Vreden: Ente gut, alles gut

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Vreden – An der Grenze zwischen Tradition und neuer Sachlichkeit, zwischen dem Münsterland und den Niederlanden hat die „Verentung“ auch das kult erwischt: Die Duckomenta zeigt Meisterwerke der Kunstgeschichte – mit Schnabel! Es sind die Spuren einer mysteriösen Entenzivilisation, den „interDucks“, die den ganzen Verlauf der Geschichte parallel zu den Menschen erlebt haben. Am Donnerstag, 25. April, wird im kult in Vreden die Sonderausstellung „Duckomenta – Ent-liche Grenzgeschichten“ eröffnet. Bis zum 3. November ist die Schau dort, dazu passend gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Workshop, Malschulen und Vorträgen.

Dandy Borehole: Marta, 1964 – Foto: interDuck

Ohne Rücksicht auf die Grenze des guten Geschmacks unterwandern die Enten als unbekannte Eindringlinge die Dauerausstellung im kult. Kunstwerke aus dem Mittalalter oder des Klassizismus suchen die Freundschaft mit dem Grenzbeamten aus den Niederlanden und lassen sich am Chorgestühl nieder. Und, weil die Enten schon zu Beginn der Jahrhundertwende sehr aktiv gewesen sind, nehmen sie auch Rücksicht auf das Jahresmotto des kult: zahlreiche Exponate aus der Bauhaus-Epoche erzählen Geschichten vom Auf- und Umbruch und aus der Zeit der 1920er-Jahre.

Sommerspaziergang – Foto: interDuck

„Machen Sie halt vor den Highlights der Kunstgeschichte – der Mona Lisa, der Marta Mortenson nach Andy Warhol oder Rembrandt´s Badente – das Besondere an der kult-Schau sind die zahlreichen Porzellan-Objekte und die Bauhaus-Epoche“, gibt kult-Leiterin Corinna Endlich einen kleinen Einblick in die Sonderausstellung. Filmplakate wie „Die blaue Ente“ oder „Panzerkreuzer Entemkin“ haben die Besucherinnen und Besucher so sicherlich noch nie gesehen.

Van Gogh lässt grüßen: Selbstporträt – Foto: interDuck

Die Eröffnung der „Duckomenta“, bei der auch die Künstlergruppe „interDucks“ – die Ideengeber dieser besonderen Kunstwerke – anwesend sein werden, findet am Donnerstag, 25. April, um 17 Uhr im kult statt. „Ein besonderes Highlight der Vredener Schau haben wir uns für die Eröffnung um 17 Uhr vorbehalten“, kündigt Corinna Endlich an: die Enthüllung eines neuen „Enten-Kunstwerks“ für die ent-lichen Grenzgeschichten!

Donald Duck als Mona LIsa – Foto: interDuck

Die Duckomenta ist Deutschlands erfolgreichste Tournee-Kunstausstellung, die bisher schon in über 30 Jahren an mehr als 60 Stationen im In- und Ausland zu sehen gewesen ist. Mit der Idee, hinter dem neu entstandenen „Enten-Kunstwerk“ auch immer das Original in den Fokus des Betrachters zu rücken, ist dieses Ausstellungskonzept unterhaltsam wie kunsthistorisch wertvoll zugleich.

Ein Filmklassiker auf die Spitze genommen – Foto: interDuck

Die Vielschichtigkeit der Themen, die sich mit der Duckomenta erzählen lassen, war unter anderem auch der Reiz für das kult in Vreden, diese Schau ins Westmünsterland zu holen – in einer Zusammensetzung, die es so noch nicht gegeben hat! Beinahe 100 Exponate füllen nicht nur die Sonderausstellungsfläche, sondern „crashen“ die Dauerausstellung und beweisen, dass die Enten durchaus etwas mit der regionalen Geschichte zu tun haben.

Ab Freitag, 26. April, ist die Sonderausstellung zu den gewohnten Öffnungszeiten des kult, dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, zu sehen.

www.kult-westmuensterland.de


 

 


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