Kolvenburg: Fotografien von Andreas Feininger

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Westfalen – In der Kolvenburg in Billerbeck findet einmal mehr eine besondere Fotografieausstellung statt.  Vom 13. April bis zum 29. April werden unter dem Titel „New York in the 40ies“ einige der bekanntesten Fotografien von Andreas Feininger präsentiert.

Brooklyn Bridge Manhattan - Foto: Andreas Feininger

Brooklyn Bridge Manhattan – Foto: Andreas Feininger

Andreas Feininger gehört zu den bedeutendsten Fotografen in der noch jungen Geschichte der Fotografie. „Fotografie ist eine Bildsprache, die einzige Sprache, die überall in der Welt verstanden werden kann.“ hat Andreas Feininger einmal gesagt und damit die Universalität und Bedeutung der Fotografie als ein Medium unterstrichen.

Andreas Feininger wird 1906 als ältester Sohn des berühmten Malers Lyonel Feininger in Paris geboren. Er macht sich jedoch einen ganz eigenständigen Namen als Künstler: Feininger gilt neben Robert Capa und Henri Cartier-Bresson als eine der wichtigsten Fotografenpersönlichkeiten, die das 20. Jahrhundert hervorgebracht hat. Seine Fotografien haben das Bild Amerikas in den 1940er Jahren maßgeblich geprägt und sind längst fest im kollektiven Gedächtnis verankert.

Midtown Manhattan New York - Foto: Andreas Feininger

Midtown Manhattan New York – Foto: Andreas Feininger

Zu Beginn seiner Laufbahn absolvierte Feininger am Weimarer Bauhaus eine Ausbildung zum Kunsttischler; anschließend studierte er Architektur. Am Bauhaus sind es die bahnbrechenden Ideen des ungarischen Künstlers Lázló Moholy-Nagy, die frühzeitig Feiningers Interesse an der Fotografie, ihren künstlerischen, aber auch technischen Möglichkeiten wecken. Als ihm 1933 die Arbeitserlaubnis in Paris, wo er für neun Monate bei Le Corbusier arbeitete, entzogen wird, geht er mit seiner späteren Ehefrau nach Stockholm. Hier arbeitet er als Architekt und etabliert sich als renommierter Architekturfotograf.

Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 zieht er schließlich nach New York, in die Stadt, die bis zu seinem Tod 1999 seine Wahlheimat bleiben sollte. Bis 1943 ist er dort zunächst als Bildberichterstatter für die „Black Star Photo Agency“, später für die Zeitschrift „LIFE“ tätig, die in den 1940er bis in die 1960er Jahre zu den wichtigsten Zeitschriften Amerikas zählt. Ihr Anspruch: Die Welt in Bildern erzählen!

Andreas Feininger beschrieb seinerseits die Fotografie als „Sprache des Sehens (…) Indem sie die Kluft zwischen Sprache und Buchstaben überbrückt“, so der Künstler, „wird sie zum idealen Mittel der weltweiten Kommunikation.“

Andreas Feininger war ein geduldiger Entdecker und Ästhet, der seine Aufnahmen minuziös plante und technisch perfekt durchführte. Das Motiv musste ihn zudem persönlich packen, damit ein künstlerisch anspruchsvolles Bild entstehen konnte.

Bis heute haben seine Aufnahmen der  Architekturklassiker und städtischen Wahrzeichen New Yorks nichts von ihrer Dynamik und Vitalität eingebüßt, sondern erscheinen vielmehr wie frisch aus der Vergangenheit heraufgeholt. Seine Sichtweisen hat er in zahleichen, auflagenstarken Fotolehrbüchern und nicht zuletzt in seinem Standardwerk „The Essence of Photography“ ausführlich dargelegt.

Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag 13 – 18 Uhr; Sonn- und Feiertage 10-13 Uhr und 13.30 – 17.30 Uhr

Kolvenburg / An der Kolvenburg 3 / 48727 Billerbeck

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