Aus Bayern zum Skifahren ins Sauerland

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Winterberg/Willingen – Skifahren im Sauerland. Wer am Wochenende in Willingen und Winterberg einen Blick auf die Skipisten-Parkplätze warf, konnte auch bayerische Kennzeichen entdecken. Mit dem Öffnen des Skibetriebes in Hessen und Nordrhein-Westfalen wurde die Skiarena Sauerland mit ihren zum Teil geöffneten Liften zur bundesweiten Skidestination. Das sorgte allerdings nicht für Riesenandrang. Stattdessen überschaubare Nutzung, genau so, wie es sich die Verantwortlichen des pandemiebedingten Wintersport-Konzeptes gedacht hatten.

Ein Bild aus dem Jahr 2018 – Schnee-Erzeuger in Winterberg sorgen für Schnee – Foto: Wintersport-Arena Sauerland

Damit das klappt, wird die Nutzung des Liftangebotes nur denjenigen ermöglicht, die sich zuvor Online Tickets besorgen, so die Online-Information in Winterberg. Neben den üblichen Standards wie Abstand halten und geeignete Masklen tragen ist die Zahl der Gäste deutlich begrenzt. 2500 sind es maximal in Winterberg, das in normalen Zeiten um die 10000 Gäste verzeichnet, berichtet der WDR. In Willingen waren es am ersten Wochenende weniger als 15 Prozent der normalen Kapazität, berichtet die FAZ.

Auf späte Saison vorbereitet

In Willingen und Winterberg hofft man, dass bis Ende März Skibetrieb möglich ist. Bereits im Sommer und Herbst hatten sich die Sauerländer intensiv auf eine Wintersaison unter Pandemiebedingungen vorbereitet. Willingens Tourismus-Chef Norbert Lopatta seinerzeit zu Westfalium über die Bemühungen in der Corona-Zeit: „Alle haben ein richtig gutes Hygiene-Konzept umgesetzt.“

Sich trotz Ungewissheit auf eine möglicherweise späte Saison vorbereiten, das galt auch im Winter-Lockdown. An den kalten Februartagen wurde dafür Schnee produziert. Das war durchaus ein wirtschaftliches Risiko, berichtet die Online-Ausgabe der FAZ, Schneemachen ist teuer. Ermöglicht aktuell aber das Skifahren. Wirtschaftlich lohnt sich der aktuelle Liftbetrieb kaum, aber er ermöglicht allen Beteiligten diesen schneereichen Winter nicht gänzlich ungenutzt verstreichen lassen zu müssen.

Hadern in Bayern

In Bayern hadern die Skiliftbetreiber derweil mit der Situation, berichtet Merkur.de und zitiert Antonia Asenstorfer, Sprecherin der Alpen-Plus-Skigebiete: „Die Öffnungen in Winterberg und Willingen haben natürlich auch bei uns die Debatte zusätzlich befeuert.“ Öffnungen sind aktuell nicht in Sicht. Unter anderem, weil dort Seilbahnbetrieb weiterhin untersagt ist. Bei den Bemühungen um Öffnungsperspektiven wird fehlender Informationsfluss beklagt.
Mangelnde wirtschaftliche Perspektiven haben in Garmisch dazu geführt, berichtet der ADAC, dass „das Skigebiet Garmisch-Classic in diesem Winter den Betrieb nicht mehr aufnehmen“ wird. Absagen meldet der Onlineauftritt des Automobilclubs auch aus dem Allgäu.
Skifahren im  Sauerland
Auf der gemeinsamen Internetplattform wintersport-arena.de gibt es Links zu den Onlineshops für die Winterberger und die Willinger Pisten. Auf der Winterberger Seite skiliftkarussell.de heißt es dazu: Im Angebot sind nur Tages- und Halbtagestickets. Besitzer einer KeyCard laden ihr Ticket darauf. Wer keine KeyCard besitzt, erwirbt online einen Pick-Up Voucher und tauscht ihn vor Ort gegen ein Ticket. Tagesbetrieb von 9 bis 16:30 Uhr. Flutlichtbetrieb ist Dienstag, 16. März & Freitag 19. März von 18:30 Uhr bis 22 Uhr.
Auch in Willingen gibt es Flutlichtbetrieb, der ist für Freitag und Samstag bereits ausgebucht. Wenige Restkarten gab es am Dienstagmittag noch für den morgigen Mittwoch. Ausgebucht sind in Willingen auch schon die Skilift-Kontingente fürs Wochenende, so die Information auf skigebiet-willingen.de. „Während der Woche“, so die weitere Information, „sind tagsüber ausreichend Lifttickets verfügbar“.
Zu den Wetteraussichten heißt es am heutigen Dienstag (16.3.2021): Die Wetterlage wird zunehmend winterlicher, durch Nachtfröste verbessern sich die Pistenbedingungen weiter.

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