel, nur mit Muskelkraft! Dieses Spektakel zieht jährlich zehntausende Zuschauer ins westfälische Dülmen. Woher die Wildpferde stammen, wie es gelang, ihre Rasse zu erhalten und wie sie leben, steht in diesem faszinierenden Bildband.

die Dülmener Wildpferde

Die Dülmener Wildpferde im Merfelder Bruch: Faszinierende Fotos und die spannende Geschichte des Wildpferde-Reservats im Westmünsterland – Bild Verlag Schnell

Das Wildpferde-Reservat zwischen Dülmen und Borken wurde 1847 durch Herzog Alfred von Croÿ eingerichtet, der die 40 verbliebenen Perde der einstigen Dülmener Herde einfangen und in den eingezäunten Teil umsiedeln ließ.

Bildband über die Dülmener Wildpferde

Erstmals urkundlich erwähnt werden die Wildpferde von Dülmen im Jahr 1316. Damals sicherte sich der Herr von Merfeld in diesem Gebiet neben Fischerei und Jagd auch das Recht an den „Wilden Pferden“. Das Merfelder Bruch umfasste ursprünglich eine Fläche von rund 4.000 ha, deren Besitz und Bewirtschaftung sich der Gutsherr und die Bauern von Merfeld teilten.

die Dülmener

Sind im Münsterland zuhause und auch über die Regionsgrenzen bekannt: Die Dülmener Wildpferde.
Dülmener Wildpferde – Bild Münsterland e.V./Philipp Foelting

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Westfalen mehrere Wildbahnen – also Gebiete, in denen die Wildpferde ohne menschliche Kontrolle lebten. Mit der Teilung der Marken und dem Wachsen der Siedlungen verschwanden diese Gebiete aber nach und nach. Die Teilung der gemeinschaftlich genutzten Grundflächen des Merfelder Bruchs in der Zeit zwischen 1840 und 1850 hatte jedoch nicht das Ende der dort lebenden Wildpferde zur Folge. Dies ist das Verdienst der Herzöge von Croÿ. Sie ließen die Wildpferde einfangen und boten ihnen auf der Wildpferdebahn einen neuen Lebensraum, der bis heute erhalten blieb.

Der Bildband „Die Dülmener Wildpferde im Merfelder Bruch“ mit Text von Jörg Gierse und Fotos von Gregor Schläger umfasst 96 Seiten und ist im Westfalium-shop zum Preis von 18,90 Euro erhältlich.

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