Münster: Ausstellung zu „Bauhaus und Amerika“

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Münster – Mit der Ausstellung „Bauhaus und Amerika. Experimente in Licht und Bewegung“ überschreitet das LWL-Museum für Kunst und Kultur Grenzen. Bewusst richtet es den Blick auf Künstlerinnen und Künstler, die nach der Schließung des Bauhauses 1933 nach Amerika emigrierten, um dort ihre Ideen und Experimente fortzuführen. Ausgehend von der Bauhausbühne als interdisziplinäres Laboratorium für Licht- und Bewegungsexperimente werden erstmals die vielfältigen Auseinandersetzungen auf diesem Feld untersucht.

László Moholy-Nagy, Konstruktion AL6, 1933-1934, © IVAM – Institut Valencià d’Art Modern, Generalitat

Von Licht- und kinetischer Kunst über den Experimentalfilm bis hin zu Tanz- und Performancekunst zeigt die epochenübergreifende Ausstellung den weitreichenden Einfluss dieser Interaktionen. Bereits in den 1950er Jahren wirkten die Ideen von Amerika auf Europa zurück und finden noch heute in der zeitgenössischen Kunst ihren Widerhall. Die Ausstellung konzentriert sich deshalb nicht nur auf Positionen des Bauhauses und seiner amerikanischen Nachfolgeinstitutionen, sondern schlägt den Bogen bis in die Gegenwart.

Xanti Schawinsky, Spectodrama, 8: Gebäude (Spannung), 1937, © The Xanti Schawinsky Estate

Leihgaben aus bedeutenden, internationalen Museen, wie dem J. Paul Getty Museum in Los Angeles, dem Centre Pompidou in Paris, der Tate in London und vielen mehr, ermöglichen einen Einblick in das experimentelle Schaffen so unterschiedlicher Künstlerinnen und Künstler wie Josef Albers, Barbara Morgan, John Cage, Lucinda Childs, László Moholy-Nagy, Robert Rauschenberg, Oskar Schlemmer, Xanti Schawinsky, Julian Stanczak und James Turrell sowie Marcel Dzama, Barbara Kasten und Daria Martin.

Ludwig Hirschfeld-Mack, Farbenlichtspiele, 1923, Rekonstruktion 1999, Stiftung MUSEION. Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Bozen, © Estate of Ludwig Hirschfeld-Mack

Lichträume
Ein Highlight der Ausstellung ist die Gegenüberstellung des berühmten „Licht-Raum-Modulators“ von László Moholy-Nagy in einer Nachbildung von 2006 mit der Apparatur für die „Farbenlichtspiele“ von Ludwig Hirschfeld-Mack von 1923, die seit langer Zeit wieder zusammen in Deutschland zu sehen sein werden. Das LWL-Museum für Kunst und Kultur reaktiviert diese Lichtspielapparaturen und ermöglicht damit eine einmalige Licht-Raum-Erfahrung. Täglich um 11 sowie um 16 Uhr besteht die Möglichkeit den „Licht-Raum-Modulator“ für 15 Minuten in Aktion zu erleben.

Die Leihgaben wurden mit großzügiger Unterstützung der Stiftung kunst³, dem Stifterkreis des Museums, und den Freunden des Museums für Kunst und Kultur e.V. ermöglicht.

Tanzperformance „MESH“
Die Auswirkungen der Bauhausbühne auf den modernen Tanz veranschaulichen die Choreografen Matthias Markstein und Isaac Spencer, die zusammen mit der Bühnenbildnerin Nora Maria Bräuer die Tanzperformance „MESH“ erarbeitet haben.

29./30. Dezember 2018, jeweils 17–18 Uhr
2./3. Februar 2019, jeweils 16–17 Uhr
9./10. März 2019, 16–17 Uhr

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 10 – 18 Uhr

Am zweiten Freitag im Monat von 10 – 22 Uhr

 

LWL-Museum für Kunst und Kultur / Domplatz 10 / 48143 Münster
Besucherservice 0251 – 5907 201

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