Ziemlich Schaf! Nachwuchs im Zoo Dortmund

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Dortmund – In der Woche nach Ostern kamen im Bauernhof des Zoo Dortmund Skudden zur Welt: Seitdem tollen fünf Lämmer in drei Farben durch das Gehege: Drei Lämmer sind schwarz, eines ist braun und eines weiß. Obwohl die Haltung der Skudden ganzjährig im Freien stattfinden kann, haben die Dortmunder Skudden einen Innenstall im Zoo-Bauernhof.

In Deutschland soll es nur noch zwischen 1.000 und 2.000 reinrassige Schafe dieser Rasse geben. – Fotos: Benjamin Ibler/Zoo Dortmund

Die Skudde (Ovis orientalis aries) ist eine recht ursprüngliche und mischwollige Landschafrasse, die den nordischen kurzschwänzigen Heideschafen zugerechnet werden kann. Ihren Ursprung hat diese Rasse in Ostpreußen und im Baltikum. Heute ist die Rasse in ihrem angestammten Verbreitungsgebiet nicht mehr vorhanden.

In der Woche nach Ostern kamen im Bauernhof des Zoo Dortmund Skudden zur Welt: Seitdem tollen fünf Lämmer in drei Farben durch das Gehege.

In Deutschland soll es nur noch zwischen 1.000 und 2.000 reinrassige Schafe dieser Rasse geben. Skudden sind sehr genügsame Fresser. Sie fressen neben Gräsern und Kräutern auch Disteln, Brennnesseln oder andere ähnliche Pflanzen. Auch Rinde und Laub werden keineswegs verschmäht. Im Winter werden Skudden meist mit Heu gefüttert.

Die Skudde erreicht eine Schulterhöhe von nur 45 bis 60 Zentimetern, eine Schwanzlänge von 20 Zentimetern sowie ein Gewicht von 25 bis 50 Kilogramm. Schafböcke sind dabei deutlich größer und schwerer als die Weibchen.

Sie gilt als eine der kleinsten Schafrassen. Das Schafvlies kann schwarz, braun oder weiß sein und wächst bis zu 20 Zentimeter pro Jahr nach. Der Kopf ist leicht keilförmig, die Stirn ist recht breit. Das Nasenbein ist ausgesprochen schmal. Die vier Extremitäten sind kräftig und mit festen Hufen versehen.

Die Hörner der Böcke sind schneckenförmig. Weibliche Tiere haben keine Hörner. Männchen tragen zudem eine imposante Mähne. Die Rasse gilt als sehr robust und winterfest. Die Tiere sind widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Kälte.

Neben dem Fleisch wird auch die Wolle wirtschaftlich genutzt. Sie wird allerdings nur zum Weben von Teppichen verwendet. Außerdem wird sie gerne zur Landschaftspflege eingesetzt.

Die Weibchen können bereits mit einem Jahr geschlechtsreif werden. Nach einer Tragezeit von rund 150 Tagen bringt das Weibchen ein oder zwei Lämmer zu Welt. Die Paarungszeit ist an keine bestimmte Jahreszeit gebunden.


 

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