Münster: Es lebe der Westfälische Friede!

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Münster – Der 24. Oktober ist ein großer Jahrestag. Er erinnert an den Westfälischen Frieden, der am 24. Oktober 1648 in Münster unterzeichnet wurde. Damit wurde das Ende des 30-jährigen Krieges besiegelt und es kam zu einer vertraglichen Vereinigung, die mit Fug und Recht als der Vorläufer einer europäischen Ordnung verstanden werden kann.

Es lebe der Friede: Eine Schauspielertruppe betritt die Bühne – Foto: Sven Janßen/Friedensreiter Bräu

Anlässlich der Jahrestage des Westfälischen Friedens hängt am Dienstag und Mittwoch am Stadtweinhaus die gelb-rot-weiße Stadtfahne und das Glockenspiel auf dem Stadthausturm erklingt. Die gelb-rot-weiße Stadtfahne erinnert an die Unterzeichnung des Friedensvertrags am 24. Oktober 1648 und an die Verkündung des Westfälischen Friedens und die Aussendung der Friedensreiter am 25. Oktober.

Bei den fünf Jahre andauernden Verhandlungen (1643-48) im katholischen Münster und evangelischen Osnabrück waren fast alle europäischen Mächte beteiligt. Der Westfälischer Friede bezeichnet alle zwischen dem 15. Mai und dem 24. Oktober abgeschlossenen Friedensverträge und somit das Ende des Dreißigjährigen Krieges.

Es lebe der Friede: Das Volk kommentiert die Ereignisse – Foto: Sven Janßen/Friedensreiter Bräu

Am vergangenen Samstag ging in Münsters Mitte, im Innenhof des historischen Rathauses mit dem Friedenssaal ein bemerkenswertes Historienspiel über die Bühne. Bei den beiden Aufführungen war das Interesse des Publikums groß – jeweils rund 500 Besucher verfolgten „Vivat PAX! Es lebe der Friede!“, das Stück das von Hans-Peter Boer für dieses Anlass geschrieben worden ist. Umgesetzt wurde das Stück vom Stadtheimatbund Münster.

Für den Stadtheimatbund produzierte das Trio aus Regisseur Markus Kopf zusammen mit Autor Hans-Peter Boer und Bühnenbildner Manfred Kaderk dieses neue Historienspiel zum Westfälischen Frieden. Das Stück wurde als historische Revue von Laienspielern mit 16 Sprechrollen und 15 weiteren Darsteller aufgeführt. Das Spektakel kam bei Publikum dank seiner spannenden und einfallsreichen Inszenierung sehr gut an.

Die Marketender des Restaurants Pulverturm sorgten für das leibliche Wohl der Zuschauer – und erinnerte mit traditionelen Speisen und Getränken an den Westfälischen Frieden – Foto: Sven Janßen/Friedensreiter Bräu

Nicht die Herrschenden, sondern das Volk auf der Straße kommt zu Wort. Die Menschen kommentieren den Krieg, die Verhandlungen und „die da oben“ mit ihrer ganz eigenen Sprache. Das Geschehen wird konzentriert auf einem Marktplatz des 17. Jahrhunderts dargestellt mit Bürgern, Bauern, Händlern, Studenten, Gauklern, Musikern und Artisten. Es wird gestritten, getanzt, gelästert und diskutiert.

Passend zur Erinnerung an den Westfälischen Frieden wurde an der hiorstorischen Bar auch das neue Friedensreiter Bräu ausgeschenkt – Foto: Sven Janßen/Friedensreiter Bräu

Eine fahrende Schauspieltruppe betritt die Bühne, um ein „Spiel vom Leben und Tod“ aufführen. Die Texte werden gehen auf Recherchen zur „Kulturgeschichte des Westfälischen Friedenskongresses“ des Historikers Helmut Lahrkamp sowie Gedichte und Lieder jener Zeit zurückgreift. Auch wenn das Stück bewusst auf die Gegenwart Bezug nimmt, es fußt auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Mit von der Partie: Die Marketender vom Restaurant Pulverturm in Münster. Sie hatten Pfefferpotthast, Stemmelkort, frischen Kaffee, leckeres Friedensreiter Bräu, liba kola und Rathaustaler von der Bäckerei Krimphove im Gepäck.


 

 


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