Auto-Leasing bietet Autos auf neuestem Stand

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Um ein Auto zu nutzen, muss man es nicht kaufen. Das Auto-Leasing bietet Nutzern mit wenig Eigenkapital einen Wagen auf dem neuesten Stand.

Auto-Leasing bietet Autos auf neuestem Stand

Auto-Leasing hat vor allem den Vorteil, dass man das neues Modell nutzen kann – Foto Pixabay

Wie sinnvoll ist Auto-Leasing für Privatpersonen?

Lange Zeit schien Leasing eher den Gewerbetreibenden vorbehalten, denn das Finanzierungsmodell war durch die Absetzungsmöglichkeit als Betriebssteuer für diese Personengruppe attraktiv. Inzwischen ziehen immer mehr Privatpersonen diese Karte. Auto-Leasing passt zum Zeitgeist, weil einerseits die Bindungen auch zu Objekten abnehmen und man andererseits flexibel bleibt, zum Beispiel, um sich auf das ab 2035 EU-weit gültige Neuzulassungsverbot für Verbrenner einzustellen. Warum das so ist und welche Vor- und Nachteile mit dem Auto-Leasing verbunden sind, darum geht es in diesem Ratgeber.

Das Auto-Leasing kurz erklärt

Beim Auto-Leasing erwirbt man nicht das Auto, sondern man mietet es und erhält gegen eine monatliche Gebühr das Nutzungsrecht. Dabei sind für das Geschäftsmodell in der Regel Vertragslaufzeiten von zwei bis vier Jahren vorgesehen. Üblich ist die Leistung einer Anzahlung, die ungefähr 20 Prozent der Gesamtsumme beim Leasing entspricht. Doch inzwischen gibt es auch Leasing Angebote ohne Anzahlung, was auch als Null-Leasing bezeichnet wird.

Auto-Leasing bietet Autos auf neuestem Stand

Je nach Bedarf kann man zwischen vrschiedenen Leasingmodellen wählen – Foto Pixabay

Kilometer-Leasing und Restwert-Leasing

Beim Auto-Leasing wird zwischen dem Kilometer- und Restwert-Leasing unterschieden. Gängiger ist das Kilometer-Leasing. Hierbei wird eine bestimmte Spanne an Kilometern vereinbart, die man während des Leasing-Vertrags mit dem Auto fahren darf. Bleibt man darunter, gibt es Aufschläge, während ein Überschreiten des Limits Zusatzgebühren zur Folge hat. Beim Restwert-Leasing wird hingegen ein bestimmter Wert kalkuliert, den der Wagen nach Ablauf des Vertrags noch haben sollte.

Aufschläge werden gewährt, wenn man über dem Fahrzeugwert bleibt, und Zusatzgebühren, wenn der Fahrzeugwert geringer als kalkuliert ist. Problematisch ist bei diesem Modell, dass man nicht alle Faktoren, die den Fahrzeugwert bestimmen, in seiner Hand hat. So kann es vorkommen, dass politische Entscheidungen, Unglücksfälle oder Wirtschaftseklats wie der Dieselskandal von VW dazu führen, dass der Wagentyp nicht mehr so stark nachgefragt wird, was einer Wertminderung gleichkommt.

Die Vorteile beim Leasing

Positiv ist zunächst, dass der Kapitalaufwand eher gering ist, da man die Finanzierung der Nutzung größtenteils oder ausschließlich über die Monatsraten abdecken kann. Erfahrene Leasingnehmer schätzen den Vorteil, immer über einen neuen Wagen zu verfügen. Dies gibt Raum für Experimente wie die Einstellung auf ein Elektro- oder Wasserstoffauto, und man verfügt über die modernste Technik mit einem hohen Grad an Digitalisierung wie verschiedene Fahrassistenten und GPS.

Da man immer einen Neuwagen fährt, halten sich Kosten und Aufwand für Reparationen in Grenzen. Gefällt einem der Wagen, sodass man ihn gerne behalten möchte, kann man, vorausgesetzt, man hat einen Leasing-Vertrag mit Andienungsrecht abgeschlossen, das Auto nach Ende der Laufzeit kaufen. Möglich ist außerdem die bequeme Variante des Full-Service-Leasings, bei der die Leasing-Gesellschaft sämtliche Services wie Pflege, Wartung, Inspektion, Versicherungen und Reparaturen übernimmt. Selbstständige dürfen die Leasing-Ausgaben steuerlich absetzen.

Die Nachteile beim Leasing

Gegen das Leasing spricht, dass man während der Nutzung nicht im Besitz des Autos ist, sodass man am Ende der Laufzeit wieder mit leeren Händen dasteht. Die dauerhafte monatliche Belastung ist eine finanzielle Bürde, und es ist schwer, aus einem Leasing-Vertrag wieder herauszukommen. Wer das Kilometer-Leasing wählt, kann nicht mehr unbefangen fahren, weil er immer den Kilometerzähler im Blick haben muss, während das Restwert-Leasing stets das Risiko einer teuren Nachzahlung nach Vertragsende beinhaltet. Die vertraglich vereinbarten Serviceintervalle müssen eingehalten werden.

Der Leasingfaktor

Anders als beim Autokauf kann das Leasing-Angebot nicht so leicht nachvollzogen werden. Aus diesem Grund wurde der Leasingfaktor geschaffen. Das Ergebnis basiert auf einer Formel, die Leasingnehmer selbst berechnen können. Dabei hat der Endwert folgende Bedeutungen für die Wertigkeit der Offerte:

  • Leasingfaktor kleiner als 1,1: gutes Angebot
  • Leasingfaktor kleiner als 0,9: sehr gutes Angebot
  • Leasingfaktor kleiner als 0,7: Top-Angebot

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