Covid 19: Pharma forscht auf Hochtouren

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Forschung gegen Covid 19: Es gibt sechs Typen des Corona-Virus, die beim Menschen auftreten oder aufgetreten sind. Die häufigsten Typen lösen beim Menschen nur schwache grippeartige Symptome aus. Anders ist das beim SARS-Coronavirus, das in den Jahren 2002 und 2003 sehr schwere Erkrankungen ausgelöst und Todesfälle verursacht hat. „Über die aktuelle Gefahr des neuen Coronavirus können wir noch nicht viel sagen, außer dass die bereits berichteten schweren Ausbrüche und Todesfälle sowie die Mensch-zu-Mensch-Übertragung ein Alarmsignal dafür sind, dass wir sehr wachsam sein müssen,“ erklärte Prof. Dr. Stephan Ludwig, Leiter des Instituts für molekulare Virologie an der Universität Münster gegenüber Westfalium. „Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass die schwer erkrankten und verstorbenen Patienten Vorerkrankungen oder andere Beeinträchtigungen hatten. Es ist zudem davon auszugehen, dass die schweren Fälle nur die Spitze des Eisberges sind und dass wir darüber hinaus viele unerkannte, weniger schwere Infektionen haben.“

Die Pharmaindustrie kämpft mit den Waffen der Forschung gegen Corona und der damit verbundenen Atemwegsinfektion Covid-19. Mehrere verschiedene Behandlungsansätze werden momentan getestet. Ansätze bieten auch bereits begonnene Forschungsprojekte gegen Lungenkrankheiten wie MERS oder virale Krankheiten wie Ebola. Auch an Impfstoffen wird geforscht. Für allzu großen Optimismus ist es noch zu früh. Doch die pharmazeutische Forschung läuft auf Hochtouren.

Corona

Shutterstock/creativeneko

Erste Ansätze im Kampf gegen Corona

Aktuell wird insbesondere untersucht, ob bereits vorhandene oder in Entwicklung befindliche Arzneimittel auch gegen Corona wirken könnten. Dies geht schneller, als einen Arzneimittelwirkstoff komplett neu zu entwickeln. So werden Wirkstoffe, die ursprünglich zur Therapie anderer durch Viren verursachter Infektionen entwickelt wurden, derzeit getestet und zeigen erste positive Effekte. Sie könnten die Vermehrung der Viren im Körper behindern und vor dem Befall der Lunge schützen. Neben den antiviralen Wirkstoffen werden auch Immunmodulatoren und Mittel für andere Lungenkrankheiten getestet. Auch an Impfstoffen wird derzeit intensiv geforscht. Deren Entwicklung ist jedoch hochkomplex und bedarf einiger Zeit

Forschungsförderung

Die Forschung an Arzneimitteln ist sehr kostenintensiv. Die Pharmaindustrie beteiligt sich mit eigenen Mitteln an der Erforschung von Therapieansätzen und möglichen Impfstoffen. Zusätzlich hat der Haushaltsausschuss des Bundestages 145 Millionen Euro für die Forschung zu Covid-19 freigegeben. Der Kampf gegen das Virus, die Erforschung einer Arzneimitteltherapie und Impfstoff-Entwicklung sowie das Unterbinden der Ausbreitung des Virus ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Die Pharmaindustrie trägt hierzu bei. Das sind gute Nachrichten in schwierigen Zeiten.

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