Münster: Picasso-Museum ist Besuchermagnet

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Münster – Das Picasso-Museum blickt zufrieden auf das vergangene Ausstellungsjahr: „Unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt“, berichtet Andrea Hagemann, Vorstand des Picasso-Museums. „Mit 85.609 Gästen konnten wir unsere Besucherbilanz gegenüber dem Vorjahr steigern. Vor allem die Ausstellung „Marc Chagall – Der wache Träumer“ hat sich mit bislang rund 40.000 Besuchern zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt.“ Die Schau läuft noch bis 20. Januar. Für 2019 kündigt das Museum sechs neue Ausstellungen rund um Pablo Picasso und seine Künstlerkollegen an. Den Höhepunkt bildet ab Oktober 2019 die große Präsentation „Im Rausch der Farbe – Von Gauguin bis Matisse. Meisterwerke aus dem Musée d’Art moderne de Troyes“ mit rund 70 Gemälden von André Derain, Georges Braque, Henri Matisse, Paul Gauguin, Kees van Dongen u.a..

Pablo Picasso, Der kleine Zeichner, 1954, Farblithografie © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Vom 2. Februar bis 28. April 2019 zeigt das Picasso-Museum unter dem Titel „Honoré Daumier – Die menschliche Komödie“ ausgewählte Grafiken, die das Museum im September 2018 von einem Münchner Daumier-Sammler geschenkt bekommen hat. In den Werken verspottet der französische Karikaturist gesellschaftliche Phänomene, die heute ebenso aktuell sind wie im 19. Jahrhundert. Die Ausstellung zeigt Szenen zum politischen Zeitgeschehen, Blätter aus den beliebten Serien der „Bänker“ und „Juristen“ sowie die Grafikfolge „Antike Geschichte“.

Pablo Picasso, Stillleben mit drei Äpfeln, 1945, Farblithografie © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Parallel dazu präsentiert das Picasso-Museum eine Crossover-Sammlung mit Kunstwerken aus aller Welt. Die Ausstellung „Ein Fest für die Augen – Eine Privatsammlung“ stellt u.a. hochkarätige Khmer-Skulpturen in Dialog zu Werken von Mark Tobey und konfrontiert schwarzafrikanische Stammeskunst mit Grafiken von Georges Braque und Pablo Picasso.

Der Sommer steht anschließend ganz im Zeichen der Abstraktion. Die Ausstellung „Durch das Licht – Abstraktion in Frankreich. Von Bazaine bis Singier“ (11. Mai – 29. September 2019) widmet sich Künstlern wie Jean Bazaine, Roger Bissière, Alfred Manessier, Elvire Jan, Gustave Singier und Joan le Moal. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg rangen sie in Frankreich um eine völlig neue Bildsprache, die die gegenständliche Welt radikal hinter sich ließ. Sie schufen Strukturen und Farbsymphonien, die das Bild als vollkommen selbstständige Welt präsentierten. Das Picasso-Museum organisiert die Kooperationsausstellung gemeinsam mit dem Musée Granet (Aix-en-Provence) und La Piscine – Musée d’art et d’industrie André-Diligent (Roubaix).

André Derain, Big Ben, 1906, Öl auf Leinwand, Musée d’Art moderne de Troyes © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Zeitgleich spürt die Studio-Ausstellung „Picasso und die Nachkriegsmoderne“ Picassos künstlerischem Schaffen der 1950er- und 1960er-Jahre mit Porträts, Stillleben und Akten aus dem Eigenbestand des Picasso-Museums nach. Zwischen Figuration und Abstraktion, zwischen politischem Engagement und dem Rückzug ins Private kreierte der spanische Ausnahmekünstler ein einzigartiges Werk, das sich gegenüber den künstlerischen Avantgardebewegungen der Nachkriegszeit stets neu erfindet.

Mit der Ausstellung „Im Rausch der Farbe – Von Gauguin bis Matisse. Meisterwerke aus dem Musée d’Art moderne de Troyes“ (12. Oktober 2019 – 19. Januar 2020) erreicht das Programm des Picasso-Museums im Herbst 2019 seinen Höhepunkt. Inspiriert vom Licht der Mittelmeersonne revolutionierten Henri Matisse und André Derain zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Malerei der Moderne. Die leuchtenden, expressiven Farben und die vereinfachenden Formen ihrer Bildkompositionen entwickelten eine derartige visuelle Sprengkraft, dass die Gruppe fortan „Fauves“, „Die Wilden“, genannt wurde. Das Picasso-Museum präsentiert in der Schau rund 70 Gemälde von Malern wie Henri Matisse, Paul Gauguin, André Derain, Georges Braque, Kees van Dongen, Maurice de Vlaminck und Othon Friesz.

Die Sammlung des in Troyes ansässigen Textilmagnaten Pierre Lévy wird im Picasso-Museum erstmalig in Deutschland präsentiert.

Französisch bleibt es auch in der zeitgleich präsentierten Studio-Ausstellung „Wie Gott in Frankreich – Picasso kulinarisch!“. Mit Linolschnitten, Lithografien, Keramiken und Gemälden aus dem Eigenbestand widmet sich das Museum Picassos künstlerischer Auseinandersetzung mit Essen und Trinken in seiner am Mittelmeer gelegenen Villa „La Californie“.

Kunstmuseum Pablo Picasso Münster / Picassoplatz 1 / 48143 Münster

www.picassomuseum.de


 

 


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