Galerie Kley: Günter Rückert und Leif Skoglöf

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Hamm – Zwei außergewöhnliche Künstler begegnen sich in der Galerie Kley. Ihre gemeinsame Leidenschaft ist es Menschen zu malen, jeder auf seine eigene Weise. Günter Rückert portraitiert Geistesgrößen und schräge Typen des Alltags, kongenial akzentuiert und mit wohlwollendem Blick. Leif Skoglöf inszeniert dynamische Menschenfiguren in wilden Farblandschaften als Sinnbilder für eine positive Sicht aufs Leben. Zeit für eine Gemeinschaftsausstellung.

Ausstellungsdauer: 5. März – 21. Mai 2017

Leif Skoglöf: Angekommen

Zwei großartige Leinwandzeichner unter sich
Beide Künstler lernten sich in der Galerie Kley kennen, wo sie seit Jahren unabhängig voneinander ausstellen. Sie schätzen sich gegenseitig und die Kunst des Anderen.

Günter Rückert
Wo er geht und steht, zeichnet der bekennende Dortmunder Gesichter, Portraits von Menschen; in der Kneipe, in der U-Bahn, im Theater, beim Fernsehen auf der Couch. Es hat etwas Manisches. Skizzenbücher, Berge von losen Zetteln und Blättern sind voll davon.

Für diese Themen-Ausstellung lag also nichts näher, als genau dort anzusetzen. Schon in kurzer Zeit sind eine ganze Reihe Arbeiten entstanden: Leinwand-Portraits vergangener Geistesgrößen (z.B. Kant, Marx, Kafka, Nietzsche), dazu eine Reihe frischer Aquarelle, ein Thema dabei die „Edelweißpiraten“, Jugendliche, die während der NS-Zeit Widerstand gegen die Hitlerjugend geleistet haben, aber auch Menschen des Ruhrpottalltags, Nachbar, Taubenzüchter, Tresenhocker …

Günter Rückert: Karpfe diem

Seine Bilder von Köpfen und Gesichtern betrachtet Rückert als Befragungen, als Untersuchungen zum Wesen des Menschen. Dabei geht er, wie er selbst sagt, „manchmal zugegeben drastisch vor.“ Denn wer Rückert kennt, weiß, dass er von der Satire kommt (Gründungsmitglied bei „Rocktheater N8chtschicht“, Regisseur und Autor bei „Geierabend“). Eines ihrer Werkzeuge ist die Übertreibung, mit deren Hilfe sie den Dingen auf den Grund gehen will. Der Künstler riskiert einen
gekonnten Blick in die Seele, ohne den auch eine Karikatur nicht gelingen kann. Und so ist in seinen großartig gezeichneten, aquarellierten und gemalten Bildern auch stets etwas Tiefergehendes, Existentielleres, den skurrilen Alltag Überwindendes zu erkennen.

Leif Skoglöf
Der Wuppertaler Künstler inszeniert dynamische Menschenfiguren in wilden Farblandschaften als Sinnbild für eine positive Sicht aufs Leben. Er verbindet Figuren und Farben, welche eine innere Wirklichkeit widerspiegeln, die sich nach außen, d. h. auf der Leinwand in lebensbejahender Art und Weise zeigt.

Sein langjähriges Interesse für Kalligrafie, spontane Handzeichnungen und Pinselführung, wie man sie in der Zenbuddhistischen Sumi-Malerei findet, ist nach wie vor deutlich spürbar. Das Ergebnis ist eine Leichtigkeit des Pinselstrichs, ein lockerer Duktus. Von Korrektur keine Spur, vor seinem geistigen Auge, aber vor allem auf der noch weißen Leinwand sieht er schon die Figur, ihre Dynamik, ihre Haltung und Gestik. Der gebürtige Schwede liebt daher das Malen mit Aquarellund Acrylfarben, die ein schnelles und spontanes Arbeiten ermöglichen.

So kann er sogar aus einem chaotisch wirkenden Farbhintergrund ein Gesicht oder eine Figur zeichnerisch herausarbeiten. Denn die Hand weiß intuitiv, wo die Farbe oder die Linie hingehört. Sie spielt, variiert, überarbeitet aber nicht. So entstehen ausdrucksstarke aber harmonische Ansichten von Figuren, hervorgerufen durch eine Balance zwischen Aussparungen, Pinselstrichen und Farbflächen.

Die kräftigen Farben unterstreichen die dynamische Bewegung in den Bildern und sind kein wilder Expressionismus, sondern lassen ein beeindruckendes farbliches Feingefühl erkennen, welches beim Betrachter die Sinne anspricht und zu starken Emotionen führt.

Galerie Kley / Werler Str. 304 /59069 Hamm
Telefon 02381 – 9504040
www.galerie-kley.de

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