Kunstmuseum Ahlen: Präzise Gefühle

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Westfalen – Vom 25. Oktober 2015 bis zum 24. Januar 2016 zeigt das Kunstmuseum Ahlen unter dem Titel “Präzise Gefühle” eine Ausstellung mit Werken aus der Sammlung Schroth.

Imi Knoebel: Blau Rot Gelb Weiß, 1994 Acryl auf Aluminium, Holz, 101 x 100,5 x 14 cm Foto: Sebastian Kemp - VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Imi Knoebel: Blau Rot Gelb Weiß, 1994 – Acryl auf Aluminium, Holz, 101 x 100,5 x 14 cm – Foto: Sebastian Kemp – VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Die Kunstsammlung von Carl-Jürgen Schroth in Soest ist fester Bestandteil der „Deutschlandkarte privater Kunstsammlungen“ (ZEIT-Magazin 30.04.2015). Sie umfasst herausragende Werke der internationalen konkreten und konzeptuellen Kunst aus den letzten fünf Jahrzehnten. Von den über sechzig Künstlern, die in dieser Sammlung mit bedeutenden Werkblöcken vertreten sind, wurden neunzehn exemplarische künstlerische Positionen für die Ausstellung „Präzise Gefühle. Werke aus der Sammlung Schroth. Hellweg Konkret und die Internationale Gegenwartskunst“ ausgewählt, darunter Douglas Allsop, Hartmut Böhm, Daniel Buren, Callum Innes, Imi Knoebel, Vera Molnar und François Morellet.

Klaus Staudt: Traum der Erkenntnis, 1971/2012 Polystyrol, Plexiglas (gelb), Lack 100 x 100 x 11 cm Foto: Christoph Meinschäfer - VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Klaus Staudt: Traum der Erkenntnis, 1971/2012 – Polystyrol, Plexiglas (gelb), Lack, Format 100 x 100 x 11 cm – Foto: Christoph Meinschäfer – VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Jede von ihnen beweist, dass gerade die strengste gestalterische Präzision das Erlebnis von unerwarteter sinnlicher und emotionaler Freiheit er-zeugen kann. Die unterschiedlichen künstlerischen Ansätze bieten dem Betrachter deutliche, oft sogar strenge Regeln, die das Werk konstituieren und den Wahrnehmungsprozess in Bewegung versetzen. Doch dienen sie stets als Ausgangspunkt für ihre Überschreitung und unbegrenzte Erweiterung. Rund sechzig Werke sind dabei zu fünf thematischen Gruppen zusammengefasst worden.

Auch die konkreten Künstler aus der Hellweg-Region, denen sich die Ausstellungsreihe mit Stationen in Soest, Unna, Hamm, Ahlen und Arnsberg besonders widmet, knüpften an die zumeist geometrische Regelhaftigkeit gegenstandsfreier Kunst in der Tradition Theo van Doesburgs und anderen an. Ihre Arbeiten weisen ebenfalls jene Präzision auf, die in den Werken der Sammlung Schroth vorherrscht und tatsächlich ein Mittel sinnlicher Verführung ist. Letztlich geht es dabei nicht um die Exaktheit der Formen, sondern um die Intensität des Sehens.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Kettler-Verlag mit Abbildungen aller ausgestellten Werke aus der Sammlung Schroth und Textbeiträgen von Dr. Erich Franz, ehemals Stellvertretender Direktor des Westfälischen Landesmuseums Münster, der die Ausstellung kuratiert, von Prof. Dr. Matthias Bleyl, Weißensee-Kunsthochschule Berlin und von Burkhard Leismann, künstlerischer Direktor Kunstmuseum Ahlen.

Die Ausstellung wird ermöglicht dank der freundlichen Unterstützung durch die Theodor F. Leifeld-Stiftung, die Stiftung Konzeptuelle Kunst, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW und das Kultursekretariat NRW Gütersloh.

Neue Öffnungszeiten: Di-Fr 14 – 18 Uhr;  Sa, So und Feiertage 11 – 18 Uhr; Mo geschlossen

Kunstmuseum Ahlen / Museumsplatz 1 / Weststraße 98 / 59227 Ahlen
Telefon 02382 –  91 83 0
www.kunstmuseum-ahlen.de

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